Mexiko

Fünf homosexuelle Paare sind verheiratet


(Buenos Aires, 12. März 2010, púlsar).- Zwei Männerpaare und drei Frauenpaare heirateten am vergangenen 11. März im Bundesstaat Mexiko (Distrito Federal). Die ersten Paare sind Ema und Janice, Daniel und Temístocles, Lol Kin und Judith, Jaime und David sowie Jesusa und Liliana.

Die Homo-Ehe war durch eine Änderung des Zivilrechts seitens der Regionalregierung im Dezember 2009 möglich geworden. Am vergangenen 4. März trat die entsprechende Änderung von sechs Artikeln des Zivilrechts des Bundesstaates Mexiko in Kraft. Besonders wichtig war vor allem die Änderung des Artikels 146. Dessen Wortlaut wurde von „eine frei gewählte Verbindung zwischen Mann und Frau“ in „eine frei gewählte Verbindung zwischen zwei Personen“ geändert und erlaubt seither die Ehe homosexueller Paare.

Die konservativen Regierungen einiger mexikanischer Bundesstaaten hatten die Gesetzesänderung kritisiert und juristische Schritte eingelegt. Der oberste Gerichtshof wies die Klagen jedoch als nicht zulässig zurück, da man nicht das Recht des einen Bundesstaates über das eines anderen stellen könne.

CC BY-SA 4.0 Fünf homosexuelle Paare sind verheiratet von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Oaxaca: Wahlbetrug von angeblichen Trans* Frauen Foto: Cimac/César Martínez López (Mexiko-Stadt, 12. Juni 2018, cimacnoticias).- In Mexiko schreibt das Wahlgesetz seit 2014 vor, dass die Parteien 50 Prozent ihrer Listenplätze mit Frauen besetzen müssen. Die weiblichen mexikanischen Abgeordneten waren sehr erfolgreich damit, Quoten durchzusetzen- schon jetzt besetzen sie 43 Prozent der Sitze im Parlament. Diese Zahl, wie auch die der weiblichen Kommunalpolitikerinnen, soll mit der Wahl am 1. Juli noch einmal steigen. ...
LGBTI-Community unter ständiger Attacke (Mexiko-Stadt, 19. Mai 2018, npl).- Am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Trans- und Biphobie gab es für die LGBTI-Community in Mexiko wenig zu feiern. Laut der jüngsten Ausgabe des digitalen Dossiers „Letra S“ der Tageszeitung La Jornada, hat es im Zeitraum 2013 bis 2017 mindestens 381 Morde an Personen gegeben, die der LGBTI-Community angehörten oder ihr zugerechnet wurden. Die Zahlen beruhen auf einer reinen Presse-Auswertung von Letra S, die Dunkelziffer wird d...
Polizei bestätigt Mord an LGTBI-Aktivist*in in Río de Janeiro Matheus/a Passareli ist tot. Foto: Telesur/Hugo Mingozzi (Rio de Janeiro, 7. Mai 2018, telesur/poonal).- Vertreter*innen der örtlichen Polizei im brasilianischen Bundesstaat Río de Janeiro bestätigten am 7. Mai die Ermordung der Student*in und LGBTI-Aktivist*in Matheus/a Passareli. Passareli galt seit dem 29. April als vermisst. Nach Ansicht der Abteilung Personenfahndung der Polizei wurde der/die 21-jährige Passareli nach dem Betreten einer Favela im Norden der Stadt ...
onda-info 428 Bei frostigen Temperaturen senden wir aus unserem Berliner Studio als erstes eine Nota aus Mexiko inklusive erwärmender Musik von Alerta Bacalar! Danach geht es weiter nach Brasilien, dieses gilt unter Flüchtenden wegen seiner Gastfreundschaft als ideales Fluchtland. Doch wer dort Asyl bekommt, ist oft mit vielerlei Vorurteilen konfrontiert. Derzeit sind es vor allem Menschen aus Venezuela, die die Grenze Richtung Brasilien überschreiten und – vorerst – bleiben wollen. Die Za...
Meilenstein für Ehe für Alle und Trans*Personen Von Markus Plate Foto: Voces Nuestras (Mexiko-Stadt, 17. Januar 2018, npl).- Gleichgeschlechtlich Heiraten ist nicht in Costa Rica. Adoption ohnehin nicht. Als Trans Person den Namen oder gar das Geschlecht im Personalausweis ändern schon mal gar nicht! Costa Rica ist der Verfassung nach katholisch und gesellschaftlich äußerst konservativ. Sowohl katholische wie auch evangelikale Kirchen haben über ihren Einfluss auf politische Entscheidungsträger bislang jeden Fortsch...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.