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von Nils Brock (Berlin, 07. September 2015, npl).- Im peruanischen Regenwald, nahe der brasilianisch-kolumbianischen Grenze, wird derzeit der Widerstand geprobt. In der Hauptrolle: die Cocama-Indigenas, die sich gegen die zunehmende Kanalisierung des Marañon-Flusses im Rahmen des Infrastrukturprojekts IIRSA zur Wehr setzen. IIRSA, das ist ein markliberaler Masterplan, um die Infrastruktur Südamerikas für Extraktivismus und Monokultur zu optimieren. Gegenstimmen finden oft ke...
Größenwahn auf südamerikanisch – die Infrastrukturinitiative zur regionalen Integration Südamerikas (IIRSA)
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von Eva Völpel(Berlin, 19. November 2009, npl).- Im August 2000 einigten sich in Brasília die Staatschefs der 12 südamerikanischen Länder auf ein neues Infrastrukturvorhaben zur regionalen Integration Südamerikas, kurz: IIRSA (Iniciativa para la Integración de la Infraestructura Regional Suramericana). IIRSA ist, man kann es nicht anders sagen, ein Megaprojekt gigantischen Ausmaßes: Von Nord nach Süd und Ost nach West sollen zwölf sogenannte Infrastruktur– und Entwicklu...
Brasilien: Ex-Präsident Temer verhaftet
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(São Paulo, 21. März 2019, Brasil de Fato).- Die Einsatzkräfte der Operation Lava Jato (Anti-Korruption) haben am 21. März den brasilianischen Ex-Präsidenten Michel Temer in São Paulo verhaftet. Der Ex-Minister für Bergbau und Energie Moreira Franco wurde auch festgenommen, allerdings in Rio de Janeiro. Richter Marcelo Bretta von der siebten Strafkammer von Rio hat die Haftbefehle ausgestellt. Gegen Temer wird im Rahmen der Operation Lava Jato wegen Korruption, Geldwäsche u...
Indigene Rechte: Juristische Rückschritte und Einsatz der politischen Macht
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(Mexiko-Stadt, 19. Februar 2019, La Jornada).- Wenn wir von der Beziehung des mexikanischen Präsidenten zu den indigenen Völkern, deren Territorien von Megaprojekten bedroht sind, sprechen, dann besteht ein Klima der Polarisierung und offener Konfrontation. Ich erwähne absichtlich den Regierungschef und nicht seine Ministerien oder die Unternehmen. Denn er stellt sich als Person in den Mittelpunkt seiner politischen Machtausübung, in der Gewissheit, dass 30 Millionen Wähler*i...
Indigener Aktivist vor Abstimmung über Kraftwerk Huexca ermordet
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(Mexiko-Stadt, 22. Februar 2019, npl).- Am 20. Februar wurde der indigene Aktivist und Umweltschützer Samir Flores Soberanes vor seinem Haus in Amilcingo im Bundesstaat Morelos erschossen. Flores Soberanes war Mitglied der Volksfront zur Verteidigung von Land und Wasser in Morelos FPDTA (Frente de Pueblos en Defensa de la Tierra y del Agua de Morelos), die sich gegen den Bau des Wärmekraftwerks Huexca und einer dazu gehörigen Gaspipeline einsetzte. Beide sind Teil des von der...