Guatemala

Gewerkschaften von Izabal fordern Ende der Angriffe


von José Fredy López

Asesinato de MAYRO RODOLFO JUÁREZ GALDÁMEZ. Foto: Sinaltrainal.org(Guatemala-Stadt, 17. Januar 2013, cerigua).- Verschiedene Gewerkschaften der nordguatemaltekischen Provinz Izabal verlangten von den Behörden eine Untersuchung, nachdem Anfang Januar zwei Angriffe auf führende Gewerkschaftsmitglieder verübt worden sind.

Dabei war der Generalsekretär der Taxifahrer-Innung von Izabal, Mayro Rodolfo Juárez, ermordet worden. Außerdem wurde die Generalsekretärin der Gewerkschaft der städtischen Angestellten von Puerto Barrios, Silvia Lorena Renderos, überfallen.

Héctor Augusto Miguel von der Intergewerkschaftlichen Solidaritätskommission der Bananengewerkschaften von Izabal COSISBA (Comisión de Solidaridad Intersindical, de Sindicatos Bananeros de Izabal) verurteilte die Angriffe vom 2. beziehungsweise 3. Januar. Miguel drückte im Namen der Organisation seine Solidarität mit den Angehörigen und Organisationen der Opfer aus. Er verlangte von den Behörden eine Untersuchung und Aufklärung dieser Taten, die nicht nur die Rechte der Opfer, sondern auch die der Familienangehörigen und Organisationsmitglieder verletzt hätten.

Schutz und Strafverfolgung gefordert

Auch Selfa Sandoval von der Gewerkschaft der Bananenarbeiter*innen von Izabal, SITRABI, forderte von den Behörden, sich mehr auf den Schutz und die Garantie der persönlichen Freiheiten der Führungspersonen sozialer Organisationen zu konzentrieren. Die Sonderstaatsanwaltschaft für Verbrechen gegen Gewerkschaftler*innen solle die Strafverfolgung übernehmen.

Sandoval erinnerte daran, dass bereits in den Jahren 2007 und 2011 Marco Tulio Ramírez Portela und Idar Joel Hernández vom Führungsgremium der SITRABI ermordet wurden. Bis heute wurden weder die genauen Gründe für die Attentate noch die Verantwortlichen ermittelt; die Behörden sollten dafür sorgen, dass keiner dieser Fälle straflos bleibe.

Silvia Lorena Renderos von der Gewerkschaft der städtischen Angestellten von Puerto Barrios erzählte Cerigua von dem erlittenen Angriff. Demnach war sie am 3. Januar im Viertel Piedras Negras unterwegs, als ihr eine unbekannte Person auf einem Motorrad die Handtasche entriss. Neben persönlichen Dingen befanden sich dort auch Papiere der Organisation sowie die Schlüssel zum Gewerkschaftsbüro. Sie hofft nun, dass ihre Anzeige bei der Staatsanwaltschaft von Puerto Barrios schnell bearbeitet wird.

 

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