Heftige Debatten um Gesetzesentwurf zur straffreien Abtreibung nach Vergewaltigung


Der Kongressabgeordnete erklärte, dass man das Projekt gründlich untersucht und die institutionelle Position bezogen habe, Schwangerschaftsabbrüche im Falle einer Vergewaltigung zu befürworten.

Die Aktivist*innengruppe „Déjala Decidir – Lass sie selbst entscheiden“ stellte ihrerseits jene Kongressabgeordneten in Frage, die dem Projekt zum Schwangerschaftsabbruch nicht zustimmten.

Sie lehnten außerdem die Erklärungen des Kongressabgeordneten Juan Carlos Eguren ab. Das Parlamentsmitglied hatte erklärt, dass es in vielen Fällen nach einer Vergewaltigung nicht zu einer Schwangerschaft käme. Diese Erklärung wurde im Land von verschiedenen sozialen Organisationen heftig kritisiert.

Romy García Orbegoso, Vertreterin der Gruppe “Déjala Decidir”, erklärte, dass diese Meinung jeglichen wissenschaftlichen Fundamentes entbehre.

Die Aktivist*innen betonten, dass „es Kongressabgeordnete gäbe, damit diese Gesetze erließen und die Rechte der Frauen garantierten und nicht, um Erklärungen abzugeben, welche die Frauen verletzten und ihnen jeglichen Respekt absprächen.“

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