Guatemala Lateinamerika

III. Amerikanisches Sozialforum analysiert die Auswirkungen des CAFTA-Freihandelsabkommens


(Rio de Janeiro, 10. Oktober 2008, púlsar).- Das Netzwerk für das Monitoring des Freihandelsvertrags zwischen den Vereinigten Staaten, Zentralamerika und der Dominikanischen Republik bekräftigte auf einer Veranstaltung auf dem Sozialforum, dass die Auswirkungen des Freihandelsvertrages wie vorhergesagt für Zentralamerika äußerst negativ seien. “CAFTA läßt die Preise für unsere Produkte in den Keller rutschen und führt zur Verarmung unserer Länder”, äußerte sich Jorge Coronado, Mitglied des costaricanischen Zweiges des Netzwerks.

Die Auswirkungen von CAFTA seien sowohl makroökonomisch negativ als auch in Bezug auf Investitionen und den Handel. Das Handelsdefizit der Länder Zentralamerikas steige seit dem Moment an, an dem die Länder der Region ihre Märkte für US-amerikanische Produkte geöffnet hätten, so Coronado. Auch sei die Arbeitslosigkeit seither gestiegen und nicht, wie von der Politik vor Unterzeichnung des Vertrages versprochen, gesunken. Daher gebe es für die Länder Zentralamerikas und für die Dominikanische Republik nur eine Alternative: sich aus dem CAFTA-Freihandelsabkommen zurückzuziehen.

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