Bolivien

Epidemie-Alarm wegen Beulenpest


(Venezuela, 25. August 2010, telesur).- Die Gesundheitsbehörden des Departments von La Paz SEDES (Servicio Departamental de Salud) haben am 24. August Epidemie-Alarm ausgelöst, nachdem der Tod eines 14-jährigen Jungen an der Beulenpest bestätigt wurde. Die Krankheit sei in Gemeinden im Grenzgebiet zu Peru ausgebrochen, erklärte der Leiter der epidemiologischen Abteilung in La Paz, René Barrientos. Er bestätigte, dass es noch drei weitere Erkrankungsfälle in der Gemeinde Apolo gebe, bei denen die Beulenpest vermutet wird. Man habe zu dieser Maßnahme gegriffen, um die Ausbreitung der Krankheit durch reisende Personen zu verhindern, erklärte der Funktionär.

Außerdem werden in Koordination mit dem Gesundheitsministerium Spezialteams nach Apolo und in 14 umliegende Gemeinden entsendet, um die Pest zu bekämpfen. Etwa 5.000 Personen sollen in den kommenden 10 Tagen durch den Einsatz von Pestiziden und Schädlingsbekämpfungsmitteln geschützt werden.

Die Beulenpest wird durch Flöhe von Ratten oder Hasen auf den Menschen übertragen. Bei rechtzeitigem Einsatz von Medikamenten und richtiger Diagnose ist die Krankheit gut zu behandeln. Auslöser ist das Bakterium yersinia pestis.

Im Nachbarland Peru waren in den vergangenen zwei Monaten drei Personen an der Pest gestorben. Laut WHO ist die Krankheit in der peruanischen Region La Libertad, im Norden des Landes, seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt und breche immer wieder aus. Nach offiziellen Angaben sind die bolivianische Gemeinde Apolo sowie sieben weitere Gemeinden an der Grenze zu Peru die einzigen Regionen in Bolivien, in denen die Pest vorkommt. Dies liege an den geographischen Gegebenheiten und dem Vorkommen von Nagetieren in der Region.

CC BY-SA 4.0 Epidemie-Alarm wegen Beulenpest von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Gensoja – Beobachtungsstelle eingerichtet Von Redaktion Desinformemonos(Mexiko-Stadt, 14. April 2016, desinformemonos).- Auf schriftlichen Wunsch mehrerer indigener Gemeinden wurde die Beobachtungsstelle für die Konsultation der Mayas (Misión de Observación para la Consulta Indígena Maya) gegründet. Die Beobachtungsstelle soll den Prozess der Konsultation der Mayas über den Anbau von gentechnisch verändertem Soja in den Bundesstaaten Yucatán und Campeche im Südosten Mexikos begleiten und kontrollieren.Die...
Lepra breitet sich aus – weltweit zweithöchste Neuerkrankungsrate Von Paolo Moiola (Interview)(Lima, 7. April 2016, noticias aliadas-poonal).- Lepra kann Menschen entstellen und verkrüppeln. Nicht nur den Erkrankten droht die gesellschaftliche Marginalisierung, auch ihren Angehörigen. Brasilien ist nach Indien das Land, in dem nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die meisten Neuerkrankungen auftreten: 2014 waren es 31.064, von weltweit knapp 214.000 Fällen. Schätzungsweise ein bis zwei Millionen Menschen sind von der Inf...
Zika-Virus löst Debatten über Olympia-Teilnahme aus von Andreas Behn(Rio de Janeiro, 15. Januar 2016, taz).- Wirtschaftskrise, Sparmaßnahmen und jetzt auch noch der Zika-Virus – keine guten Vorzeichen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. „Wenn die Spiele heute wären, würde ich nicht teilnehmen“, sagte Hope Solo, Torhüterin des US-Frauenfußballteams, zu Beginn dieser Woche der Zeitung Sports Illustrated. Auch wenn Brasiliens Regierung beteuert, dass Zika keine Bedrohung für Olympia darstellt, löst der mysteriös...
La Paz: Gemeinschaft säen – Der Nachbarschaftsgarten Lak´a Uta Wer meint, in der Andenstadt La Paz auf fast 4.000 Metern Höhe könne man kein Gemüse anbauen, täuscht sich. Das beweist seit gut einem Jahr die Stiftung Fundación Alternativas, die an einem Steilhang am Rand der Stadt einen Gemeinschaftsgarten ins Leben gerufen hat. Doch neben Spinat und Brokkoli zur Ernährungssicherung wächst dort auch ein soziales Netzwerk. Weitere Infos: http://www.alternativascc.org/ bpb: Menschenrecht auf Nahrung bpb: Ernährungssicherheit fian: ernährung...
Gericht verhindert Entkriminalisierung der Abtreibung (Fortaleza, 23. Dezember 2015, adital).- Nach der Annullierung der Strafrechtsreform bleibt der Schwangerschaftsabbruch in der Dominikanischen Republik auch weiterhin uneingeschränkt eine Straftat. Präsident Danilo Medina hatte am 19. Dezember 2014 die umfassende Reform des Strafrechts verkündet und damit die Einstufung der Abtreibung als Straftat in drei Fällen aufgehoben: Wenn die Schwangerschaft eine Risiko für das Leben oder die Gesundheit der Mutter darstellt, wenn der F...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *