Das könnte dich auch interessieren

Historischer Moment ‒ Friedensabkommen für Kolumbien Von Ani Dießelmann (26. August 2016, amerika21).- Die Delegierten der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens Farc (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) haben in der kubanischen Hauptstadt Havanna ein 297 Seiten umfassendes endgültiges Friedensabkommen unterzeichnet. Anwesend waren die Garanten aus Kuba und Norwegen sowie der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla. Damit sind formal die fast vier Ja...
Kolumbien: Frieden? Doch was kommt dann? Die Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation FARC dauern nun schon drei Jahre. Begleitet von großer medialer Aufmerksamkeit schüren die bisherigen Fortschritte bei den Verhandlungen die Hoffnung, dass bereits im März 2016 ein Friedensvertrag zwischen beiden Seiten unterschrieben werden könnte, der einen formellen Schlussstrich unter diesen mehr als 50 Jahre währenden Konflikt ziehen soll. Doch was kommt dann? Der "Congreso de l...
Rauchsignale Gleichzeitig bezichtigte Santos Kolumbiens zweitgrößte Guerillaorganisation ELN (Ejército de Liberación Nacional), ihre "kriminellen Aktivitäten" ausgeweitet zu haben, obwohl diese ihr Interesse an Verhandlungen mit der Regierung bekundet habe. "Deshalb werden wir unsere militärischen und polizeilichen Operationen gegen diese ausweiten", so der Präsident. Während sowohl Teile der Opposition als auch Generalstaatsanwalt Alejandro Ordóñez die Ankündigung über eine Einstellung d...
Bergbau in Kolumbien: Gefahren, Illegalität und Armut Gefährliche Arbeitsbedingungen Illegaler Bergbau, der 60 Prozent der Förderung Kolumbiens darstellt (in Bogotá ist der Großteil der Baustellen illegal), hat von 2008 bis 2011 den Tod von mehr als 216 Personen verursacht. Allein 2014 starben mehr als 80 Bergarbeiter, einschließlich der jüngsten Tragödie am 30. Oktober: In der Kohlemine der Stadt Amagá im Departament Antioquia, 240 Kilometer von Bogotá entfernt, wurden zwölf Männer aufgrund von Überschwemmungen nach einer Explo...
Wohnkooperativen in Uruguay – 40 Jahre Erfahrung mit kollektivem Aufbau und Widerstand von Flor Goche - Desinformémonos (Montevideo, 27. Oktober 2015, comcosur).- In Uruguay gibt es 15.000 Familien, die in gemeinsam aufgebauten und selbstverwalteten Wohnprojekten leben. Die Häuser werden in Gemeinschaft errichtet, danach werden sie unter denjenigen ausgelost, die bei den Bauarbeiten mit angepackt hatten. Die als Kooperativen organisierten Wohnprojekte haben ihren Ursprung in den 1970er Jahren zu Zeiten der Diktatur. Wer damals begann, sich in einer der W...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.