Peru

Gesetz zur Suche von Verschwundenen verabschiedet


(Lima, 30. Juni 2016, noticias aliadas).- Am 22. Juni verabschiedete die peruanische Regierung das Gesetz über die Suche nach verschwundenen Personen (Ley de Búsqueda de Personas Desaparecidas). Damit ist die Suche und Identifikation mittels Datenabgleich von Personen, die während der „Periode der Gewalt 1980-2000“ unter gewaltsamen Umständen verschwanden, auf eine rechtliche Grundlage gestellt.
Der Kongress genehmigte die von der Menschenrechtsbehörde gestartete Initiative am 26. Mai. Damit ist nun auch die humanitäre Hilfe für die Familien der Opfer von Konflikten gesetzlich abgesegnet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verschwanden in diesen 20 Jahren 15.731 Menschen unter gewaltsamen Umständen, die meisten zwischen 1983 und 1985 sowie zwischen 1989 bis 1993. 3.500 Tote wurden bisher gefunden, davon konnten 1.775 identifiziert werden.
Die Wahrheits- und Versöhnungskommission vermutet, dass es noch etwa 4.000 unentdeckte Massengräber gibt, in denen sich die sterblichen Überreste der Verschwundenen befinden könnten.


Das könnte dich auch interessieren

Mord an Menschenrechtsaktivistin Miriam Rodríguez: Weiteres Beispiel für „Makrokriminalität“ Von Gerd Goertz Mord an Miriam Rodríguez, einer Aktivistin gegen das Gewaltsame Verschwindenlassen / Logo, Quelle: http://sinlasfamiliasno.org (Mexiko-Stadt, 16. Mai 2017, npl).- In der Nacht vom 10. Mai wurde in Ciudad Victoria, Bundesstaat Tamaulipas, die Menschenrechtsaktivistin Miriam Elizabeth Rodríguez Martínez in ihrem Haus erschossen. Sie war durch die Suche nach ihrer 2012 verschwundenen Tochter und die Mitarbeit in Organisationen von Familienangehörigen Versc...
Großmütter der Plaza de Mayo: Enkel Nummer 122 gefunden Die Großmütter der Plaza de Mayo suchen nach ihren Enkeln, den Kindern ihrer Verhaftet-Verschwundenen Kinder. Jetzt haben sie Enkel Nr. 122 gefunden / Foto: Camilo Henao, CC_BY-NC-SA_2.0 (Montevideo, 26. April 2017, la diaria).- Noch ist sein Name nicht öffentlich, doch gestern wurde seine Herkunft bekanntgegeben: Der Enkel Nummer 122 ist 40 Jahre alt, hat zwei Kinder und lebt nicht in Buenos Aires. Er habe um ein wenig Zeit gebeten, um sich zurückzuziehen, während er sic...
Sonderbericht zu Verschwundenen und geheimen Gräbern Eines von Dutzenden geheimen Gräbern in Mexiko. Foto: telesur (Mexiko-Stadt, 08. April 2017, poonal).- Die staatlich finanzierte Nationale Menschenrechtsrechtskommission (CNDH) hat einen Sonderbericht über das Verschwinden von Personen und geheime Gräber in Mexiko veröffentlicht. Der Bericht bietet keine grundsätzlich neuen Erkenntnisse, sondern einen Überblick der entsprechenden offiziellen Zahlen nach Bundesstaaten aufgeschlüsselt für die vergangenen zehn Jahre. Bei der...
„Immer noch sehr nah dran an dieser schlimmen Zeit“ Guatemala-Stadt, Zona Uno, das historische Zentrum der Hauptstadt Guatemalas. Menschen flanieren über die Sexta Avenida, die einstige Prachtstraße der Stadt. Heute wirkt die Sexta nach langen Jahren des Verfalls mit jungen Bäumen und aufwändig restaurierten Bauten wie frisch herausgeputzt. Die Cafés und Esslokale des Zentrums sind jetzt, am späten Vormittag voller Menschen. Ein paar Avenidas weiter oben, im einstigen Oberschichtsviertel mit seinen Villen, alten Universitätsge...
Trotz Friedensprozess: Vertreibungen in Kolumbien gehen weiter 2016,mussten in Kolumbien 11.363 Menschen (3.068 Familien) vor der Gewalt fliehen. Foto: Telesur (Caracas, 10. März 2017, telesur).- Obwohl der Friedensprozess in Kolumbien weiter voranschreitet, gehen die Vertreibungen weiter. Das teilte das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR am 10. März mit. Tausende Menschen mussten aufgrund des internen Konflikts fliehen; die häufigsten Opfer sind afrokolumbianische und indigene Gemeinschaften. „Nach dem Friedensabkommen mit der FARC...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.