Nicaragua

Generalstreik: Nicaragua bewegt sich gegen Ortega und Murillo


Freiheit für Nicaragua! Gegen die Repression!
Foto: Desinformémonos

(Mexiko-Stadt, 9. Juli 2018, Desinformémonos/poonal).- Die Bürgerallianz für Gerechtigkeit und Demokratie ACJD (Alianza Cívica por la Justicia y la Democracia) hat einen landesweiten Generalstreik für den 13. Juli gegen den Präsidenten Daniel Ortega und die Vize-Präsidentin Rosario Murillo angekündigt. Einen Tag vorher, am 12. Juli, wird es eine Großdemonstration unter dem Motto „Zusammen sind wir ein Vulkan“ geben und am 14. Juli eine Karawane durch Managua.
Mit dem Streik soll Druck auf den Präsidenten bezüglich der geforderten Neuwahlen ausgeübt werden. „Er bemüht sich kein bisschen und wir sehen keinen Ausweg aus der Krise, die jeden Tag mehr Tote, Entführte, Verletzte, Verkrüppelte und Verschwundene fordert und die Menschen in die Armut stürzt“, erklärt die Bürgerallianz und sie fügt hinzu: „Wir werden weiter auf die Straße gehen, denn die Straßen gehören der Bevölkerung!“.

Nach Angaben der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte CIDH hat die staatliche Repression gegen die protestierende Bevölkerung seit dem 18. April für über 200 Todesopfer und hunderte Verletzte gesorgt.

CC BY-SA 4.0 Generalstreik: Nicaragua bewegt sich gegen Ortega und Murillo von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Interview: Jung sein in Nicaragua
127
(Fortaleza, 30. Juni 2018, adital).- Das folgende Interview mit einer jungen Frau aus Nicaragua kommt von dem Jugendbüro des Jesuitenordens Zentralamerika. Aus Sicherheitsgründen wird ihr Name nicht genannt. Das Interview führte Andrea Serrano Bran. Wie würdest du das Umfeld beschreiben in dem du dich gerade befindest? Es ist eine große Spannung zu spüren, sehr viel Unsicherheit und Angst. Auf den Straßen wird Terror gesät, was die Unregierbarkeit nur noch verschärft. M...
Nicaragua: Blutiger Angriff auf Zivilist*innen in Masaya
164
  (Fortaleza, 20. Juni 2018, adital).- „Helft mir! Helft mir, ihn hier wegzubringen! Er ist kein Hund, helft mir“, schrie eine Frau eindringlich, die sich inmitten der Schüsse der Bereitschaftspolizei über den blutigen Körper von Marcelo Mayorga bückte. Mayorga ist einer der Toten bei den Auseinandersetzungen in Masaya am 19. Juni. Er starb mit einer Gummischleuder in der linken Hand, ausgestreckt auf einer Straße im Viertel San Carlos. Die Polizei, wenige Meter e...
Durch Ignorieren werden die Länder der OAS zu Mittätern der Gräueltaten in Nicaragua: Amnesty
96
(Mexiko-Stadt, 5. Juni 2018, desinformémonos).- „Die Regierung von Präsident Ortega hat nicht die kleinste Bereitschaft gezeigt, ihrer Politik der systematischen und gewaltsamen Unterdrückung ein Ende zu setzen, die in weniger als zwei Monaten mehr als 100 Menschenleben gefordert hat - eine Zahl, die mit jedem Tag steigt. Wenn die Länder der Region die Verantwortung der nicaraguanischen Regierung für diese Gräueltaten ignorieren, werden sie zu Komplizen bei der stetigen Ermor...
Repression gegen die Proteste in Nicaragua geht weiter
253
(Montevideo, 2. Juni 2018, la diaria/poonal).- Wie geht es weiter mit den Machtverhältnissen in Nicaragua? Seit dem 18. April reagiert die Regierung von Daniel Ortega und seiner Ehefrau Rosario Murillo mit scharfen Waffen auf die weiter anschwellende Protestwelle. Diese wird von Student*innen und der Zivilgesellschaft getragen und hat die Unterstützung der Unternehmer*innen. Die Bischofskonferenz von Nicaragua hat den Dialogversuch, für den sie seit dem 15. April geworben ...
15 Tote nach Großdemo gegen Ortega
207
(Washington, 1. Juni 2018, democracy now).- Am Mittwoch, 30. Mai haben zehntausende Menschen in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua gegen die Regierung demonstriert. Daraufhin haben Anhänger des Präsidenten Daniel Ortega das Feuer auf die Demonstrant*innen eröffnet und mindestens elf Menschen getötet und 80 verletzt. Auch in anderen Landesteilen gab es Demonstrationen; dabei starben weitere vier Menschen, Dutzende wurden verletzt. Damit steigt die Zahl der Toten während d...