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Amtsenthebungsverfahren für Rousseff rückt näher Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 29. März 2016, npl).- Es wird eng für Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff. Ihr wichtigster Koalitionspartner, die Mitte-Rechts-Partei PMDB, hat die Koalition verlassen. Ihre ohnehin angeschlagene Regierung verliert damit die Mehrheit im Kongress. Vor allem aber steigen damit die Erfolgsaussichten des Amtsenthebungsverfahrens, das die Opposition gegen Rousseff auf den Weg gebracht hat. Tourismusminister Henrique Alves war der erste...
Korruptionsskandal um Gammelfleisch Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 19. März 2017, taz).- Den Brasilianer*innen, in ihrer großen Mehrheit überzeugte Fleischliebhaber*innen, dreht sich der Magen um. Razzien bei Fleischbetrieben brachten ans Tageslicht, was in Teilen der Branche üblich ist: Bei abgelaufener Haltbarkeit wird das möglicherweise verdorbene Fleisch einfach neu verpackt und verkauft, mit krebserzeugenden Chemikalien werden eklige Gerüche unterdrückt, Wasserspritzen blähen das Gewicht der Stea...
Odebrecht-Affäre stellt politische Klasse Brasiliens an den Pranger Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 15. März 2017, taz).- „Wir stehen vor der traurigen Tatsache, dass die Demokratie unter Beschuss steht,“ sagte Brasiliens Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot und übergab dem Obersten Gerichtshof kistenweise Beweismaterial und eine höchst brisante Liste. Sie zählt die Politiker*innen auf, die von dem skandalträchtigen Baukonzern Odebrecht Bestechungsgeld erhalten haben sollen – eigentlich das gesamte Establishment in Brasilia: Mindestens ...
40 tote Jugendliche, drei Festnahmen (Berlin, 14. März 2017, poonal).- Nach dem verheerenden Brand in einem staatlichen Jugendheim in Guatemala am Morgen des 8. März ist die Zahl der Todesopfer auf 40 gestiegen. Alle Opfer sind Mädchen, meist zwischen 13 und 16 Jahren alt. Weitere zehn liegen noch im kritischen Zustand im Krankenhaus. Das Heim Hogar Seguro Virgen de la Asunción in San José Pinula in der Nähe der Hauptstadt Guatemala-Stadt war mit rund 800 Jugendlichen überfüllt; zudem hat es seit Jahren Hinwe...
Ausmaß der Wirtschaftskrise ist dramatisch Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 9. März 2017, taz).- „In den Zeitungen steht, es geht bergauf, das Schlimmste sei überstanden. Ich sehe davon nichts, im Gegenteil.“ Sergio Fonseca zählt auf: Du siehst viel mehr Menschen auf der Straße wohnen, es wird mehr geschnorrt, viele meiner Bekannten haben ihren Job verloren, alle sparen – billigere Lebensmittel, Verzicht auf Krankenversicherung, statt Bus jetzt zu Fuß gehen. Fonseca ist Pfleger in einem Kinderkrankenhaus und m...

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