Mexiko

Gay-Aktivist in Guerrero ermordet


Quetzalcoatl Leija Herrera. Foto: zonafranca.mx(Fortaleza, 12. Mai 2011, adital).- In der Nacht zum 5.Mai wurde Gay-Aktivist Quetzalcóatl Leija Herrera in Chilpancingo, Guerrero, ermordet. Der Direktor des Zentrums für Studien und Projekte zur ganzheitlichen persönlichen Entwicklung Ceprodehi (Centro de Estudios y Proyectos para el Desarrollo Humano Integral) engagierte sich seit vielen Jahren für die Förderung und den Schutz der Rechte der Gay-Community.

Um vier Uhr morgens erhielt die Polizei einen Anruf, der von einer unbekannten Leiche in der unmittelbaren Nähe des ehemaligen Regierungspalastes im Zentrum von Chilpancingo berichtete. Der Körper von Leija Herrera wies Wunden am Kopf auf. Sie stammten von schweren Schlägen und hatten dem Forensischen Medizinischen Dienst zufolge seinen Tod verursacht.

Der Ermordete hatte in den letzten Jahren Aufmerksamkeit als Verteidiger der Rechte sexueller Minderheiten erhalten, so unter anderem mit einer Gesetzesinitiative “Ley de Sociedades de Convivencia” im lokalen Kongress im Jahre 2008. Diese erhielt jedoch keine Mehrheit. Andere Aktionen und Projekte widmeten sich der Aufklärung und HIV-Prävention sowie Öffentlichkeitsarbeit zu Rechten der LGBT-Community (LesbianGayBiTrans-Community).

CC BY-SA 4.0 Gay-Aktivist in Guerrero ermordet von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Interamerikanische Menschenrechtskommission verurteilt Morde an Aktivist*innen (Lima, 23. Juli 2018, servindi/poonal).- Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden in Kolumbien bereits über 120 Menschenrechtsverteidiger*innen und soziale Aktivist*innen ermordet. Diese Zahl ist doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Angesichts dessen zeigte sich die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH alarmiert und verurteilte die Morde. Die Fälle werden von der kolumbianischen Menschenrechtsorganisation Somos Defensores registri...
Oaxaca: Wahlbetrug von angeblichen Trans* Frauen (Mexiko-Stadt, 12. Juni 2018, cimacnoticias).- In Mexiko schreibt das Wahlgesetz seit 2014 vor, dass die Parteien 50 Prozent ihrer Listenplätze mit Frauen besetzen müssen. Die weiblichen mexikanischen Abgeordneten waren sehr erfolgreich damit, Quoten durchzusetzen- schon jetzt besetzen sie 43 Prozent der Sitze im Parlament. Diese Zahl, wie auch die der weiblichen Kommunalpolitikerinnen, soll mit der Wahl am 1. Juli noch einmal steigen. Noch nie hat es jedoch einen so dreis...
LGBTI-Community unter ständiger Attacke (Mexiko-Stadt, 19. Mai 2018, npl).- Am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Biphobie gab es für die LGBTI-Community in Mexiko wenig zu feiern. Laut der jüngsten Ausgabe des digitalen Dossiers „Letra S“ der Tageszeitung La Jornada, hat es im Zeitraum 2013 bis 2017 mindestens 381 Morde an Personen gegeben, die der LGBTI-Community angehörten oder ihr zugerechnet wurden. Die Zahlen beruhen auf einer reinen Presse-Auswertung von Letra S, die Dunkelziffer wird d...
Polizei bestätigt Mord an LGTBI-Aktivist*in in Río de Janeiro (Rio de Janeiro, 7. Mai 2018, telesur/poonal).- Vertreter*innen der örtlichen Polizei im brasilianischen Bundesstaat Río de Janeiro bestätigten am 7. Mai die Ermordung der Student*in und LGBTI-Aktivist*in Matheus/a Passareli. Passareli galt seit dem 29. April als vermisst. Nach Ansicht der Abteilung Personenfahndung der Polizei wurde der/die 21-jährige Passareli nach dem Betreten einer Favela im Norden der Stadt von einer Gruppe Krimineller ermordet. Bezüglich der Hinte...
Neue Erkenntnisse im Fall Ayotzinapa (Mexiko-Stadt, 24. April 2018, amerika21).- Mit zweieinhalbjähriger Verzögerung ist nun die Empfehlung der unter dem Kürzel GIEI bekannten unabhängigen Expertengruppe befolgt worden, die Textnachrichten eines in Chicago agierenden Drogenrings auszuwerten, um Aufklärung in den Fall der verschwundenen Studenten von Ayotzinapa zu bringen. Die GIEI war bei ihren Recherchen auf eine Strafanzeige der US-amerikanischen Drogenbehörde (DEA) aus dem Jahr 2014 gestoßen. In ihrem ersten ...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.