Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Unterstützt von Pitbulls, Predigern und Fake News greift Bolsonaro nach der Macht
129
(Rio de Janeiro, 26. Oktober 2018, taz).- Der Platz vor den Arcos da Lapa (Bögen von Lapa) im Zentrum von Rio de Janeiro quillt über. Nur mit Mühe schlängeln sich die unzähligen ambulanten Händler*innen und Verkäufer*innen durch die Menge. Großzügig werden Aufkleber mit der Zahl 13 – der Kennziffer der Arbeiterpartei PT– und mit dem Slogan #EleNão (#DerNicht) verteilt. Überall rote T-Shirts der PT und das Lila der Aktivist*innen. Die Stimmung ist kämpferisch. Doch bei vielen ...
Das evangelikale Megaunternehmen, das zusammen mit Bolsonaro die Macht übernehmen will
580
(Santiago de Chile, 15. Oktober 2018, pressenza).- Edir Macedo hat vor über 40 Jahren die größte evangelikale Kirche Brasiliens gegründet. Heute versammeln sich über acht Millionen Gläubige aus den ärmsten sozialen Schichten in 7.000 Tempeln. Der Neffe Macedos ist der Bürgermeister von Río de Janeiro. Sollte Bolsonaro Präsident werden, werden Macedo und seine Universalkirche zusammen mit ihm in den Präsidentenpalast einziehen. Es gibt viele Gründe für den überraschenden un...
Bolsonaro vor der Machtergreifung
121
In Brasilien waren am siebten Oktober mehr als 140 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme beim ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen abzugeben. Nach einer jahrelang eskalierenden Polarisierung der Gesellschaft droht nun ein Alptraum: Der rechtsradikale Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro, mit all seinen Unterstützer*innen, geht als haushoher Favorit in die zweite Runde am 28. Oktober. Erst mit großem Abstand folgt der Kandidat der Arbeiterpartei, Fernando ...
Mexikos neuer Präsident ist kein Linker
364
(Mexiko-Stadt, 30. November 2018, taz).- Fünf Monate hat Mexikos gewählter Präsident bereits faktisch mitregiert.  Am 1. Dezember hat Andrés Manuel López Obrador, kurz AMLO, nun auch offiziell sein Amt übernommen. Gleich nachdem ihm die Mexikaner*innen am 1. Juli mehrheitlich ihre Stimmen gegeben haben, legte der 64-Jährige los. Seine Vertreter diskutierten mit, als es galt, mit US-Präsident Trump einen neuen Freihandelsvertrag zu vereinbaren. AMLO initiierte Foren, auf denen...
Mit Gott gegen Gender und Globalisierung
233
(Rio de Janeiro, 26. November 2018, taz).- Schlechte Aussichten für Brasiliens Bildungssystem. Der designierte Bildungsminister Ricardo Vélez Rodríguez hält den Militärputsch von 1964 für eine „begrüßenswerte Revolution“. Die Wahrheitskommission zur Aufarbeitung der Diktaturverbrechen sei eine “absurde Unterdrückung der Wahrheit“, schrieb der ehemalige Professor einer Militäruniversität einst in einem Blogbeitrag. Er werde „die traditionellen Werte bewahren und Brasiliens Bil...