Honduras

Demonstration gegen Staudammprojekt Agua Zarca


Straßenblockade in Rio Blanco. Foto: Amerika21/Johannes Schwäbl (CC by-nc-sa 3.0)(Lima, 22. April 2013, servindi).- Vertreter*innen der Lenca-Gemeinden aus der Region Río Blanco demonstrierten am 17. April in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa, während andere Gruppen eine Straße in dem Gebiet blockiert halten. Gemeinsam fordern sie einen Stopp des Staudammprojekts Agua Zarca.

Die Indigenen protestieren zusammen mit Aktivist*innen der Indigenen-Organisation COPINH (Consejo Civico de Organizaciones Populares e Indigenas de Honduras) bereits seit mehreren Wochen gegen das Projekt. Sie sehen ihr Siedlungsgebiet davon bedroht und befürchten eine Privatisierung der Flüsse. Das würde das soziale und kulturelle Leben in den Lenca-Gemeinden negativ beeinflussen.

Die Indigenen kritisieren, das Projekt würde ihren Wohnraum angreifen und den Río Gualcarque und dessen Zuflüsse für mehr als 20 Jahre privatisieren. Damit würde ihr wirtschaftliches und kulturelles Erbe zerstört. Sie befürchten eine drohende Vertreibung und die Beschneidung ihres Rechts auf Wasser.

„Die Flüsse sind das Blut der Erde“

Die Gemeindebewohner*innen riefen Parolen wie: „Die Flüsse dürfen nicht verkauft, sondern müssen beschützt und verteidigt werden!“ und „wir sind die Söhne und Töchter von Lempira (Lenca-Häuptling, der gegen die Spanier kämpfte, Anm. d. Ü.)! Wir werden weiter kämpfen!“

Die Indigenen kritisierten zudem scharf die öffentliche Debatte über ihren Widerstand, die sie als manipulativ und diskriminierend empfinden, da sie als rückständig dargestellt würden. Dabei richteten sie sich gegen das „perverse Gerede von Entwicklung“, weil durch das „Todesprojekt“ die Gefahr bestehe, dass die Naturschätze vernichtet werden könnten. Die Regierung bezichtigten sie der Mittäterschaft bei der Verletzung der Rechte der Lenca.

Weitere Informationen: Amerika21 und Hondurasdelegation

 

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