Kolumbien

Agrarstreik geht trotz Repression weiter


Zehntausende Menschen beteiligen sich an den Protestaktionen. Foto: Telesur

Zehntausende Menschen beteiligen sich an den Protestaktionen. Foto: Telesur

(Caracas, 8. Juni 2016, telesur).- Die Serie von Streiks, Straßenblockaden und Protestaktionen in Kolumbien geht ungeachtet der verschärften Repression der Regierung weiter. Am 30. Mai hatte die Minga Agraria, ein breites Bündnis aus Bauernverbänden, Gewerkschaften, Indigenen und Afro-Kolumbianer*innen mit dem unbefristeten Streik begonnen. Seitdem hat das Vorgehen der Aufstandsbekämpfungseinheit der Polizei, ESMAD, drei tote Indigene, mindestens 149 Verletzte und viele Festnahmen gefordert.

Das Streikbündnis, das die Minga Agraria organisiert hat, beklagte eine systematische Verletzung ihrer Rechte seitens der Sicherheitskräfte und Behörden.

Die Bäuerinnen und Bauern protestieren gegen die Politik der Regierung, die den Vorgaben der Freihandelsverträge und des Nationalen Entwicklungsplans PND folgt. In ihren Augen werden damit die Ressourcen des Landes, die öffentlichen Unternehmen und der Energiereichtum Kolumbiens zum Ausverkauf angeboten. Die Landarbeiter*innen protestieren auch dagegen, dass die Kompromisse nicht umgesetzt worden seien, die 2014 nach dem Agrarstreik mit dem Präsidenten Juan Manuel Santos ausgehandelt worden waren.

Die Protestierenden wollen der Regierung vor Augen führen, dass sie das kapitalistische Wirtschaftsmodell und den Freihandel ablehnen. Ihrer Meinung nach verschärft das die Lage der am meisten marginalisierten Bevölkerungsgruppen.

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