ECUADOR – KOLUMBIEN: Kolumbianischer Überfall auf FARC-Camp: Überlebende exekutiert


(Berlin, 10. Mai 2008, poonal-comcosur).-

 

Die Regierung von Ecuador hat bekannt gegeben, dass vier Überlebende des Bombenangriffs auf das Camp der kolumbianischen Guerrillabewegung FARC auf ecuadorianischem Territorium nachträglich exekutiert worden sind. Die kolumbianische Armee hatte das geheime Camp am 1. März, wahrscheinlich mit Unterstützung der USA, zuerst aus der Luft angegriffen. Danach waren kolumbianische Soldaten auf ecuadorianisches Territorium vorgedrungen (siehe Poonal Nr. 795, 796, 797) Die Obduktion der Leichen, die Ecuador nach dem Angriff in seinen Besitz bringen konnte, hätten ergeben, dass die vier Personen kaltblütig ermordet worden seien, so Ecuadors Innenminister Fernando Bustamante. Die Personen seien nach dem Bombenabwurf über dem Camp nur verletzt oder sogar unverletzt gewesen.

Fotografien und Berichte der ecuadorianischen und französischen Experten, die die Obduktionen durchgeführt haben, zeigten, dass drei der vier Ermordeten wehrlos waren, als sie mehrere Schüsse in den Rücken erhielten. Einer der Guerrilleros war verletzt und wurde getötet, während er zu fliehen versuchte. Der ecuadorianische Staatsbürger Franklin Aisalia sei durch Schläge auf den Kopf getötet worden. Er habe nach dem Bombenangriff einen Schuss erhalten, der ihn nicht getötet habe. Danach sei mit Wut und einem viereckigen Gegenstand auf ihn eingeschlagen worden. Es ist jedoch nicht klar, ob er schon im Camp oder auf dem Transport nach Bogotá, der auch die Leiche von Raúl Reyes enthielt, ermordet wurde.

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