Peru

Illegaler Bergbau: Mehr als 10.000 Hektar Regenwald binnen vier Jahren zerstört


Illegaler Bergbau in Peru: Goldsuche im Amazonas / Foto: amazoniapunomdd, cc-by-2.0

(Lima, 01. Dezember 2016, noticias aliadas).- Allein in den letzten vier Jahren sind 12.503 Hektar Regenwald dem illegalen Bergbau im Süden Perus zum Opfer gefallen. Dies geht aus einem gemeinsamen Bericht des Monitoring-Projekts MAAP (Proyecto de Monitoreo de la Amazonia Andina) und der Vereinigung zum Erhalt des Amazonas-Flussgebiets ACCA (Asociación para la Conservación de la Cuenca Amazónica) hervor, der am 15. November veröffentlicht wurde.

Demnach sind in 30 Jahren des Goldabbaus in den Regionen Madre de Dios, Cusco und Puno insgesamt 62.500 Hektar Regenwald zerstört worden.

Die größe Zerstörung ist dabei in den Pufferzonen von geschützten Gebieten wie der Reserva Nacional de Tambopata, der Reserva Comunal Amarakaeri und dem Parque Nacional Bahuaja Sonene zu verzeichnen.

Der Umsatz im illegalen Bergbau, der häufig mit anderen kriminellen Aktivitäten wie dem Menschenschmuggel und dem Drogenhandel in Verbindung steht, wird auf mehr als zwei Milliarden US-Dollar geschätzt.

CC BY-SA 4.0 Illegaler Bergbau: Mehr als 10.000 Hektar Regenwald binnen vier Jahren zerstört von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Bäuerin aus Peru gewinnt Goldman-Preis für die Verteidigung der Umwelt Von Cory UnverhauMáxima Acuña bei der Preisverleihung / Foto: LAMULA(23. April 2016, amerika21).- Máxima Acuña, eine Bäuerin aus der Region Cajamarca im Norden Perus, ist mit dem Goldman-Preis für ihren Kampf gegen einen transnationalen Minenkonzern ausgezeichnet worden. Seit 1990 wird der Goldman-Preis, der auch als Nobelpreis für Umwelt gilt, jährlich an Aktivisten aus verschiedenen Regionen der Welt vergeben. Er ist mit 175.000 US-Dollar dotiert.„Ich habe kein...
Welche Großprojekte bevorzugt der neue Präsident? (Lima, 13. Juli 2016, servindi).- Vor kurzem wurde eine Liste mit Großprojekten für die Infrastruktur veröffentlicht, in welche die Regierung von Pedro Pablo Kuczynsky in den kommenden fünf Jahren investieren wird. Es handelt sich insgesamt um 17 Vorhaben – sechs davon sind Direktinvestitionen des Staates; in elf Fällen werden Konzessionen an den Privatsektor vergeben. Das Gesamtvolumen der Projekte liegt bei 79,15 Milliarden US-Dollar. Die staatlichen Investitionen werden au...
Satellitenbilder zeigen Entstehung eines illegalen Bergbaugebietes (Lima, 03. November 2015, servindi).- Eine neue Satellitenaufnahme beweist die Entstehung eines neuen, illegalen Godabbaugebietes im peruanischen Amazonasbecken. Zu sehen ist, dass illegale Bergarbeiter*innen in der Pufferzone zu dem Tambopata-Naturreservat RNTMB (Reserva Nacional Tambopata) in der Region Madre de Dios im Südosten Perus in weniger als zwei Monaten eineinhalb Hektar Wald abgeholzt haben. Die betroffene Fläche von der Größe zweier Fußballfelder befindet sich in...
Kurznachrichten – Migrationsgesetz verschärft Ein Tarahumara-Mädchen verkauft Schmuck an der Barranca del Cobre. Foto: Tabea Huth/ German Wikipedia (CC BY-SA 3.0)(Lima, 6. Februar 2017, noticias aliadas).- Am 30. Januar hat der argentinische Präsident Mauricio Macri das Migrationsgesetz per Dringlichkeitsdekret verschärft (mit dem „decreto de necesidad y urgencia“ kann ein Gesetz ohne die Zustimmung des Kongresses verabschiedet werden, Anm. d. Ü.). Er setzte strengere Kontrollen durch, die die Einreise von vorbestra...
Ecuadors Regierung gegen Indigene und Umweltschützer*innen Von Silvia Ribeiro*Militär schützt das EXSA-Camp. Foto: Servindi/assets.change.org(Mexiko-Stadt, 7. Januar 2017, la jornada/poonal).- Das Shuar-Volk hat keinen Zweifel an seinem Widerstand gegen den Bergbau und andere Megaprojekte auf seinen Territorien gelassen. Wie andere indigene Völker haben sich die Shuar seit Jahrzehnten aktiv gegen den Vormarsch von Minen- und Erdölunternehmen gewehrt. Das haben sie mit Unterdrückung, Kriminalisierung und vielen ermordeten Anf...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.