Uruguay

AMARC-Uruguay protestiert gegen Bedingungen für Community-TV


uruguay banner-tv-digital amarc(Buenos Aires, 05. August 2013, púlsar).- Die Sektion Uruguay des Weltverbandes der Community-Radios Amarc (Asociación Mundial de Radios Comunitarias) hat das Verfahren zum Erhalt einer Lizenz für Community-Fernsehen in Uruguay kritisiert. Der Aufruf, sich auf eine Lizenz zu bewerben berücksichtige “die Besonderheiten und die gegenwärtige Situation der Community-Medien nicht”, so die Organisation.

In einem offenen Brief hat der Verband eine Reihe von Bedingungen aufgezählt und kritisiert, die es den Organisationen verunmöglichen, eine Lizenz zu erhalten. Amarc Uruguay erklärt, diese Situation sei auch der Grund dafür, dass Betreiber*innen von Community-TV sich nicht auf die Ausschreibung beworben hätten, die am vergangenen 1. August endete. Der Sektor stehe erst am Anfang seiner Entwicklung und müsse durch spezielle politische Maßnahmen gefördert werden, um überhaupt zu existieren, so Amarc.

In dem Brief, der an das Ehrenkomitee für Community-Radio und die Telekommunikationsbehörde gerichtet ist, heißt es, Amarc teile die „Vision, dass die Existenz eines Community-Sektors eine sehr positive Transformation unseres Mediensystems bewirken kann“, trotzdem sei es gerade deshalb notwendig, „Grundlagen zu schaffen und eine Entwicklung in Gang zu setzen“.

CC BY-SA 4.0 AMARC-Uruguay protestiert gegen Bedingungen für Community-TV von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Community-Radios für den Frieden Auch ehemalige Gueriller@s gehen jetzt friedlich auf Sendung. Community-Radios als friedensstiftende Maßnahme: In dem kolumbianischen Friedensvertrag, den die Regierung von Präsident Santos und die FARC-Guerilla im Dezember 2016 ausgehandelt haben, wird den partizipativen Sendern eine Menge zugetraut. Die Radios sollen helfen, die wirtschaftliche Entwicklung anzukurbeln und für mehr Teilhabe und kulturelle Vielfalt in der Gesellschaft sorgen. Doch wie steht es um diese Pl...
onda-info 409 Hallo und willkommen zum onda-info 409! Wir haben gleich drei schicke Beiträge für euch! Kolumbien: Über 300 Seiten ist er dick, der Friedensvertrag, den die kolumbianische Regierung und FARC-Guerilla ausgehandelt haben. Doch der Weg zu einem wirklichem Frieden ist weit. Helfen sollen dabei  Community Radios. Wie das geht? Wir haben uns bei Radiomachenden vor Ort umgehört. Costa Rica: Das kleine Land lebt von seinem Öko-Image. Doch Dank Globalisierung und Freihandel ist C...
Demontage des Mexikanischen Mediengesetzes geht weiter Von Nils Brock Der Umgang mit dem neuen Mediengesetz schränkt Community-Medien ein / Foto: Voces Nuestras (Mexiko-Stadt/Berlin, 18. April 2017, npl).- Indigene Gemeinden in Mexiko könnten in ihrem Recht auf Medienmachen bald empfindlich eingeschränkt werden. Auch das allgemeine Radio- und TV-Publikum, dem das reformierte Mediengesetz (LFTR) aus dem Jahr 2014 zumindest auf dem Papier “ein plurales und vielgestaltiges Programm” garantiert, soll diese Ansprüche verlieren....
Infoblatt Recht auf Kommunikation Eine Spurensuche in Lateinamerika Wer Zugang zu Medien hat und womit kommuniziert wird, ist das Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlungen. Klingt gut, heißt in der Praxis aber oft, dass längst nicht alle mitreden können. Zu selten gelingt es der Zivilgesellschaft, ihre Ansprüche gegen Regierungen und Telekommunikationsriesen durchzusetzen. Lateinamerika bildet da keine Ausnahme. Anders als in Deutschland findet dort jedoch eine lebhafte Auseinandersetzung über das „Recht a...
Argentinische Radiokollektive trotzen rückschrittlicher Medienpolitik Von Christian Rollmann und Jessica Zeller studio_radio_semilla_CC BY-NC-ND 3.0_Programa Trabajadores (Buenos Aires-Berlin, 30. August 2016, npl).- Von 2009 bis 2015 hatte Argentinien ein neues, fortschrittliches Mediengesetz. Doch bereits kurz nach seinem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres erklärte der rechtskonservative Präsident Mauricio Macri wesentliche Teile des Gesetzes per Dekret für ungültig. Seitdem liegt das Projekt auf Eis. Ungeachtet dessen streiten Medien...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.