Mexiko

Gay-Aktivist in Guerrero ermordet


Quetzalcoatl Leija Herrera. Foto: zonafranca.mx(Fortaleza, 12. Mai 2011, adital).- In der Nacht zum 5.Mai wurde Gay-Aktivist Quetzalcóatl Leija Herrera in Chilpancingo, Guerrero, ermordet. Der Direktor des Zentrums für Studien und Projekte zur ganzheitlichen persönlichen Entwicklung Ceprodehi (Centro de Estudios y Proyectos para el Desarrollo Humano Integral) engagierte sich seit vielen Jahren für die Förderung und den Schutz der Rechte der Gay-Community.

Um vier Uhr morgens erhielt die Polizei einen Anruf, der von einer unbekannten Leiche in der unmittelbaren Nähe des ehemaligen Regierungspalastes im Zentrum von Chilpancingo berichtete. Der Körper von Leija Herrera wies Wunden am Kopf auf. Sie stammten von schweren Schlägen und hatten dem Forensischen Medizinischen Dienst zufolge seinen Tod verursacht.

Der Ermordete hatte in den letzten Jahren Aufmerksamkeit als Verteidiger der Rechte sexueller Minderheiten erhalten, so unter anderem mit einer Gesetzesinitiative “Ley de Sociedades de Convivencia” im lokalen Kongress im Jahre 2008. Diese erhielt jedoch keine Mehrheit. Andere Aktionen und Projekte widmeten sich der Aufklärung und HIV-Prävention sowie Öffentlichkeitsarbeit zu Rechten der LGBT-Community (LesbianGayBiTrans-Community).

CC BY-SA 4.0 Gay-Aktivist in Guerrero ermordet von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

2016: Zwischen Januar und Juli bereits 25 Journalist*innen ermordet Von Ernesto Carmona, Ciap-Felap*(Santiago, 2. August 2016, agenciadenoticias).- Nach den Statistiken der lateinamerikanischen Journalist*innenvereinigung CIAP-FELAP wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 25 Journalist*innen und Pressemitarbeiter*innen getötet: zehn in Mexiko sowie ein weiterer mexikanischer Journalist, der auf US-amerikanischem Boden ermordet wurde. Dazu kamen fünf in Guatemala, vier in Honduras, drei in Brasilien, einer in El Salvador sowi...
Lateinamerika: 2015 wurden 122 Umweltschützer*innen ermordet (Lima, 30. Juni 2016, noticias aliadas).- Im Jahr 2015 erreichte die Zahl der weltweit ermordeten Umweltschutzaktivist*innen einen neuen traurigen Höhepunkt. Die Organisation Global Witness spricht von einem Anstieg um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 122 der insgesamt 185 Todesopfer wurden in Lateinamerika ermordet. Brasilien wird von Global Witness als das gefährlichste Land eingeschätzt, hier wurden 50 Umweltaktivist*innen ermordet. Es folgen Kolumbien (26), Peru (12), Ni...
„Für uns ist es eine Wiedergeburt!“ – Regenbogengemeinde feiert neues Gesetz der Vielfalt Von Thomas Guthmann, Bolivien(Berlin, 24. Juli 2016, npl.-) Ende Juni fanden auch in Bolivien zahlreiche Paraden für sexuelle Vielfalt statt. Wie überall auf der Welt wird Ende Juni an die Ereignisse in der Christopher Street in New York erinnert. 1969 wehrten sich Schwule in Manhattan gegen Schikanen der Polizei. In Bolivien war die LGBTI Gemeinde dieses Jahr lauter als in den vergangenen Jahren. Der Grund liegt in einem Gesetz, dem Ley de Identidad, das im Mai mit ü...
Recht zur Geschlechtsidentität und CSD in Bolivien Im Bolivien wurde kürzlich das Recht zur Geschlechtsidentität gesetzlich verankert. Seit Mai kann jede selbst bestimmen, welchem Geschlecht er angehört. Auf dem CSD in El Alto und in La Paz wurde das neue Gesetz von der LGTBI-Bewegung und ihren Verbündeten gefeiert. Ihr nächstes Projekt: die gleichgeschlechtliche Ehe. Doch es gibt auch Widerstand gegen die neuen Rechte und Freiheiten für Schwule, Lesben und Trans*personen in dem südamerikanischen Land. Den poonal-Beitrag ...
onda-info 386 Hallo und willkommen zum onda-info 386. Wir beginnen mit drei Meldungen. Bei einem Gefängnisaufstand in Guatemala starb der wegen Mordes verurteilte Ex-Oberst Byron Lima Oliva. Onda-info beleuchtet die Hintergründe. In Washington wies ein internationales Schiedsgericht eine Klage des Tabakkonzerns Philip Morris gegen den uruguayischen Staat zurück. Dazu eine kurz Nachricht. Und weiter geht es nach Mexiko. Dort wurden die ersten Lizenzen zum Betreiben kommunaler, indigener Ra...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *