Álvaro Colom erkennt Lobo an


(Guatemala-Stadt, 23. Januar 2010, cerigua).- Wie am 23. Januar bekannt wurde, erkennt der guatemaltekische Präsident Álvaro Colom den Regierungschef von Honduras, Porfirio Lobo offiziell an. Noch im vergangenen November hatte Colom betont, dass es keinen Regierungswechsel geben könne, wenn nicht der gestürzte Präsident Zelaya wieder eingesetzt werde. Den Angaben zufolge sagte Colom nun, Lobo sei ein demokratisch gewählter Präsident und er, Colom, habe niemals Bedingungen gestellt außer dass er einen ehrenvollen Ausweg für Zelaya wünsche.

Nach Gesprächen mit seinem dominikanischen Amtskollegen Manuel Fernández sei die einzige Bedingung „die würdige und sichere Ausreise des Präsidenten Manuel Zelaya,“ erklärte Colom. Zudem bot er Lobo seine Unterstützung an und sagte, sobald dieser Präsident sei, würden die Beziehungen zwischen beiden Länder wieder hergestellt.

Lobo hat seine Präsidentschaft am 27. Januar angetreten. Er kündigte eine Amnestie für alle am Staatsstreich beteiligten Personen an, was sowohl Roberto Micheletti, den gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya als auch die am Putsch beteiligten Militärs umfasst.

Der vor kurzem gewählte Präsident kündigte außerdem an, einen „vorübergehenden Botschafter“ zu ernennen, um eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Honduras und anderen Staaten zu erreichen. Zudem versprach er freies Geleit für Zelaya in die Dominikanische Republik, wo dieser inzwischen auch als Ehrengast eingetroffen ist.

Während seines Besuchs in Guatemala traf sich der neue honduranische Regierungschef auch mit zentralamerikanischen Politiker*innen und Unternehmer*innen der Vereinigung der Handelskammern Zentralamerikas FECAMO (Federación de Cámaras de Comercio del Istmo Centroamericano). Lobo forderte die Vertreter*innen der Handelskammern auf, in Honduras zu investieren. Dort gebe es klare Regeln und Garantien für Investitionen.

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