Bolivien El Salvador

El Salvador eröffnet Botschaft in Bolivien


Der salvadorianische Präsident Salvador Sánchez Cerén. Foto: Wikipedia

Der salvadorianische Präsident Salvador Sánchez Cerén. Foto: Wikipedia

(La Paz, 4. September 2016, prensa latina).- El Salvador hat am Mittwoch, 7. September 2016, seine Botschaft in Bolivien eröffnet. Der Präsident des zentralamerikanischen Landes, Salvador Sánchez Cerén, hatte dies am 4. September 2016 in La Paz mitgeteilt. Angaben des Staatschefs zufolge erlaube die Eröffnung der diplomatischen Vertretung einen Ausbau der Zusammenarbeit und des Handels mit Bolivien.

„Wir glauben, dass Bolivien inzwischen über eine sehr dynamische Wirtschaft verfügt und mit dieser Eröffnung können wir uns um bessere Kooperationsabkommen und einen stärkeren Handelsaustausch bemühen“, so Sánchez Cerén. Bisher verfügte El Salvador in La Paz nur über ein Honorarkonsulat; die diplomatischen Beziehungen wurden über die Vertretung in Peru gelenkt.

Die Botschaftseröffnung wurde im März dieses Jahres in Caracas angekündigt, nach einem Treffen zwischen dem salvadorianischen Präsidenten und seinem bolivianischen Amtskollegen Evo Morales. Beide Staatschefs waren in der venezolanischen Hauptstadt anlässlich der offiziellen Feierlichkeiten zum dritten Todestag von Präsident Hugo Chávez zusammengekommen.

Am 21. Juli 2016 erzielten beide Länder Fortschritte bei einem Abkommen, welches Zollvorteile für bestimmte Produkte vorsieht und so den Handel fördern soll. In einer für November vorgesehenen Sitzung soll es abgeschlossen werden.

CC BY-SA 4.0 El Salvador eröffnet Botschaft in Bolivien von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Trotz Protesten sitzt Morales fest im Sattel Von Thomas GuthmannTrotz Protesten (hier: Bergarbeiter in La Paz 2009) geht es vielen Bolivianer*innen besser als zuvor. Präsident Morales kann daher auf hohe Zustimmung zählen. Foto: Flickr/Szymon Kochański (CC BY-NC-ND 2.0) (El Alto, 31. Oktober 2016, npl/lateinamerika nachrichten).- Ende Oktober reiste Boliviens Präsident nach Venezuela. Morales wollte seinen Amtskollegen Nicolas Maduro moralisch und rhetorisch unterstützen. Dieser sieht sich momentan mit einer sta...
„Durch die Proteste sind wir sichtbar geworden“ – Menschen mit Behinderung fordern Rente der Würde Von Thomas GuthmannProteste von Menschen mit Behinderung in La Paz. Fotos: Thomas Guthmann (La Paz, 13. September 2016, npl).- Fünf Monate lang protestierten Menschen mit Behinderung für ihre Rechte in La Paz. Gekommen sind sie mit einem Protestmarsch von Cochabamba in die Hauptstadt. Jetzt mussten sie ihren Protest aufgeben. Ihre zentrale Forderung, eine Rente der Würde zu erhalten, konnten sie nicht gegen die Regierung durchsetzen. Alex Vazquez ist ein stämmiger Ma...
Recht zur Geschlechtsidentität und CSD in Bolivien Dragqueen Rubi Salvatierra / Foto: Thomas GuthmannIm Bolivien wurde kürzlich das Recht zur Geschlechtsidentität gesetzlich verankert. Seit Mai kann jede selbst bestimmen, welchem Geschlecht er angehört. Auf dem CSD in El Alto und in La Paz wurde das neue Gesetz von der LGTBI-Bewegung und ihren Verbündeten gefeiert. Ihr nächstes Projekt: die gleichgeschlechtliche Ehe. Doch es gibt auch Widerstand gegen die neuen Rechte und Freiheiten für Schwule, Lesben und Trans*personen...
Die Folgen des Bergbaus sind nicht zu verantworten Von Diego Andreucci und Helga Grunberg CazónLandsat-Aufnahme des Poopó-Sees vom 15. Januar 2016. Foto: Wikipedia/NASA Earth Observatory images by Jesse Allen(Quito, 12. Mai 2016, alai).- Der Bergbau hat schwerwiegende soziale und ökologische Auswirkungen. In Bolivien können die Menschen vor Ort ein Lied davon singen. Was hatte die neue Verfassung aus dem Jahr 2009 nicht alles versprochen: Rechte für die Indigenen und für die lokalen Gemeinschaften, Umweltschutz und d...
Nach der Niederlage von Evo Morales Von José Carlos Díaz ZanelliHommage an Evo Morales vom Circus Amok, New York. Foto: Wikipedia/David Shankbone (CC BY 2.5)(Quito, 29. Februar 2016, servindi).- Bei der am 21. Februar dieses Jahres abgehaltenen Volksbefragung über eine Verfassungsänderung, die eine erneute Kandidatur des bolivianischen Präsidenten Evo Morales möglich und damit den Weg für seine Wiederwahl frei machen sollte, stimmten nach Auszählung der Stimmen 51,3 Prozent gegen und 48,7 Prozent für e...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.