Mexiko

Benzinpreisschock, Proteste, Trump: mexikanischer Peso auf Tiefststand


Großdemo gegen den „Gasolinazo“ in Mexiko-Stadt am 9. Januar 2017. Foto: Flickr/Adrián Martínez (CC BY 2.0)

(Mexiko-Stadt, 19. Januar 2017, npl).- Angesichts andauernder Drohungen des gewählten US-Präsidenten Donald Trump gegen Mexiko sackte die mexikanische Währung am 11. Januar auf einen historischen Tiefstand im Vergleich zum US-Dollar ab. Zeitweise gab es für einen Dollar 22,50 Pesos. Seit der Wahl Trumps am 20. November hat der Peso über sechs Prozent verloren. Damit setzte sich allerdings eine ausgeprägte Tendenz fort, die bereits vor knapp zwei Jahren mit dem Ölpreisverfall und sinkenden Fördermengen Mexikos begann. Zudem sind nicht nur Trumps Aussagen zum Mauerbau an der Grenze zu Mexiko, dem NAFTA Freihandelsabkommen sowie sein Druck auf die in Mexiko produzierenden US-Autobauer und weitere internationale Autokonzerne für die Währungsentwicklung verantwortlich.

Nach der plötzlichen Benzinpreiserhöhung durch die mexikanische Regierung um etwa 20 Prozent zum 1. Januar kommt das Land nicht zur Ruhe. Zwar gab es Mitte Januar keine Plünderungen von Supermärkten und Kaufhäusern mehr, doch die Protestdemonstrationen halten in der Mehrheit der Bundesstaaten in unterschiedlicher Intensität an (siehe Text von Luis Hernández). Nationale wie internationale Institutionen korrigierten die Prognosen für das mexikanische Wirtschaftswachstum deutlich nach unten. Am Vorabend des Amtsantrittes des neuen US-Präsidenten, starker politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit sowie einer explosiven sozialen Situation in Mexiko ist beim fast freien Fall der Peso-Währung wohl noch kein Ende abzusehen.

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