Argentinien Brasilien

Brasilien und Argentinien schaffen Dollar im bilateralen Handel ab


(Rio de Janeiro, 08. September 2008, púlsar).- Der brasilianische Präsident Luíz Inacio Lula da Silva und seine argentinische Amtskollegin Cristina Fernández de Kirchner haben gemeinsam beschlossen, den Dollar nicht weiter als Währung zur Abwicklung von Geschäften zwischen den beiden Ländern zu nutzen.

Im Rahmen ihres ersten offizielen Staatsbesuches in Brasilien wohnte die argentinische Staatschefin zusammen mit dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva der Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrages bei. Die Zentralbanken beider Länder hatten sich darauf verständigt, den Handel fortan über argentinische Pesos und brasilianische Reais abzuwickeln.

Die Maßnahme werde innerhalb von zwei Wochen umgesetzt und gelte für alle Verträge zwischen den beiden südamerikanischen Ländern, so die offiziellen Verlautbarungen.

Auf dem Treffen der beiden Staatsoberhäupter wurden weitere Vereinbarungen getroffen. So wird Argentinen von dem in Rio de Janeiro angesiedelten Flugzeugbauer EMBRAER Flugzeuge für Aerolíneas Argentinas kaufen, ein Unternehmen, dass erst kürzlich verstaatlicht worden ist. Weiterhin soll ein gemeinsames Unternehmen zur Urananreicherung gegründet werden und eine argentinische Firma wird Frachter, um die Hundert Stück, für den brasilianischen Mineralölkonzern Petrobrás herstellen.

CC BY-SA 4.0 Brasilien und Argentinien schaffen Dollar im bilateralen Handel ab von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Umfrage in Braslien: Lula könnte im ersten Wahlgang siegen (São Paulo, 29. Mai 2018, brasil de fato).- In Brasilien stünde Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva der Arbeiterpartei PT (Partido de los Trabajadores) mit 39 Prozent der abzugebenden Stimmen auch weiterhin weit vor den übrigen Kandidat*innen um die Präsidentschaft. So eine Umfrage des Umfrageinstituts 'Vox Populi', die von dem Gewerkschaftsdachverband CUT in Auftrag gegeben und am Montag, 28. Mai 2018, veröffentlicht wurde. Lula hat diese erste Position auch in sämtlichen...
Korruption ist Teil des politischen und wirtschaftlichen Systems (Rio de Janeiro, 9. April 2018, taz).- Die Verhaftung von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva treibt die politische und institutionelle Krise in Brasilien auf den Höhepunkt. Die Spaltung in zwei diffuse politische Lager vertieft sich. Für die einen ist das vorläufige politische Aus von Lula ein Sieg des Rechtsstaats gegen Straflosigkeit von korrupten Politiker*innen. Für die anderen ist es das genaue Gegenteil: Der Sieg einer politischen Strömung, die mit Hilfe einer willf...
Lula da Silva tritt Haftstrafe an (Rio de Janeiro, 8. April 2018, taz).- Das juristische Tauziehen um die Festnahme von Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ist beendet. Am Samstag Abend (7.4.) stellte sich der 72-Jährige der Polizei. Er werde sich dem Haftbefehl nicht widersetzen und seine Unschuld beweisen, erklärte Lula. Wenig später landete er in der südbrasilianischen Stadt Curitiba, wo eine 15 Quadratmeter große Zelle auf ihn wartete. Korruptionsrichter Sérgio Moro hatte am Donnerstag di...
Lula da Silva steht Gefängnis wegen Korruption bevor (Rio de Janeiro, 6. April 2018, taz).- Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva steht kurz vor seiner Inhaftierung. Das Oberste Gericht lehnte den Antrag auf Haftverschonung bis zur Ausschöpfung aller Berufungsoptionen mit knapper Mehrheit ab. Sechs von elf Richter*innen stimmten am Mittwoch Abend (4.4.) dafür, dass Lula da Silva nach der Verurteilung in zweiter Instanz hinter Gitter kommt. Gerade mal 24 Stunden nach diesem Richterspruch ist gegen Lula da Silva is...
Ex-Präsident Lula: Haft statt Freispruch Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 25. Januar 2018, taz).- Zehntausende Demonstrant*innen und die Belagerung des Gerichtsgebäudes im südbrasilianischen Porto Alegre konnten die Justiz nicht umstimmen: Einstimmig bestätigten die drei Berufungsrichter das erstinstanzliche Korruptionsurteil gegen Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Statt dem Antrag der Verteidigung auf Freispruch stattzugeben folgten sie der Staatsanwaltschaft, die die Verurteilung zu neuneinhalb Jahre...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.