Honduras

Indien will Bewässerungsprojekt mit rund 26 Mio. US-Dollar finanzieren


Ob das geplante Projekt bäuerliche Struktueren stärkt? /Foto: Bauern in Honduras, Trees ForTheFuture, CC BY 2.0, flickr(Venezuela, 24. September 2013, telesur).- Mit einem von der indischen Regierung finanzierten Kredit will Honduras die landwirtschaftliche Produktion steigern. Laut Landwirtschaftsminister Jacobo Regalado könnten mit den geplanten Bewässerungsanlagen 200 Tonnen mehr Ertrag produziert werden. Rund 17.500 Familien würden von dem Projekt im Tal von Jamastrán (Departement El Paraíso), im Westen des Landes, profitieren.

Kredit aus Indien für 20 Jahre

Elf Systeme für Tröpfchenbewässerung sollen errichtet werden, so der Minister während einer Sitzung des Ministerrates am 24. September. Die Regierung gehe außerdem davon aus, dass mit der Maßnahme rund 18.000 Arbeitsplätze geschaffen würden. Die Familien sollen zwischen einer und fünf Personen pro Manzana (ca. 0,75 Hektar) Fläche anstellen. Das Einbeziehen von Frauen und Jugendlichen in das Projekt soll die Nachhaltigkeit steigern, so der Minister.

Der von Indien mit einem Zinssatz von 1,75 Prozent gewährte Kredit solle binnen 20 Jahren zurückgezahlt werden. Die Vereinbarung werde voraussichtlich in den kommenden Tagen in Indien unterzeichnet. Auch das honduranische Parlament muss noch zustimmen.

Bisher kollektives Wirtschaften der Bauern

Zudem befinde sich die Regierung in Gesprächen mit Indien, um eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit dem indischen Institut für Wissenschaft und Technik zu erwirken. Vorgesehen ist, dass Indien 30 Stipendien spenden würde, damit Honduraner*innen in Indien Landwirtschaft studieren könnten.

Die Bauern und Bäuerinnen in der für das Projekt vorgesehenen Region bauen traditionell Gemüse und Kräuter an. Die Organisationen der Produzent*innen agieren bisher als Kollektiv. Die Produkte von mehr als 90 Prozent der Bauern gehen auf den nationalen und internationalen Markt.

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