Honduras

Erneut Kleinbauer in Region Bajo Aguán ermordet


Foto: telesur(04. September 2011, amerika21.de/radio laprimerisima).- In Honduras dauern die Morde an Kleinbauern und Kleinbäuerinnen an, die sich in Konflikten mit lokalen Großgrundbesitzer*innen befinden. Am Morgen des 2. Septembers wurde der Kleinbauer Olvin David González Godoy in der Region Bajo Aguán ermordet.

 

Die Leiche des 24-Jährigen wurde am frühen Morgen auf dem Weg zu der Kooperative Marañones gefunden. González selbst gehörte der Bauern-Kooperative “21 de Julio” an, die ihrerseits Teil der Vereinigten Bauernbewegung von Aguán MUCA (Movimiento Unificado Campesino del Aguán) ist. Nach Aussage eines Aktivisten der Organisation wollte der Getötete seine Mutter in der Stadt San Pedro Sula besuchen.

Laut MUCA bestehe kein Zweifel, dass der Mord mit dem ungelösten Agrarkonflikt in der Region zusammenhängt. Schuld an der Gewalt in Bajo Aguán seien die soziale Ungerechtigkeit und die offenkundige Straflosigkeit aufgrund der Untätigkeit der staatlichen Behörden.

Die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen betonen weiterhin, die Militarisierung der Region sei keine Lösung des Konfliktes, sondern verschärfe diesen, wie sich an der erhöhten Anzahl der Morde an führenden Bauernaktivist*innen und an den weiterhin täglich stattfindenden paramilitärischen Übergriffen zeige.


Das könnte dich auch interessieren

Kurznachrichten – Migrationsgesetz verschärft (Lima, 6. Februar 2017, noticias aliadas).- Am 30. Januar hat der argentinische Präsident Mauricio Macri das Migrationsgesetz per Dringlichkeitsdekret verschärft (mit dem „decreto de necesidad y urgencia“ kann ein Gesetz ohne die Zustimmung des Kongresses verabschiedet werden, Anm. d. Ü.). Er setzte strengere Kontrollen durch, die die Einreise von vorbestraften Personen verhindern und die Abschiebung von Migrant*innen beschleunigen soll, die sich innerhalb des argentinischen ...
„Die Bauernbewegung ist von Paramilitärs unterwandert“ Von Giorgio Trucchi, REL-UITA (Quito/Tegucigalpa, 07. November 2016, alai).- Das Nationale Agrarinstitut INA (Instituto Nacional Agrario) ist von massiven Kürzungen betroffen: Der Personalbestand wurde um 50 Prozent reduziert, ein Regionalbüros sowie 18 Büros verschiedener Sektoren geschlossen. Damit scheint das Scheitern der Landreform in Honduras besiegelt. Gleichzeitig erreicht die Gewalt gegen die Bauernbewegung im Aguán-Tal einen neuen Höhepunkt. Am 3. November...
2016: Zwischen Januar und Juli bereits 25 Journalist*innen ermordet Von Ernesto Carmona, Ciap-Felap* (Santiago, 2. August 2016, agenciadenoticias).- Nach den Statistiken der lateinamerikanischen Journalist*innenvereinigung CIAP-FELAP wurden in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 25 Journalist*innen und Pressemitarbeiter*innen getötet: zehn in Mexiko sowie ein weiterer mexikanischer Journalist, der auf US-amerikanischem Boden ermordet wurde. Dazu kamen fünf in Guatemala, vier in Honduras, drei in Brasilien, einer in El Salvador sowi...
Lateinamerika: 2015 wurden 122 Umweltschützer*innen ermordet (Lima, 30. Juni 2016, noticias aliadas).- Im Jahr 2015 erreichte die Zahl der weltweit ermordeten Umweltschutzaktivist*innen einen neuen traurigen Höhepunkt. Die Organisation Global Witness spricht von einem Anstieg um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 122 der insgesamt 185 Todesopfer wurden in Lateinamerika ermordet. Brasilien wird von Global Witness als das gefährlichste Land eingeschätzt, hier wurden 50 Umweltaktivist*innen ermordet. Es folgen Kolumbien (26), Peru (12), Ni...
Zeuge: Cáceres wurde von Soldaten ermordet (Caracas, 21. Juni 2016, telesur/poonal).- Der ehemalige Oberfeldwebel Rodrigo Cruz war Mitglied einer Sondereinheit der Armee in Honduras. Nach einem Bericht des britischen Guardian vom 21. Juni habe die Einheit von Cruz den Befehl erhalten, mehrere Führungspersonen sozialer Bewegungen in Honduras zu ermorden. Eine davon soll die Umweltaktivistin Berta Cáceres gewesen sein. Rodrigo Cruz erklärte, ihr Name sei auf einer schwarzen Liste gewesen; die honduranischen Militärs hät...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.