Ecuador

Ecuador: 3,8 Prozent Wachstum trotz sinkendem Ölpreis in 2014


von Pablo Florencio Salazar

Ecuador Baustelle MunicipioPinas CC BY-SA 2.0 flickr(Buenos Aires, 07. April 2015, púlsar).- Ecuadors Wirtschaftswachstum ist trotz sinkendem Ölpreis im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent gewachsen. Laut Präsident Rafael Correa gehöre das Land damit zu den vier Ländern mit der größten Wachstumsrate in Lateinamerika, die zudem fast das Vierfache des lateinamerikanischen Durchschnittswertes betrage. Man wolle auch in 2015 diese Dynamik aufrechterhalten, so Correa.

 

Vor allem die Sektoren Fisch- und Krabbenzucht, Wasser- und Elektrizitätswirtschaft, Bergbau, Dienstleistungen, Übernachtungen, Lebensmittel, Bau, Transport und Handwerk seien im vergangenen Jahr besonders stark gewachsen.

In 2015 will die Regierung mit einem Wohnungsbauprogramm für die Mittelklasse soziale Bedürfnisse befriedigen und diesen Aufschwung am Leben halten und weiter fördern. Das Wohnungsbauprogramm fördert durch verschiedene Mechanismen die Beteiligung von Banken und Immobilienfirmen bei der Finanzierung.

Auf diese Weise werde man Wohnungen für Preise zwischen 25.000 und 40.000 US-Dollar verkaufen können, wobei auch der Staat ein besonderes Augenmerk auf die Abwicklung legen wird.

Laut Patricio Rivera, Koordinator für Wirtschaftspolitik, werde die Umsetzung dieses Programms die Wohnungsbaukosten um 32 Prozent reduzieren. Da bisher Kreditraten von etwa 675 US-Dollar monatlich zurückgezahlt werden müssen bis 70.000 US-Dollar abbezahlt seien, könnten nun 213 US-Dollar pro Monat eingespart werden, so Rivera.

CC BY-SA 4.0 Ecuador: 3,8 Prozent Wachstum trotz sinkendem Ölpreis in 2014 von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Urteil im Fall Pacific Rim gegen El Salvador erwartet Von Chris Klänie(San Salvador, 20. September 2016, amerika21).- Mit großer Spannung wird in El Salvador die Entscheidung des Internationalen Zentrums zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (CIADI) erwartet. Der transnationale Konzern Pacific Rim hatte im Jahr 2009 Klage gegen den Staat El Salvador und die Forderung auf Entschädigungszahlung von 300 Millionen US-Dollar eingereicht, weil das mittelamerikanische Land den Abbau von Gold in der Mine ...
Anklage gegen Kooperativen-Führer nach Mord an stellvertretendem Innenminister Von Helge Buttkereit(03. September 2016, amerika21).- Die mutmaßlichen Mörder des stellvertretenden Innenministers Boliviens, Rodolfo Illanes, sind nach Angaben von Generalstaatsanwalt Ramiro Guerrero identifiziert. Nachdem die Strafverfolgungsbehörden Videos der Ereignisse der vergangenen Woche sichten konnten, war es laut Guerrero möglich, die Verdächtigen festzustellen. Mittlerweile ist Anklage gegen Carlos Mamani, den Vorsitzenden der Vereinigung der Bergbaukoope...
Zwei Jahre nach Flusskontamierung durch Kupfermine: Bleibende Schäden für Menschen und Natur Von Gerold Schmidt(Mexiko-Stadt, 20. Juli 2016, npl).- Am 6. August 2014 ergossen sich im nördlichen Bundesstaat Sonora 40 Millionen Liter Sulfatsäure und mehrere hundert Tonnen Schwermetalle aus einem Rückhaltebecken der Kupfermine des mexikanischen Bergbau-Unternehmens Buenavista del Cobre direkt in den Sonora-Fluss. Dutzende Kilometer verseuchter Flussläufe, Hautverätzungen bei Menschen, die mit dem Wasser in Berührung kamen und zahlreiche geschlossene Trinkwasser...
Die Folgen des Bergbaus sind nicht zu verantworten Von Diego Andreucci und Helga Grunberg Cazón(Quito, 12. Mai 2016, alai).- Der Bergbau hat schwerwiegende soziale und ökologische Auswirkungen. In Bolivien können die Menschen vor Ort ein Lied davon singen. Was hatte die neue Verfassung aus dem Jahr 2009 nicht alles versprochen: Rechte für die Indigenen und für die lokalen Gemeinschaften, Umweltschutz und die Nutzung des Wassers vor allem für lebensnotwendige Zwecke. Mit Initiativen wie diesen weckte die Regierung von...
Capulálpam de Méndez – Ökotourismus und nachhaltige lokale Wirtschaft statt Bergbau Von Knut Hildebrandt(Capulálpam de Méndez-Berlin, 03. Juni 2016, npl).- Seit Inkrafttreten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA im Januar 1994 geraten Mexikos indigene Kommunen immer mehr unter Druck. Transnationale Bergbaukonzerne wollen auf ihren Territorien Rohstoffe fördern. Begünstigt werden sie dabei durch die neoliberale Politik der mexikanischen Regierung. Großzügig vergibt diese Konzessionen zum Abbau von Gold, Silber und anderen Mineralien. Ste...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *