Kolumbien

ELN verhängt Ausgangssperre


Foto: Telesur/pacifista - pares

Foto: Telesur/pacifista – pares

(Caracas, 11. September 2016, telesur)- Die zweitgrößte Rebellenarmee Kolumbiens ELN (Ejército de Liberación Nacional de Colombia) hat am Samstag, 10. September eine Ausgangssperre von 72 Stunden angekündigt. Der sogenannte „paro armado“ soll am 12. September in denjenigen östlichen Departments Kolumbiens stattfinden, in denen die ELN operiert. Die „Östliche Front“ der ELN teilte mit, die Ausgangssperre solle am 12. September um sechs Uhr morgens beginnen und am 15. September ebenfalls um sechs Uhr enden.

Die ELN hat ihre Ausgangssperre für die Departments Arauca, Boyacá, Casanare, Santander, Norte de Santander und Vichada angekündigt. In den drei Tagen sollen Transport und Handel stillstehen, teilte die Organisation mit. Grund ist der 36. Jahrestag der „Front Domingo Laín“, die vor allem im Department Arauca an der Grenze zu Venezuela operiert.

Die ELN existiert bereits seit 52 Jahren. Nach zwei Jahren Sondierungsgesprächen mit der kolumbianischen Regierung fand im März dieses Jahres eine erste Annäherung statt. Beide Seiten haben einen Fahrplan für Friedensverhandlungen beschlossen.

CC BY-SA 4.0 ELN verhängt Ausgangssperre von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Ex-Chef der ELN rief nach seiner Freilassung zur Unterstützung des Friedensprozesses auf (Caracas, 02. August 2016, telesur).- Der ehemalige Kommandant der Nationalen Befreiungsarmee ELN (Ejército de Liberación Nacional), Carlos Velandia, bekannt als Felipe Torres, forderte die Kolumbianer*innen nach seiner Freilassung am vergangenen 1. August mittels einer in Umlauf gebrachten Audio-Aufnahme auf, weiterhin für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden im Land zu kämpfen.Velandia ließ verlauten, seine Freiheit stelle bereits einen Teilsieg - ein Teilsieg aller Kolu...
Historischer Moment ‒ Friedensabkommen für Kolumbien Von Ani Dießelmann(26. August 2016, amerika21).- Die Delegierten der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens Farc (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) haben in der kubanischen Hauptstadt Havanna ein 297 Seiten umfassendes endgültiges Friedensabkommen unterzeichnet. Anwesend waren die Garanten aus Kuba und Norwegen sowie der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla. Damit sind formal die fast vier Ja...
Kolumbien feiert Waffenstillstand Von Eva Haule(Bogotá/Havanna, 26. Juni 2016, amerika21).- Das Abkommen zwischen Farc-Guerilla und der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos über einen bilateralen Waffenstillstand ist in Kolumbien mit großer Freude aufgenommen worden. Zugleich betonten Vertreter*innen sozialer Organisationen und politischer Bewegungen, dass es sich nur um einen ersten Schritt hin zu einem "umfassenden Frieden mit sozialer Gerechtigkeit" handle. Die Revolutionären Streitkräfte Kol...
Der Pfad der Frauen Wie in kaum einem anderen Friedensprozess ist die weibliche Bevölkerung in den Dialog zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-Guerilla eingebunden.Von Wolf-Dieter Vogel(Berlin, 20. Juni 2016, npl).- Es war eine außergewöhnliche Delegation, die am 18. Mai dem Friedensdialog zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerilla-Organisation FARC in Havanna beiwohnte: 16 Kämpferinnen aus ehemaligen bewaffneten Gruppen nahmen an dem Treffen teil. Darunt...
Kolumbien: Frieden? Doch was kommt dann? Die Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der Guerillaorganisation FARC dauern nun schon drei Jahre. Begleitet von großer medialer Aufmerksamkeit schüren die bisherigen Fortschritte bei den Verhandlungen die Hoffnung, dass bereits im März 2016 ein Friedensvertrag zwischen beiden Seiten unterschrieben werden könnte, der einen formellen Schlussstrich unter diesen mehr als 50 Jahre währenden Konflikt ziehen soll. Doch was kommt dann? Der "Congreso de l...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *