Bedrohter Amazonas


(Lima, 30. April 2009, noticias aliadas).- Die Präsidenten von Brasilien und Peru haben sich dazu verpflichtet, den Amazonas zu schützen. Gleichzeitig wollen sie jedoch auch die wirtschaftliche Erschließung und den Handel an der Grenze, die beide Länder im Amazonas verbindet, ausweiten. Darauf einigten sich Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und Perus Präsident Alan García auf einem bilateralen Treffen in Rio Branco, Brasilien. Sie unterzeichneten dort am 28. April sechs Memoranden, in denen unter anderem eine engere Kooperation bei der Nutzung von Wasserkraft vereinbart wird.

So will man gemeinsam den Bau von sechs neuen Wasserkraftwerken in Peru umsetzen. Peru will, um an Finanzmittel zu kommen, dafür dem staatlichen brasilianischen Energiekonzern Electrobras Aktien des staatlichen peruanischen Energiekonzerns Electroperú anbieten. Die in Peru erzeugte Energie soll an Brasilien verkauft werden. García war vor drei Jahren für diesen Vorschlag im eigenen Land bereits heftig kritisiert worden.

Brasiliens Präsident besteht wiederum darauf, die neuen Infrastrukturprojekte, die García als „Big Bang“ des Handels und der Produktion bezeichnet, würden den amazonischen Regenwald nicht schädigen. Zu den Projekten gehört auch der weitere Ausbau der 2.600 km langen Interozeanischen Schnellstraße, die die Häfen an Brasiliens Atlantikküste mit denen an der Pazifikküste Perus verbinden soll.

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