Das könnte dich auch interessieren

Kriminalisierung von Flüchtenden statt fortschrittlicher Migrationspolitik Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 1. Februar 2018, npl).- Vielen Flüchtenden gilt Brasilien wegen seiner Gastfreundschaft als ideales Fluchtland. Doch wer dort Asyl bekommt, ist oft mit vielerlei Vorurteilen konfrontiert. Derzeit sind es vor allem Menschen aus Venezuela, die die Grenze Richtung Brasilien überschreiten und – vorerst – bleiben wollen. Die Zahl der Asylanträge ist 2017 in die Höhe geschnellt. Und die neue, konservative Regierung setzt alles daran, künftig...
Ex-Präsident Lula: Haft statt Freispruch Von Andreas Behn (Rio de Janeiro, 25. Januar 2018, taz).- Zehntausende Demonstrant*innen und die Belagerung des Gerichtsgebäudes im südbrasilianischen Porto Alegre konnten die Justiz nicht umstimmen: Einstimmig bestätigten die drei Berufungsrichter das erstinstanzliche Korruptionsurteil gegen Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Statt dem Antrag der Verteidigung auf Freispruch stattzugeben folgten sie der Staatsanwaltschaft, die die Verurteilung zu neuneinhalb Jahre...
Indigenenmissionsrat zieht für 2017 vernichtende Bilanz (Brasilia, 28. Dezember 2017, cimi/poonal).- Der Indigenenmissionsrat Cimi (Conselho Indigenista Missionário) stellt der Regierung Temer für 2017 ein katastrophales Urteil aus. Die Indigenenpolitik bezeichnet der Verfasser der Bilanz, Roberto Antonio Liebgott, sogar als faschistisch. Die markthörige Regierung Temer vernichte die individuellen und kollektiven Rechte der ärmsten Brasilianer*innen. Die Gebiete der indigenen Völker und der Quilombos seien Angriffen und Verwüstung...
Marina Silva gibt nicht auf. Sie will Präsidentin von Brasilien werden Von Andreas Behn, Rio de Janeiro (Rio de Janeiro, 05. Dezember 2017, taz).- Marina Silva wird wieder kandidieren. Zum dritten Mal in Folge bringt sie das Parteienspektrum Brasiliens durcheinander. Denn die streitbare Ökologin ist für viele Linke wählbar, die von der 14 Jahre regierenden Arbeiterpartei PT enttäuscht sind. Zugleich aber gilt die strenggläubige evangelikale Christin auch vielen Rechten als Option, um bei den Wahlen im Oktober 2018 einen erneuten Sieg der ...
Migration und Ausbeutung indigener venezolanischer Geflüchteter in Brasilien Von Lara Ely (São Leopoldo, 18. Oktober 2017, ihu-unisinos).- In den letzten drei Jahren stieg nach Angaben der brasilianischen Bundespolizei die Zahl der von Venezolaner*innen gestellten Visaanträge für Geflüchtete von neun auf mehr als 2000 an. Die Geflüchteten kommen über den Grenzübergang im Bundesstaat Roraima nach Brasilien. Von dort reisen sie über die Bundesstraße BR-174, auch als Manaus-Boa Vista bekannt, weiter. Geflüchtete Warao-Indigene aus Orinoco-Delta...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.