Honduras Kolumbien Lateinamerika

ALBA verurteilt Wahlen in Honduras und Militärbasen in Kolumbien


(Buenos Aires, 14. Dezember 2009, púlsar).- Am vergangenen Montag, 14. Dezember, ging das Gipfeltreffen des Staatenbündnisses ALBA (Bolivarianische Allianz für die Völker Amerikas) in der kubanischen Hauptstadt Havanna zuende. In ihrer Abschlusserklärung gaben die Teilnehmer*innen bekannt, dass das Bündnis die Wahlen in Honduras im Zuge des Staatsstreiches nicht anerkenne. Sie warfen den USA vor, den Militärputsch gegen den rechtmäßigen Präsident Manuel Zelaya unterstützt zu haben.

Ein weiterer Kritikpunkt der ALBA-Gemeinschaft richtet sich gegen die Installation von sieben US-amerikanischen Militärbasen in Kolumbien. Die teilnehmenden Länder bekunden im Abschlussdokument des Gipfels, dass Lateinamerika und die Karibik eine Region frei von ausländischen Militärstützpunkten sein sollte.

Im Text wird begründet, dass die Existenz von ausländischen Militärbasen in Kolumbien eine reale Gefahr für die Länder der Region darstelle und den Frieden, die Sicherheit und Stabilität Lateinamerikas und der Karibik extrem bedrohe.

Das ALBA-Bündnis setzt sich aus den Staaten Venezuela, Bolivien, Kuba, Nicaragua, Honduras, der Dominikanischen Republik, Ecuador, San Vicente y las Granadinas, sowie Antigua und Barbuda zusammen.

Die ALBA-Mitglieder einigten sich, bereits im Januar 2010 die virtuelle Währung Sucre einzuführen. Dies diene dem Export von Reis einer kubanisch-venezolanischen Gemeinschaftsfirma nach Kuba.

Das Treffen endete mit der Ankündigung, dass der Präsident Venezuelas, Hugo Chávez, zusammen mit seinem bolivianischen Kollegen, Evo Morales, am Klimagipfel in Kopenhagen teilnehmen werde. Dorthin möchten sie die Stimmen der ALBA zur Umweltproblematik tragen.

Diese werden im Abschlussdokument des Gipfels mit folgender Kritik formuliert: „Die entwickelten Länder haben nicht die Absicht, gerechte und ausgeglichene Ergebnisse in Kopenhagen zu erzielen.“

CC BY-SA 4.0 ALBA verurteilt Wahlen in Honduras und Militärbasen in Kolumbien von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Stürmische Zeiten Hier braute sich auch was zusammen - in der Laguna de Tacarigua, Barlovento, in Venezuela / Foto: barloventomagico, cc-by-nc-nd-2-0 (Montevideo, 7. August 2017, la diaria).- Sowohl das Regierungslager als auch die venezolanische Opposition haben sich zu den Geschehnissen der letzten Tage in diesem Land geäußert. Die Ereignisse reichen von einer angeblichen Militärrevolte bis zur Absetzung der Generalstaatsanwältin Luisa Ortega durch den Verfassunggebende Versammlung und b...
Brasiliens De-facto Präsident gibt dem US-Militär freie Bahn Von Juan Manuel Karg Es wird in Brasilien wieder Manöver mit US-Streitkräften geben. / Foto: Contando Estrelas, CC BY-SA 2.0 (Mexiko-Stadt, 09. Mai 2017, la jornada-amerika21).- Die Streitkräfte der USA werden im kommenden November auf Einladung von Michel Temer erstmalig an einer Militärübung im brasilianischen Amazonasgebiet teilnehmen. Das Manöver trägt den Namen América Unida und wird nach Informationen des brasilianischen Verteidigungsministeriums, das die Initiat...
Wir dokumentieren: Internationaler Aufruf für ein Ende der Gewaltspirale in Venezuela Oppositionsführer und Gouverneur des Bundesstaates Miranda, Enrique Capriles bei einer Demonstration in Caracas am 8. Mai, die ins Stadtzentrum führen sollte. Foto: Amerika21/AVN Als Akademiker*innen, Intellektuelle und soziale Aktivist*innen möchten wir unsere tiefe Besorgnis über die unkontrollierte Eskalation politischer und sozialer Gewalt in Venezuela zum Ausdruck bringen. Sie hat bereits mehr als fünfzig Tote gefordert hat sowie Hunderte von Verletzten und Verhaftet...
Gründe und Folgen des Staatstreiches in Venezuela Von Fernando López D’Alesandro Grafik zum Arco Minero / Bildquelle: anticapitalistas.net (Montevideo, 19. April 2017, la diaria).- Nach dem Scheitern des angekündigten Staatstreiches in Venezuela, ist es an der Zeit, die Gründe für die von Widersprüchen gekennzeichneten Ereignisse zu klären. Während die orthodoxe Linke Lateinamerikas von ihrem eigenen Kurs abkommt, indem sie mit rechtsverdrehenden Argumenten den Putschversuch rechtfertigt, ereifert sich die Rechte als ...
Regierung in Paraguay wegen Verfassungsreform weiter unter Druck Von Leon Kaschel Protestierende in Paraguay gedenken des getöteten ParteimitgliedsFoto: resumenlatinoamerican.org/amerika21 (10. April 2017, amerika21.de).- Der Tod eines jungen Oppositionellen bei den Protesten gegen eine Verfassungsreform in Paraguay Ende vorletzter Woche hat die Regierung in eine schwere politische Krise gestürzt. Auch in der vergangenen Woche versammelten sich wieder Menschen vor dem Kongress in der Hauptstadt Asunción, um gegen das Vorhaben zu p...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.