Karibik

Dominica fordert gemeinsame Maßnahmen wegen anhaltender Dürre


(Havanna, 24. März 2010, prensa latina).- Der ehemalige Landwirtschaftsminister des Inselstaates Dominica, Atherton Martin, drängte die Karibikstaaten, ein Treffen anzusetzen, um über Maßnahmen gegen die anhaltende Trockenheit in der Region zu beraten von der die Karibikstaaten seit Ende des vergangenen Jahres betroffen sind. Das Treffen sollte nach Ansicht des Abgeordneten ebenfalls dazu dienen, die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der gegenwärtigen Situation auf die Karibikstaaten zu analysieren.

Zugleich unterstrich er, die verlängerte Trockenzeit zwinge dazu, kontinuierlich für die Sicherheit der Wasserversorgung unter den CARICOM-Staaten zu sorgen. Bei der letzten Zusammenkunft der 15 Mitgliedsstaaten des karibischen Regionalbündnisses CARICOM (Caribbean Community and Common Market) in Roseau am 11. und 12. März stand das Thema ebenfalls auf der Agenda.

Mehrere Staaten der Region verzeichnen ein Ausbleiben der Niederschläge seit vergangenem Oktober. Länder wie St. Lucia, Granada, Antigua und Barbuda, Jamaika und Guyana haben deshalb mit der Rationalisierung der öffentlichen Wasserversorgung und der Kontrolle der effektiven Nutzung des Wassers begonnen. Diese Maßnahmen sollen solange beibehalten werden, bis eine signifikante Zunahme der Niederschläge festgestellt werden könne. Zu den ergriffenen Maßnahmen gehören auch das Ausheben von Brunnen, die Entsalzung von Meerwasser, das künstliche Erzeugen von Regen durch das Sprühen eines Silberiodid-Aceton-Gemischs in der Atmosphäre, sowie der Import von Wasser aus den Nachbarländern.

In Trinidad und Tobago, das besonders schwer von der Trockenheit betroffen ist, werde den Bauern erlaubt, das Wasser aus Flüssen zu verwenden, die nicht für die Stauseen genutzt werden. Das Sprengen von Rasenflächen oder das Waschen von Autos waren dort bereits im Februar verboten worden. Die Polizei wurde mit der Überwachung dieser Bestimmungen beauftragt.

In Barbados ist, sollten die Niederschläge weiterhin ausfallen, bereits vorgesehen, dass Wasser nur noch zu essentiellen Haushaltszwecken und für die Landwirtschaft verwendet werden darf. Das dortige Gesetz sieht bei Verstößen Geldstrafen von mehr als 300 US-Dollar sowie Haftstrafen vor.

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