Peru

Humala und Toledo laut Umfragen vorn


Präsidentschaftkandidat Humala / agencia púlsar(Rio de Janeiro, 31. März 2011, púlsar).- Nur kurze Zeit vor den Präsidentschaftswahlen in Peru zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Umfragen zufolge liegen der Nationalist Ollanta Humala und Ex-Präsident Alejandro Toledo vorn.

Der nächste Präsident wird am 10. April gewählt. Die Umfragen sehen den Kandidaten des Bündnisses Peru Gewinnt (Gana Perú), Ollanta Humala, mit über 20 Prozent an der Spitze. Doch der Abstand zum zweitplatzierten Alejandro Toledo ist denkbar knapp, so dass ein zweiter Wahlgang wahrscheinlich ist. An dritter Stelle liegt Keiko Fujimori, danach kommen Castañeda Lossio und Pedro Pablo Kuczinski.

Humala hat in den vergangenen Monaten erheblich an Zuspruch gewonnen. Noch im Januar lag er in den Umfragen mit zehn Prozent an vierter Stelle. In seiner Wahlkampagne forderte der Nationalist eine neue Verfassung, sowie ein neues Wirtschaftsmodell, welches die „strategischen Bereiche“ des Landes schützen solle.

Zudem propagiert er, dass der Staat die Entwicklung fördern, die Marktwirtschaft regulieren und die soziale Grundversorgung übernehmen solle. Seine Gegner werfen dem Kandidaten vor, er habe enge Beziehungen zum venezolanischen Präsidenten Chávez und verfolge dessen Politik eines starken Staates.

Falls kein Kandidat am 10. April die absolute Mehrheit erlangt, kommt es am 5. Juni zum zweiten Urnengang.

 

CC BY-SA 4.0 Humala und Toledo laut Umfragen vorn von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Familien der Colina-Opfer protestieren gegen Begnadigung des Ex-Präsidenten Fujimori Von Alberto Ñiquen (Lima, 14. Januar 2018, anred/la mula).- Sie werden stigmatisiert von denen, die die Vergangenheit einfach vergessen wollen. Sie werden als Rachsüchtige bezeichnet, weil sie den Kampf für Gerechtigkeit in Peru nicht aufgeben. Die Rede ist von jenen Peruaner*innen, deren Leben sich zwischen 1991 und 1992 schlagartig verändert hat, als die Todesschwadron Grupo Colina 25 ihrer Familienmitglieder während der Massaker von Barrios Altos und La Cantuta töte...
Militär stoppt Proteste gegen Wahlbetrug (El Progreso, 20. Januar 2018, radio progreso).- Am 20. Januar 2018 war der Beginn eines landesweiten Streiks anberaumt worden, der bis zum 27. Januar dauern und mit dem die Ablehnung des Wahlbetruges zum Ausdruck gebracht werden sollte. Der 27. Januar war zudem der Tag, an dem Juan Orlando Hernández auf illegitime Art und Weise den Präsidentenstuhl für weitere vier Jahre einnehmen sollte. Honduras' aktuelle Verfassung verbietet die Wiederwahl des Staatsoberhauptes, aber P...
Die Begnadigung ist eine Schande (Concepción, 26. Dezember 2017, medio a medio).- Am 24. Dezember 2017 hat der peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski (PPK) öffentlich angekündigt, den inhaftierten Ex-Diktator Alberto Fujimori aus humanitären Gründen zu begnadigen. Fujimori hatte Peru von 1990 bis 2000 regiert. Aus Protest gegen diese Entscheidung sind tausende Menschen auf die Straße gegangen und wurden von der Polizei gewaltsam zurückgedrängt. Die Demonstrant*innen und Organisationen halten die Entsche...
Wir dokumentieren: Stellungnahme zum Straferlass für Alberto Fujimori Von der Informationsstelle Peru e.V. (Freiburg, 26. Dezember 2017, poonal).- Am 24. Dezember 2017 hat der peruanische Präsidenten Pedro Pablo Kuczynski einen gesetzwidrigen Straferlass für den ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori (1990-2000) erteilt. Die Informationsstelle Peru e.V. solidarisiert sich mit der peruanischen Bevölkerung, insbesondere mit den Opfern der Diktatur Fujimoris, lehnt den Straferlass ab und bittet die Weltgemeinschaft darum, Maßnahmen zu e...
Die geheime Revolution der Sonderwirtschaftszonen Honduras plant ein neoliberales Wirtschaftswunder. Mit der Errichtung halbautonomer „Mini-Staaten“ für Großinvestoren sollen in dem zentralamerikanischen Land zehntausende neue Jobs entstehen. Doch in diesen „Zonen für Arbeit und wirtschaftliche Entwicklung”, kurz ZEDE, wären die Gesetze und Rechtsprechung des Landes außer Kraft gesetzt. Kritiker befürchten einen Ausverkauf des Landes und Vertreibungen der Bevölkerung. Und wer Details zum geplanten Deal wissen will, stößt bei...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.