Brasilien

Elf weitere gentechnisch veränderte Pflanzen zur Forschung freigegeben


(Rio de Janeiro, 21. November 2008, púlsar).- Die Nationale Kommission für Biosicherheit, CTNBio, hat am 20. November elf Anträgen auf Anpflanzung von gentechnisch veränderten Pflanzen zu Forschungszwecken stattgegeben. Alle Anträge wurden von multinationalen Unternehmen, die in Brasilien tätig sind, eingereicht, darunter mehrere deutschstämmige Firmen der Branche. Unter anderem handelt es sich um eine Maissorte von Monsanto, Baumwolle von Bayer und eine Reissorte von BASF.

Wichtig ist hierbei, dass diese Pflanzen Eigentum der jeweiligen Unternehmen sind. Mit der Vermarktung solcher gentechnischen Produkte ist es möglich, ganze Bereiche der brasilianischen Landwirtschaft zu monopolisieren. Da die Kund*innen nicht das Recht haben, die Samen für eine zweite Ernte wieder zu benutzen, bedeutet dies eine Steigerung der Produktionskosten, die an die Verbraucher*innen weitergegeben würden.

Kritiker*innen der Gentechnik machen zudem geltend, das die CTNBio dafür bekannt ist, ihre Entscheidungen auf Untersuchungen zu gründen, die nicht hinreichend geprüft haben, ob die Genprodukte schädlich für die menschliche Gesundheit und die Tierwelt werden könnten. Indem die CTNBio sich seit dem Jahr 2005 dem Druck internationaler Biotech-Unternehmen beugt, trüge sie dazu bei, dass genetisch veränderte Organismen Teil der brasilianischen Lebenswelt werden, so Kritiker*innen.

Unterdessen wurde in ganz Südamerika eine Kampagne gegen den Biotech-Multi Monsanto ins Leben gerufen. Die Kampagne „Monsanto bekämpfen“ will Informationen über die vielfältigen Menschenrechtsverletzungen und Umweltschädigungen in aller Welt seitens Monsantos zusammentragen. Zu den Initiator*innen der Kampagne gehören internationale Organisationen wie Greenpeace, Attac und Friends of The Earth. Elf weitere gentechnisch veränderte Pflanzen zur Forschung freigegeben

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