Mexiko

Banker in Mexiko klopfen sich auf die Schulter: „Bester Zyklus der Geschichte“


Den Banken in Mexiko geht's soweit ganz gut. Foto: Flickr/René Medel (CC BY-NC-ND 2.0)

Den Banken in Mexiko geht’s soweit ganz gut. Foto: Flickr/René Medel (CC BY-NC-ND 2.0)

(Mexiko-Stadt, 11. März 2016, npl).- Der mexikanische Peso mag an Wert verlieren, fast die Hälfte der Bevölkerung seit Jahrzehnten in Armut verharren. Doch die Geschäfte der Banken in Mexiko laufen prächtig. Auf ihrer 79. Konvention im Badeort Acapulco sprach die Bankenvereinigung Mexikos (ABM) vom bisher besten Zyklus ihrer Geschichte. Im Zeitraum 2000 bis 2015 prosperierte der Bankensektor wie nie zuvor in den vergangenen 100 Jahren in Mexiko. Das jährliche Wachstum der Branche betrug durchschnittlich 3,8 Prozent. Speziell im vergangenen Jahr brachten die Banken so viel Kredite wie nie zuvor seit 2000 unter die Leute. Die Kredite wachsen seit Jahren deutlichen stärker als das mexikanische Bruttoinlandsprodukt. ABM-Vorsitzender Luis Robles Miaja hält diese expansive Entwicklung für nachhaltig.

Im Rahmen der als „Tequilakrise“ bekannt gewordenen mexikanischen Wirtschaftskrise von 1995 brach das mexikanische Bankensystem weitgehend zusammen. Eine Folge war der zunehmende Einfluss ausländischer Großbanken (Citibank/Banamex, BBVA Bancomer, Santander, Scotiabank, HSBC) in Mexiko. Sie beherrschen den Markt heute weitgehend. Wegen im Vergleich zu vielen anderen Ländern hoher Kreditzinsen und Kommissionen erwirtschafteten die ausländischen Banken in den vergangenen Jahren einen großen Teil ihrer weltweiten Gewinne in Mexiko.


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