Guyana Mexiko

Erdölförderung mit kanadischer Plattform


von Diony Sanabia Abadia

Erdlplattform in Brasiliens Gewässern / Glauco Umbelino, Flickr(Havanna, 04. Januar 2012, prensa latina).- Ende dieses Monats soll eine halbtauchbare Erdölplattform aus Kanada in Guyana eintreffen, mit der die Erdölförderung aus dem Meeresboden begonnen werden kann, meldeten lokale Medien am 4. Januar. Die Plattform Ocean Saratoga wird ihre Arbeit in der Zone Águila 1 aufnehmen, wo das Meer rund 75 Meter tief ist.

US-amerikanische geologische Studien hatten bereits vor 12 Jahren ergeben, dass im Becken Guyana-Surinam rund 15 Mio. Barril (ca. 2,4 Mio Kubikmeter) Erdöl lagern. Diese sind bis jetzt noch nicht gefördert worden.

Der Förderung liegt ein Vertrag mit der Diamond Offshore Drilling Inc. zugrunde, die ein Tochterunternehmen der kanadischen CGX Energy Inc. ist. Nach Angaben des Direktors von Diamond, Stephen Hermeston, wurde die Plattform bis Ende 2011 im Golf von Mexiko eingesetzt.

Staat will Erdölförderung vorantreiben

Nach Angaben des Portals guyanachronicleonline.com ist Guyana bemüht, seine Ölförderung auszubauen. Die Plattform sei bereits im vergangenen Jahr angefordert worden, sie sei jedoch nicht verfügbar gewesen. CGX verfüge über drei Lizenzen zur Erdölförderung in Gewässern. Binnen 60 Tagen könnten die noch notwendigen geologischen Untersuchungen abgeschlossen sein, so das guyanische Online-Portal.

Die Firma hat auch Ambitionen, in der Zone Jaguar 1 zu fördern. Sie hält dort Anteile von 25 Prozent mit den Partnern Repsol Exploración S.A, YPF Guyana Limited y Tullow Guyana BV.

CC BY-SA 4.0 Erdölförderung mit kanadischer Plattform von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Indigene leiden unter Ölpest (Mexiko-Stadt, 14. Februar 2016, desinformémonos).- Wieder hat es in Peru eine Ölpest gegeben. Am 25. Januar liefen rund 2.000 Barrel Erdöl in den Fluss Marañón im peruanischen Amazonasgebiet, von dem tausende Indigene abhängig sind. Das Erdöl wird vom Staatsbetrieb Petroperú gefördert, der sich nach Angaben der Indigenen nicht an die Vorschriften halte. “Etwa 80 indigene Gemeinden und Dörfer der Amazonasregion sind von dem ausgelaufenen Rohöl besonders betroffen”, erklärte d...
Gutes Leben statt schwarzem Gold von Nils Brock, Sarayaku (03. Dezember 2015, npl).- Ecuador war lange Zeit bekannt als „Nachspeisennation“. Doch Bananen und Kakao wurden in den 1970er Jahren von einem anderen Exportschlager verdrängt. Erdöl. Diktatoren, Neoliberale, Sozialisten des 21. Jahrhunderts – sie alle feierten und feiern das schmutzige Schmiermittel nationaler Entwicklung. Doch welcher Nation eigentlich? Zwar hat sich Ecuador 1996 zum plurinationalen Staat erklärt, die Mitbestimmung und Selbstbesti...
Ölbohrungen bedrohen Korallenriffe (Lima, 14. Mai 2015, noticias aliadas).- Die Regierung von Belize erwägt, Einschränkungen für die Erdölindustrie auf nahezu dem gesamten Meeresterritorium des mittelamerikanischen Landes aufzuheben. Die neuen Regelungen würden eine Bedrohung für die Korallenriffe bedeuten. Die Meeresschutzorganisation Oceana warnt außerdem vor Folgen für den Fischfang und den Tourismus in Belize. Sollten die Pläne Wirklichkeit werden, so wären fast 99 Prozent des Meeresterritoriums freigegebe...
Die Ära des Petro-Yuan von Oscar Ugarteche* y Ariel Noyola** (Quito, 10. Januar 2014, alai).- Das 21. Jahrhundert ist Zeuge eines zunehmenden Kampfes zwischen Großmächten um die Kontrolle strategischer Rohstoffe (Minerale, Wasser, Biodiversität und jegliche Primärenergiequellen) sowie der Schaffung neuer Devisen. China, das laut der kurzfristigen Messungen der Internationalen Energieagentur IEA vom 10. Oktober vergangenen Jahres bereits zum weltweit größten Erdölimporteur geworden ist, wird dabei ...
NGO Fundación Pachamama will rechtliche Schritte gegen ihre Schließung einleiten von Ricardo Marapi Salas (Buenos Aires, 05. Dezember 2013, púlsar-poonal).- Die im Umweltbereich tätige Nichtregierungsorganisation „Fundación Pachamama“ will rechtliche Schritte gegen ihre Schließung am vergangenen 4. Dezember einleiten. Das ecuadorianische Umweltministerium hatte das Büro mit der Begründung geschlossen, die Organisation habe „die innere Sicherheit und den öffentlichen Frieden“ im Land angegriffen und damit gegen ihre Satzung verstoßen. Regierung wirft Pac...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *