Guatemala

Erneut Proteste gegen Wasserkraftwerke


(Fortaleza, 19. Mai 2009, adital).- Anwohner*innen von neun Ortschaften im guatemaltekischen Munizip San Agustín Lanquin, in der Region Alta Verapaz, verlangen von der Regierung die Einstellung von Arbeiten an der Erweiterung mehrerer Wasserkraftwerke. Diese würden dazu führen, dass sich die natürlichen Ressourcen der Gemeinden verminderten und die Ernten gefährdet seien.

Vicente Sarquic, Vertreter der Vereinigung für eine nachhaltige Entwicklung in Lanquín, kritisierte, die Arbeiten für ein Wasserkraftwerk in der Region hätten begonnen, ohne dass die Bevölkerung darüber konsultiert worden sei. Man habe angefangen, 10.000 Kubikmeter Steine aus dem Fluss Lanquín zu holen, die Bauarbeiten beschädigten die Fora und Fauna in der Region.

Mit Arbeitern der Wasserkraftwerke Renace, La Hacienda u. der Zentral Entre Ríos, die auf dem Gebiet einer Finca stehe, habe es bereits Auseinandersetzungen gegeben. Die Bewohner*innen sehen sich in ihrer Haltung durch den Umstand gestärkt, dass das Munizip San Agustín Lanquín 1956 zum Nationalparkt und 1997 zum Erbe der Menschheit erklärt wurde.

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