Ecuador

Indigene bereiten landesweite Protestaktion vor


Foto: Agencia Púlsar(Buenos Aires, 19. September 2011, púlsar).- Der Dachverband der Indigenen Völker und Nationalitäten Ecuadors Conaie (Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador) hat für die kommenden Tage eine landesweite Protestaktion für den Schutz der Indígenas des ecuadorianischen Amazonasgebietes angekündigt.

 

Humberto Cholango, Leiter der Conaie, erklärte, man wolle mit den Aktionen den Druck auf die Regierung erhöhen, die Gesetze über Wasser und Boden zu verabschieden. Auch fordere die Conaie insgesamt mehr Respekt vor der Bevölkerung Amazoniens. Diese Region sei durch die Anwesenheit transnationaler Konzerne besonders gefährdet.

Ein Drittel der Radiofrequenzen für Basisradios

Bei Angelegenheiten, von denen indigene Völker und Nationen betroffen seien, müssten diese bereits in die Ausarbeitungsphase des Gesetzes mit einbezogen werden, so die Conaie. Eine andere Forderung der Conaie bezieht sich auf den Medienbereich. Der Dachverband der indigenen Völker und Nationen fordert ein Mediengesetz das vorschreibt, dass 33 Prozent der Radiofrequenzen Basisradios und Bürgermedien vorbehalten bleiben.

Die Vereinigung der Indigenen Nationalitäten des ecuadorianischen Amazonasgebietes Confeniae (Confederación de Nacionalidades Indígenas de la Amazonia Ecuatoriana) unterstrich, dass ihre mit der Regierung bereits getroffenen Übereinkünfte nicht bindend seien.

Zusammenschluss gegen Spaltungstaktik der Regierung

Mitglieder von Conaie und Confeniae waren zusammengekommen, um über die Annäherungsversuche der Regierung an die beiden Organisationen zu beraten. Die Regierung versuche, so die Organisationen, „die indigene Bewegung zu spalten.“

CC BY-SA 4.0 Indigene bereiten landesweite Protestaktion vor von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Agrarstreik geht trotz Repression weiter (Caracas, 8. Juni 2016, telesur).- Die Serie von Streiks, Straßenblockaden und Protestaktionen in Kolumbien geht ungeachtet der verschärften Repression der Regierung weiter. Am 30. Mai hatte die Minga Agraria, ein breites Bündnis aus Bauernverbänden, Gewerkschaften, Indigenen und Afro-Kolumbianer*innen mit dem unbefristeten Streik begonnen. Seitdem hat das Vorgehen der Aufstandsbekämpfungseinheit der Polizei, ESMAD, drei tote Indigene, mindestens 149 Verletzte und viel...
Die Familie zum Tod von Berta Cáceres Von CopinhDokumentation (La Esperanza, 5. März 2016, copinh).- Am Totenbett unserer Bertha – unserer Mutter, unserer Tochter, unserem Leitbild.Wir – ihre Töchter Olivia, Bertha und Laura, ihr Sohn Salvador, ihre Mutter Austra Bertha, begleitet von unseren Familienangehörigen, Freundinnen und Freunden – möchten der Öffentlichkeit mitteilen, wie wir uns in diesem Moment tiefster Betroffenheit fühlen.Unsere Bertha ist für uns die größte Inspiration. Deshalb ist ...
Indigene leiden unter Ölpest (Mexiko-Stadt, 14. Februar 2016, desinformémonos).- Wieder hat es in Peru eine Ölpest gegeben. Am 25. Januar liefen rund 2.000 Barrel Erdöl in den Fluss Marañón im peruanischen Amazonasgebiet, von dem tausende Indigene abhängig sind. Das Erdöl wird vom Staatsbetrieb Petroperú gefördert, der sich nach Angaben der Indigenen nicht an die Vorschriften halte. “Etwa 80 indigene Gemeinden und Dörfer der Amazonasregion sind von dem ausgelaufenen Rohöl besonders betroffen”, erklärte d...
Anerkennung für den Kampf gegen Machismo von Anayeli García Martínez (Mexiko-Stadt, 19. November 2015, cimac).- Schon seit mehr als sechs Jahren unterstützt Guadalupe García Álvarez Frauen die Opfer von familiärer Gewalt geworden sind. Man müsse noch viel mehr über die sexuellen und reproduktiven Rechte der Frauen sprechen sagt die Indigene aus dem Volk der Mazahua in Mexiko, denn dieses Thema sei „noch keine gelöste Aufgabe“. Guadalupe stammt aus der Gemeinde San Felipe del Progreso, die drei Stunden von der Haupt...
Indigene in Guatemala für Gründung eines Plurinationalen Staates von Barbara Klitzke Rozas (03. Dezember 2015, amerika21.de).- Die indigenen Völker Guatemalas haben ein politisches Manifest für die Gründung eines Plurinationalen Staates verfasst. In verschiedenen regionalen und nationalen Treffen kamen die Völker Maya, Garifuna, Xinka, aber auch Mestiz*innen überein, ihre Forderungen und Vorschläge darin zusammenzufassen. Werte und Prinzipien indigener Kosmovision sollen einfließen Unter dem Titel “Politische Forderungen und Vorschläge...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *