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Agenda 2030: Armut und Ungleichheit als Herausforderung für Lateinamerika


Armut und Ungleichheit als Herausforderungen für Lateinamerika

Foto: Judit Bermúdez Morte, CC BY-NC-ND 2.0, flickr

(Lima, 23. März 2016, noticias aliadas-poonal).- Armut hängt mit dem Einkommen der Bevölkerung zusammen, während es bei Ungleichheit um die Verteilung des Einkommens geht. In Lateinamerika gibt es sowohl Länder mit niedrigem als auch mit mittlerem Einkommen, die große Einkommensungleichheiten aufweisen.

Die Weltbank legte den 2015 aktualisierten Gini-Index als Maßstab an, um die Ungleichheit zu messen und fand dabei heraus, dass Länder mit niedrigem Einkommen wie Guatemala oder Honduras, die als arme Länder angesehen werden, fast ebenso ungleiche Einkommensverhältnisse aufweisen wie Länder mit höheren Einkommen, wie beispielsweise Chile.

“Der Gini-Index gibt den Grad der Ungleichheit der Einkommensverteilung (oder in manchen Fälle der Konsumausgaben) Pro-Kopf oder Pro-Haushalt an. Bei Gleichverteilung hat der Gini-Index den Wert 0, während ein Wert von 100 die perfekte Ungleichheit darstellt, “ heißt es bei der Weltbank.

Kluft zwischen arm und reich wächst

Ungleichheiten reduzieren – das ist eines der 17 Ziele der Agenda 2030, die die Ende 2015 auslaufenden Millenniums-Entwicklungsziele ablöst. Die Agenda 2030 zur nachhaltigen Entwicklung wurde am 25. September 2015 von der UNO verabschiedet.

„Auch wenn bei der Armutsbekämpfung große Fortschritte gemacht wurden, so ist die Kluft zwischen arm und reich in den jeweiligen Ländern gewachsen, außerdem gibt es große Unterschiede beim Zugang zu Gesundheit, Bildung und anderen Produktionsgütern,“ stellt die UNO fest.

“Der Konsens wächst, dass Wirtschaftswachstum nicht ausreicht, um Armut zu reduzieren, wenn das Wachstum nicht inklusiv ist und wenn die nachhaltige Entwicklung nicht die drei Eckpfeiler von Ökonomie, Soziales und Ökologie berücksichtigt“, so die UNO.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Die 17 globalen Ziele der Agenda 2030 sind: Keine Armut; keine Hungersnot; gute Gesundheitsversorgung; hochwertige Bildung; Gleichberechtigung der Geschlechter; sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen; erneuerbare Energie; gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum; Innovation und Infrastruktur; reduzierte Ungleichheiten; nachhaltige Städte und Gemeinden; verantwortungsvoller Konsum; Maßnahmen zum Klimaschutz; Leben unter dem Wasser; Leben an Land; Frieden und Gerechtigkeit; Partnerschaften, um die Ziele zu erreichen.

Laut UNO sollen diese 17 Ziele und 169 Zielvorgaben „die Millenniumentwicklungsziele fortführen und das umsetzen, was mit ihnen nicht erreicht wurde. Verwirklicht werden sollen Menschenrechte für alle, die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Stärkung der Frauen und Mädchen. Die globalen Ziele und ihre Unterpunkte sind miteinander verbunden und unteilbar und sollen die drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung umfassen: Ökonomie, Soziales und Ökologie.“

 

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