„Das kann mir nicht passieren“


(Lima, 09. Mai 2014, noticias aliadas).- „Wusstest du, dass in der Dominikanischen Republik 22 Prozent der Jugendlichen zwischen dem 15. und dem 19. Lebensjahr schwanger werden?“ Mit dieser Frage beginnt ein Spot, der Teil einer Kampagne des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (Fondo de Población de las Naciones Unidas – UNFPA) ist.

Jugendliche Schwangerschaften verhindern

Der Spot hat zum Ziel, die Jugendlichen für die alarmierenden Statistiken zu sensibilisieren, in denen sich die Dominikanische Republik unter den fünf Ländern mit der höchsten Rate von schwangeren Jugendlichen in Lateinamerika und der Karibik befindet.

Einem Bericht der Vereinten Nationen über die menschliche Entwicklung aus dem Jahre 2013 zufolge, gebären in der Dominikanischen Republik durchschnittlich 103,6 von 1.000 Frauen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren ein Kind.

Künstler*innen unterstützen UN-Kampagne

Die Kampagne mit dem Namen „Das kann mir nicht passieren“ läuft seit August 2013 und versucht „die Aufmerksamkeit der weiblichen und männlichen Jugendlichen auf Möglichkeiten zu richten, die sie haben, damit ihnen das nicht passiert“ informiert Sonia Vásquez, Vertreterin des UNFPA. Die Kampagne besteht aus fünf durch die Medien ausgestrahlten Werbespots und Werbematerial, das durch Jugendnetzwerke verbreitet wird.

Die Strategie, um bei den Jugendlichen Gehör zu finden, besteht darin, ihre Sprache zu sprechen. Dabei zählt man auf die Hilfe von namhaften jungen Künstlern wie auf die von David Kada (ein Künster, der namhafte Hits in Salsa umschreibt). Er bittet in einem Spot darum, sich während sexueller Beziehungen zu schützen, um Schwangerschaften und sexuell übertragbare Krankheiten zu vermeiden.

„Die Kampagne soll Entscheidungsprozesse fördern und appelliert an das Bewusstsein der weiblichen und männlichen Jugendlichen vor Beginn ihrer sexuellen Beziehungen. Sie soll die Möglichkeiten aufzeigen, eine Zukunft mit größeren Chancen zu gestalten“, so die UN-Organisation.

Armut und fehlende Bildung

Jugendliche, die nur über eine schulische Grundbildung verfügen, werden in Prozent ausgedrückt sieben Mal häufiger schwanger als diejenigen mit einer Hochschulbildung, so UNFPA. Es sei daher notwendig, „einen Durchbruch zu schaffen, der Zugang zu den für die Jugendlichen patientenfreundlichen Gesundheitsleistungen ermöglicht, die sie nutzen können. Gleichzeitig soll die Stigmatisierung junger Frauen vermieden werden, die Opfer einen ungewollten Schwangerschaft geworden sind“.

Für UNFPA ist die sexuelle Aufklärung ein Schlüsselelement um Schwangerschaften bei jugendlichen Frauen zu verhindern. Das Bildungsprogramm für affektiv-sexuelle Aufklärung jedoch, welches vor ungefähr zehn Jahren zur Einführung in den Schulen verabschiedet wurde, erreicht lediglich sieben Prozent der Schüler*innen, da es nicht in ausreichender Weise angeboten wird. Hinzu kommt, dass ca. 30 Prozent der sexuell aktiven Jugendlichen keinen Zugang zu Verhütungsmittel hat.

Armut und fehlende Bildung sind laut UNFPA die Hauptgründe für Schwangerschaften von Jugendlichen. Eine schwangere junge Frau gliedere sich nicht mehr in den Arbeitsmarkt ein, und wenn sie es tue, dann auf eine sehr mangelhafte Art und Weise, da ihr die Kenntnisse fehlten.

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