Kuba

FAO vergibt Bestnoten für Kubas Waldschutz


Wald in der Sierra Maestra / Effervescing Elephant, Flickr(Lima, 20. April 2011, noticias aliadas).- Kuba hat in Lateinamerika und der Karibik die meisten als Schutzgebiete ausgewiesenen Wälder. Dies geht aus der Studie „Situation der Wälder in der Welt 2011“ hervor, die von der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO vor kurzem veröffentlicht wurde.

Wiederaufforstungsprogramm seit 1990

Die Karibikinsel verfolgt bereits seit 1998 ein Wiederaufforstungsprogramm mit dem es gelungen ist, die Waldfläche der Insel auf 2,87 Mio. Hektar zu erhöhen. Gegenwärtig sind rund 26 Prozent der Landesfläche von Wald bedeckt. Jährlich sollen 57.000 Hektar neu bepflanzt werden, so dass die bewaldeten Flächen der Insel im Jahr 2015 mehr als 29 Prozent betragen wird. Damit ist Kuba eines von zwölf Ländern, die weltweit die meisten Bäume pflanzen.

Nach den Worten von Carlos Alberto Díaz Maza, Direktor des Nationalen Forstamtes und Leiter der Nationalen Kommission für die Wiederaufforstung, stünden 60 Prozent der Wälder unter Schutz, „und dienen dem Erhalt unserer Küsten, unserer Wassereinzugsgebiete und Böden sowie der Naturschutzgebiete“. Trotzdem man im weltweiten Vergleich gut dastehe, sei es jedoch wichtig, die Wälder weiter zu pflegen und vor Waldbränden zu schützen, so der Experte.

Mehr Schutzgebiete in der Karibik

Die größten Waldflächen in Lateinamerika und der Karibik gibt es laut der FAO-Studie in Kolumbien, Peru und Venezuela, mit 84 Prozent der Gesamtfläche. Trotzdem gingen aufgrund von Verstädterung und landwirtschaftlicher Nutzung in Mittel- und Südamerika große Waldflächen verloren. In der Karibik sind die Waldflächen seit 1990 insgesamt gleich geblieben – was laut FAO auf die Aufforstung in Kuba zurückzuführen ist.

„Die Waldgebiete, die dem Bodenschutz und dem Erhalt von Wasserressourcen dienen, machen sieben Prozent der gesamten Waldgebiete der Region [Lateinamerika und Karibik] aus, während es weltweit acht Prozent sind. Diese Gebiete haben leicht zugenommen zwischen 1990 und 2010 (0,83 Prozent); die Ursache für den Anstieg insgesamt ist die Zunahme von Schutzgebieten in der Karibik auf 64 Prozent. Die Länder mit den größten Anteilen an Wäldern, die Schutzfunktionen dienen, sind Kuba, Chile, Ecuador, Trinidad und Tobago sowie Honduras“, heißt es in dem Bericht der FAO.

CC BY-SA 4.0 FAO vergibt Bestnoten für Kubas Waldschutz von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Mitsprache statt Urbanisierung von oben – Das Viertel Villa Las Américas kämpft für ein Recht auf Stadt Von Juan Ortega, Eco Graffiti in Talca, bunt auf Beton / Foto: Mig Rod, cc-by-nd-2-0 (Talca, 13. Oktober 2017, eco-poonal).- Talca, das heißt auf Mapudungun, der Sprache der Mapuche-Indigenas, „Donner.“ Der Name stand auch Pate für eine 1692 gegründete chilenische Provinzhauptstadt. Umringt von Weinbergen und endlosen Obstplantagen, 240 Kilometer südlich von Santiago gelegen, war Talca lange Zeit stolz auf seine koloniale Architektur. Doch im Jahr 2010 traf die Stadt e...
Angriff auf Aktivisten gegen Wasserkraftwerk in Honduras Von Daniela Dreißig Martín Fernández, Generalkoordinator der Menschenrechtsorganisation "Breite Bewegung für Würde und Gerechtigkeit" (MADJ) aus Honduras / Foto: privat (09. August 2017, amerika21).- Am  Freitag, 4. August sind in Honduras Martín Fernández, Generalkoordinator der Menschenrechtsorganisation "Breite Bewegung für Würde und Gerechtigkeit" MADJ (Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia) und Oskar Martínez, Mitglied der MADJ, von etwa 20 bewaffneten M...
Bergbaufreie Zone in Guerreros Hochland Von Gerold Schmidt Herlinda Solano will keinen Bergbau auf dem Territorium der Gemeinde / Foto: MR-Zentrum Tlachinollan (desinformemonos) (Mexiko-Stadt, 26.Juli 2017, npl).- Die me'phaa-Gemeinde San Miguel del Progreso (von den me'phaa selbst Júba Wajíin genannt) im Bundesstaat Guerrero erreichte in ihrem Kampf gegen Bergbaukonzerne einen Urteilsspruch, der von Expert*innen als „historisch“ eingestuft wird. Die zuständige Richterin am Distriktgericht in Chilpancingo, d...
Abgestimmt: Die Gemeinden Pijao und Arbeláez wollen keinen Bergbau Die Kleinstadt Pijao / Foto: Camilio hdo, cc by-nc-nd-2.0 (Lima, 28. Juni 2017, noticias aliadas).- Zwei Gemeinden Kolumbiens haben sich bei einem Volksentscheid am 9. Juli gegen die Förderung von Erdöl und den Bergbau insgesamt auf ihren Territorien ausgesprochen. Bei einer Abstimmung der Bürger*innen in Pijao in der zentralkolumbianischen Provinz Quindío und in der ebenfalls in Zentralkolumbien gelegenen Gemeinde Arbeláez (Provinz Cundinamarca) votierten die Einwohner*i...
Kubas Strände schwinden Kubas Strände fallen zunehmend schmaler aus - schützende Mangrovenwälder sind kaum noch vorhanden / Foto: k@mphuis, cc-by-nc-nd-2-0 (Lima, 28. Juni 2017, noticias aliadas).- Kuba hat einen Rückgang seiner Küstenstrände um 1,2 Meter jährlich festgestellt. Anzeichen von Erosion gebe es an 82 Prozent der 499 Stränden des Landes. Dies geht aus einer Studie des kubanischen Ministeriums für Wissenschaft, Technik und Umwelt hervor, die am vergangenen 5. Juni, dem Weltumwelttag, ...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.