Paraguay

Erneut Landwirt in Concepción erschossen


von Coordinación Cono Sur

paraguay asesinato Prieto. Foto: Pulsar(Buenos Aires, 08. Oktober 2013, púlsar).- Am Montag, 7. Oktober, wurde Juan Hermes Prieto in der paraguayischen Stadt Yvy Yaú, Department Concepción, erschossen. Er befand sich auf der Straße 5, als ihn zwei Männer stoppten und mit mehreren Schüssen niederstreckten. Erst im August wurde in Yvy Yaú der Bauer Lorenzo Areco auf dieselbe Weise umgebracht. Juan Prieto ist bereits der fünfte Landwirt, der in den vergangenen zwölf Monaten im Department ermordet worden ist.

Das vorletzte Opfer im Department Concepción, das im Norden Paraguays liegt, war der Landarbeiter Inocencio Sanabria. Er wurde Mitte September ebenfalls von zwei Attentätern in seinem eigenen Haus im Dorf Arroyito mit Schüssen niedergestreckt. Dabei wurde auch sein Sohn schwer verletzt.

Widerstand gegen Sojaanbau als Tatmotiv vermutet

Sanabria war Sprecher einer örtlichen Organisation, die sich gegen den großflächigen Sojaanbau in dem Gebiet wehrt. In demselben Viertel wurde bereits im Februar der Bauer Benjamin Lescano ermordet.

Marciano Jara vom Bündnis für die Verteidigung des Lebens und die Souveränität von Concepción kritisierte gegenüber dem Nachrichtenportal E’a dass in den Mordfällen an Bauernaktivisten in diesem Department nicht ermittelt werde.

 

 

CC BY-SA 4.0 Erneut Landwirt in Concepción erschossen von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

2016: Zwischen Januar und Juli bereits 25 Journalist*innen ermordet Von Ernesto Carmona, Ciap-Felap*Protestaktion gegen Morde an Journalist*innen in Veracruz. Foto: Agenciadenoticias/Cuartooscuro(Santiago, 2. August 2016, agenciadenoticias).- Nach den Statistiken der lateinamerikanischen Journalist*innenvereinigung CIAP-FELAP wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 25 Journalist*innen und Pressemitarbeiter*innen getötet: zehn in Mexiko sowie ein weiterer mexikanischer Journalist, der auf US-amerikanischem Boden ermordet wur...
Lateinamerika: 2015 wurden 122 Umweltschützer*innen ermordet (Lima, 30. Juni 2016, noticias aliadas).- Im Jahr 2015 erreichte die Zahl der weltweit ermordeten Umweltschutzaktivist*innen einen neuen traurigen Höhepunkt. Die Organisation Global Witness spricht von einem Anstieg um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 122 der insgesamt 185 Todesopfer wurden in Lateinamerika ermordet. Brasilien wird von Global Witness als das gefährlichste Land eingeschätzt, hier wurden 50 Umweltaktivist*innen ermordet. Es folgen Kolumbien (26), Peru (12), Ni...
UNO fordert Aufklärung der Morde an Indigenen Die berüchtigte Spezialeinheit der Polizei, ESMAD, wird für drei Todesopfer verantwortlich gemacht. Foto: Telesur/Contagioradio(Caracas, 9. Juni 2016, telesur).- Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat die kolumbianische Regierung aufgefordert, den Tod von drei Indigenen aufzuklären, die seit dem Beginn der landesweiten Streikaktion Minga Agraria am 30. Mai ums Leben gekommen sind. “Diese Vorfälle müssen von den Justizbehörden vollständig aufgeklärt werden; wir ...
onda info 382 Hallo und Willkommen zum onda-info 382! Unsere Sendung diesmal mit Meldungen und Beiträgen zu folgenden Themen und Ländern Lateinamerikas: Mexiko I: Dort hat sich ein breites Bündnis indigener Gemeinden und sozialer Organisationen gegründet, um gemeinsam für die Verteidigung von "Mutter Erde" einzutreten. Mexiko II: Das Zapothekendorf Capulalpam de Méndez zeigt, wie man sich erfolgreich gegen Bergbaukonzerne wehrt. Zentralamerika: Immer mehr Frauen begeben sich auf die gefä...
Menschenrechtsverbrechen in Honduras: Wer steht dahinter? Demonstration in TegucigalpaAm 3.März 2016 wurde in Honduras Berta Cáceres, eine der bekanntesten Menschenrechtsaktivistinnen ermordet. Die Ermittlungen verliefen bislang schleppend, nun hat die Staatsanwaltschaft vier Tatverdächtige festnehmen lassen. Mitglieder der Indigenenorganisationen COPINH, deren Koordinatorin Berta Cáceres war, sind aber der Meinung, dass es sich bei den Festgenommenen allenfalls um die materiellen Täter, nicht aber um die Auftraggeber des Morde...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.