Kuba

Adela – von der Gemeinderätin zur Aktivistin für sexuelle Rechte


von Helen Hernández Hormilla

(Quito, 24. Juni 2013, alai).- Das Leben von Adela – bis dahin eine Krankenschwester im Krankenhaus María Escobar Laredo der Fischergemeinde Caibarién in Villa Clara, einer 400 km von der Hauptstadt entfernten Provinz – ist seit dem Oktober 2012 aus einem bisher anonymen Dasein heraus zur öffentlichen Berühmtheit geworden.

Mit ihrer Wahl zur Delegierten der Gemeindeversammlung des Poder Popular im fünften Wahlkreis der Gemeinde hatte sie eigentlich nur vorgehabt, für die Rechte derer einzutreten, die sie in dieses Amt gewählt hatten. Aber durch die Tatsache, die erste kubanische Transsexuelle in einem Regierungsamt zu sein, wurde sie sofort zur Symbolfigur der kubanischen LGBT-Gemeinschaft.

Obwohl diesem Meilenstein auf den Titelseiten der nationalen Presse keine Aufmerksamkeit geschenkt wurde, sind nach und nach auf diverse Blogs Meldungen und Interviews erschienen, die von internationalen Medien aufgegriffen wurden und in denen die komplizierte Lebensgeschichte dieser Frau erzählt wird; einer Frau, die im Körper eines Mannes steckt.

Auf dem Wahlzettel jener Abstimmung stand der Name José Agustín Hernández, mit welchem Adela 48 Jahre lang angemeldet war, und das der Selbstdarstellung beigefügte Foto erlaubte weder Schminke noch jegliche Anzeichen angenommener Weiblichkeit. Seit frühesten Kindertagen jedoch ahnte sie bereits, dass ihre wahre Identität jene Konventionen überschritt, die von ihren äußerlichen Genitalien vorgegebenen waren.

Ihren Willen gegen eine homophobe Gesellschaft zu verteidigen, deren Ablehnung sie selbst Opfer im familiären Kreis wurde, machte sie zu der beharrlichen und angriffslustigen Frau, die sie heute ist. Der dramatischste Beweis dieses Werdegangs ist ihr Gefängnisaufenthalt zwischen 1980 und 1982, weil ihr Vater sie wegen Homosexualität anzeigte. Obwohl Homosexualität nicht als Straftat gilt, kann sie gemäß den Ausführungen in Artikel 72 der kubanischen Strafrechtsordnung frei interpretiert werden als „gefährdende“ Einstellung.(1)

Die sexuelle Orientierung ist zwar nicht als eine solche Einstellung explizit aufgeführt. Die Rechtsprechung hat sich jedoch in Fällen für die Auslegung entschieden, dass nicht-heterosexuelle Personen gegen die „sozialistische Moral“ verstoßen, wofür diese entsprechend bestraft wurden. Adela aber hat die Hoffnung auf soziale Anerkennung nicht aufgegeben. Während der vom nationalen Zentrum für Sexualerziehung CENESEX (Centro Nacional de Educación Sexual) in mehreren Landesprovinzen koordinierten IV. Kubanischen Tagung gegen Homophobie, die diesen Mai stattfand, sah man sie stolz bei den Straßenaufzügen vorne mitgehen und an den Workshops und Konferenzen teilnehmen. Obwohl sie sich zuvor nicht bewusst dem Kampf um die Rechte ihrer LGBT-Gemeinschaft angeschlossen hatte, hat sie die Einladung des CENEX sofort angenommen, sich einer Sache anzuschließen, für die sie mit ihrer eigenen Lebensgeschichte eintritt.

Noch verschwitzt vom Conga-Tanzen, zu dem sie die Regenbogen-Fahnen auf den Straßen der im Norden der Provinz Ciego de Ávila gelegenen Stadt Morón geschwenkt haben, wo im Mai die zentralen Aktivitäten der Tagung stattfanden, willigte sie ein, im Gespräch mit SEMlac Erinnerungen und Zukunftspläne zu teilen.

Wie als Beweis der Selbstsicherheit, die ihren Charakter ausmacht, eröffnet sie das Gespräch mit entwaffnender Klarheit: „Seitdem ich denken kann ist mein Leben das einer Frau, obwohl ich in einem männlichen Körper stecke. Mein Vater hat mich nie akzeptiert. Er wollte, dass ich ein traditioneller Sohn sein solle, und weil das nicht der Fall war, hat er mich verstoßen. Nur meine Mutter hat mich immer begleitet und beschützt. „In der Schulzeit habe ich auf den verschiedenen Schulen viel einstecken müssen wegen den Hürden und Tabus, die es in Kuba gegenüber Homosexuellen gibt. Aber diese Schwierigkeiten haben mich mit der Zeit stärker gemacht, und ich habe mir vorgenommen zu studieren, damit wenn meine Mutter eines Tages nicht mehr da ist, ich für mich selbst sorgen kann“, erzählt sie.

In der Zuckerzentrale Adela wuchs sie auf, aber in ihrer Kindheit zog sie nach Sagua La Grande, einer Gemeinde in Villa Clara. Die ersten Jahre ihrer Schulzeit verbrachte sie vorwiegend in Internaten, wegen der ablehnenden Haltung ihres Vaters. Adela konnte ihren Schulabschluss machen, was bei Transsexuellen nicht oft passiert. Erst danach begann sie ihre Verwandlung, um ihren Körper ihrer weiblichen Identität anzupassen.

Auf der Suche nach einem anderen Ort als den der leidvollen Kindheit und Jugend, kam sie 1984 nach Caibarién und legte dort den Grundstein für ihr späteres Glück. Sie schloss ihre Krankenpflege-Ausbildung erfolgreich ab und arbeitete seit 14 Jahren im örtlichen Krankenhaus, wo sie zunächst Aushilfe als Reinigungskraft und schließlich Krankenpflege-Assistentin wurde. Heute gehört dort sie zur kardiologischen Abteilung. „Die Gemeinde, in der ich wohne, ist sehr arm. Das Bildungsniveau ist niedrig, 70 Einwohner waren arbeitslos, und niemand nahm an den Versammlungen teil, zahlte in die Sozialkasse oder absolvierte Freiwilligendienste“, erläutert sie.

Wenn man ihrer Redegewandheit und ihrer Leidenschaft zuhört, versteht man, warum es Adela trotz Jahrhunderte alter Vorurteile geschafft hat, dass das Dorf zu ihr aufblickt. Seit 28 Jahren ist sie in ihrer Nachbarschaft in der Leitung der Komitees zur Verteidigung der Revolution CDR (Comités de Defensa de la Revolución)(2) aktiv, auf Vorschlag des Nachbarn Luis Rojas, Leutnant der Revolutionären Nationalpolizei PNR (Policía Nacional Revolucionaria).

„Für meine Gemeinde bin ich eine Führungsperson, obwohl ich mich selbst nicht als solche betrachte, sondern als Mensch mit Verantwortungsbewusstsein, der mit revolutionären Prinzipien aufgewachsen ist und gelebt hat, und dementsprechend diesen Weg gehen muss“, erklärt sie. „Als sie mich zur Vorkandidatin der Gemeindeversammlung des Poder Popular ernannten, war ich voller Freude. Ich konkurrierte derzeit mit zwei Mitgliedern der Kommunistischen Partei und Vize-Vorsitzenden der Versammlung, und ich hab sie besiegt mit 170 Stimmen Abstand im ersten Wahlgang, und sogar 280 im zweiten. Dies war völlig überraschend, denn obwohl die Leute mich mögen, habe ich keinesfalls damit gerechnet, dass sie mir dieses Vertrauen entgegenbringen“, gesteht sie.

Wie ist deine Frau-Werdung verlaufen?

Was mir noch fehlt ist die Operation, weil ich in allem Anderen schon immer eine Frau war. Diese Entscheidung ist allerdings hart und drastisch für mich gewesen, vor allem während meiner Jugend, weil alle meinten das Recht zu haben mich zu erniedrigen, sowohl mit Worten als auch mit körperlicher Gewalt. Aber ich weiß mich zu wehren. Ich bleibe nicht tatenlos und warte darauf, dass ich beleidigt werde. Und wenn ich mich mit einem homophoben Herausforderer prügeln musste, so tat ich es.

Die Ablehnung auf der Schule hat mich fast dazu gebracht diese abzubrechen, aber ich dachte nach und entschied mich weiterzumachen, weil ich wusste, dass wenn meine Mutter eines Tages nicht mehr da ist, ich irgendeine Frau sein würde, die auf den Straßen herumirrt, wenn ich keinen Beruf ergriff. Ich wollte nach den revolutionären Prinzipien leben, denen ich mich schon als Kind verschrieb, und jemand sein, der im Leben steht. Eine Arbeiterin wie andere auch. Wenn ich durch irgendwas zur Delegierten wurde, dann durch meine Lebensverhältnisse und meine Kapazitäten.

Im Schulinternat gingen die Homosexuellen zur hintersten Schlafkammer des Wohnheims für Jungen, aber ich blieb in der ersten, weil meine unmittelbare Umgebung mich akzeptierte so wie ich war. Ich erfuhr nicht nur Misshandlung. Viele Mitschüler unterstützten mich, und sogar der Schuldirektor half mir an der Schule zu bleiben und langsam meine Angst zu verlieren am öffentlichen Leben teilzunehmen.

Die schwerste Zeit war, als ich verhaftet wurde, weil mein eigener Vater mich bei der Polizei angezeigt hat, weil ich homosexuell bin. Das war 1980. Die Anzeige gründete auf einer Gefährdung der Öffentlichkeit, weil zur damaligen Zeit Homosexualität offiziell als Schande galt. Ich wurde zu vier Jahren verurteilt, von denen ich schließlich wegen guter Führung nur zwei im Gefängnis verbrachte. Ich war in einem Gefängnis mit höchster Sicherheitsstufe, wo ich allerdings mit Männern untergebracht war, die gerne schöne Stunden mit Leuten wie mir verbrachten. Aber allein die Tatsache, im Gefängnis zu sein ohne irgendein Vergehen, war für mich der größte Schmerz meines Lebens.

Mit der Zeit habe ich dies jedoch überwunden und homophoben Leuten gegenüber ganz gut ausgeteilt, weil ich ihnen bewiesen habe, dass ich wirklich Adela bin, und außerdem revolutionärer und rechtschaffener als jene, die mich als fremd und boshaft ansahen. Als Person habe ich dasselbe Recht wie die anderen, oder sogar noch eher, weil ich glücklich bin in meinem Land zu sein und für es zu kämpfen.

Was hast du gemacht, nachdem du das Gefängnis verlassen konntest?

Nach allem was passiert ist, konnte ich mit meinem Vater nicht mehr zusammenleben. Ich habe meine Familie und mein Heim verlassen, um auf Abenteuerreise zu gehen. So kam ich nach Caibarién. Ich lebe seit 30 Jahren hier, und obwohl es ein sehr armes Fischerdorf ist, habe ich hier weniger Homophobie erlebt als anderswo.

Mit der Zeit habe ich mich einer Theatergruppe von Verwandlungskünstlern angeschlossen. In diesem Beruf arbeite ich schon seit 20 Jahren, auch um mir etwas dazuzuverdienen. Mir gefiel diese Arbeit von Anfang an, weil ich eine Frau sein und auf einer großen Bühne vor Publikum stehen wollte. Wir machen Vorstellungen in Nachtclubs, und ich habe es geschafft, dass ich Applaus bekomme, vom Publikum geliebt und unterstützt werde.

Auch als Frau hast du bestimmt Begegnungen mit dem Machismo gehabt …

Nun ja, mir persönlich gefällt diese Aufdringlichkeit, mit der die Männer uns Frauen begegnen, obwohl auch wir herrisch auftreten und uns durchsetzen. Wir sind auf einer Ebene mit ihnen.

Einer meiner Träume ist es, einen jungen Mann heiraten zu können, den ich liebe. Er ist 21 und wir sind seit 4 Jahren zusammen. Er ist Teil meines Lebens geworden und hat mir Kraft gegeben, um all diese Kämpfe durchzustehen, weil obwohl er sehr jung ist und keine Familie hat, wir uns die Liebe gegeben haben, die wir von niemanden sonst bekommen haben, er mich respektiert und unterstützt.

Dein Amt bekleidest du erst seit kurzer Zeit. Hast du Ablehnung erfahren, weil du transsexuell bist?

Überhaupt nicht. Seitdem ich dort angefangen habe, habe ich weder Hindernisse noch Diskriminierung erlebt. Bis jetzt konnte ich einige Probleme meiner Gemeinde lösen: die Straßenbeleuchtung, die Ausbesserung der Eingangsstraße des Viertels, wo ich wohne, und die Instandsetzung der Familienarztpraxis, denn dort gab es weder fließend Wasser noch Strom. Ich bin sehr engagiert, weil mein Dorf von mir mehr erwartet in einer Funktion, die ich voll und ganz erfüllen sollte, so wie es die Verfassung gebietet. Derzeit repräsentiere ich nur die Wähler meines Viertels, aber wer weiß, ob dies irgendwann auch mal auf Provinzebene stattfinden wird.

Gleichzeitig bist du zur Ikone der LGBT-Bewegung geworden.

Ich repräsentiere die Gemeinde, die mich gewählt hat. Aber auch die Menschen, die die auf Heterosexualität ausgerichteten Sitten aufbrechen. Und jedes Mal wenn so jemand wie ich ein Problem hat, kommt er oder sie damit auch tatsächlich zu mir und erwartet Hilfe von mir. Sie sehen mich als Führungsperson, obwohl ich mich nur als Mensch sehe, der gerne allen Menschen weiterhilft soweit ich kann. Weil ich mehr als den erforderlichen Mut habe, um gegen die größten Schwierigkeiten anzukämpfen.

Wie sehr, glaubst du, helfen die Tagungen gegen die Homophobie?

Sie sind ein wertvoller Beitrag, aber es bleibt noch viel zu tun. Seitdem Mariela Castro Vorsitzende des CENEX ist, hat das Leben der LGBT-Personen eine erfolgreiche Wendung erfahren. Das merkt man jetzt nicht nur in Havanna, sondern auch in Ciego de Ávila, in Santa Clara, und in Santiago de Cuba. Jeden Tag sind es mehr Leute, die solchen Aktionen begrüßen, mit denen homophob eingestellte Familien lernen sollen, ihre Kinder so zu akzeptieren wie sie sind.

Welche Veränderungen schlägst du vor?

Damit die Gesellschaft sich ändert, muss dieser Prozess in allen Provinzen fortgesetzt werden bis in den kleinsten Gemeinden so wie die, in der ich lebe. Aber ich weiß, dass dies noch ein langer Weg ist. Ich wünschte, meine Familie wäre jetzt noch am Leben, um sie dazuzuholen, wenn nötig zwangsweise, damit sie sich an den Protestmärschen, Konferenzen und Gesprächsrunden ein Beispiel nehmen könnte. Ich für meinen Teil werde damit anfangen, Bildungsveranstaltungen in Caibarién durchzuführen, um dort zu verbreiten, was ich hier gelernt habe.

Projekte?

Ich habe eine Liste mit Anliegen meiner Gemeinde, die ich abarbeiten will. Auf persönlicher Ebene würde ich gerne meine Genitalien operieren und meine Brüste vergrößern lassen. Ich stehe in Havanna bereits auf der Behandlungsliste.

Hast du auch psychologische Betreuung bekommen?

Sowas brauch ich nicht, weil ich mich selbst auf meine Fähigkeiten besinnen kann. Ich bin meine eigene Psychologin.

(1) Der zitierte Artikel betrachtet als Gefährdung „die besondere Neigung einer Person zur Straftatbegehung, belegt durch das beobachtete Verhalten im klaren Widerspruch zu den Standards sozialistischer Moral“. Der Artikel 73.2 desselben Gesetzbuches fügt hinzu: „Als in gefährdendem Zustand durch antisoziales Verhalten gilt die Person, die die Regeln des Zusammenlebens gewohnheitsmäßig bricht durch Gewalt oder anderes provozierendes Verhalten, die Rechte der Anderen verletzt oder durch ihre Verhaltensweise allgemein den Regeln des Zusammenlebens schadet oder die Ordnung der Gemeinde stört oder als Sozialschmarotzer von fremder Arbeit lebt, ausbeutet oder gesellschaftlich verwerflichen Neigungen nachgeht.“ (2) Überall in Kuba existierende Nachbarschaftsorganisationen, die sowohl der Überwachung als auch der sozialen Betreuung dienen.

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