Brasilien

Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet stark angestiegen


Müllverbrennung im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Foto: Icaro Cooke Vieira/Cifor.org (CC BY-NC-ND 2.0)

(Montevideo, 2. Juli 2019, la diaria).- Die Abholzung des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet hat im Juni 2019 um 60 Prozent gegenüber Juni 2018 zugenommen. Das teilte das staatliche Weltraumforschungsinstitut INPE (Instituto Nacional de Investigaciones Espaciales) am 1. Juli mit. Laut Daten des Instituts sind im Juni im Amazonasgebiet 762 Quadratkilometer Wald verloren gegangen; das ist der höchste in einem Monat gemessene Wert seit 2016. Auch in Bezug auf das gesamte erste Halbjahr 2019 hat die Abholzung den höchsten Wert seit drei Jahren erreicht.

Nach Bekanntgabe der Zahlen übte die Direktorin der NGO Amazon Watch, Leila Salazar-López, scharfe Kritik an der Politik des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro. „Der Aufstieg des extrem rechten Politikers Jair Bolsonaro zum Präsidenten Brasiliens verschlimmert zutiefst die Krise der Umwelt- und Menschenrechte des Landes“, erklärte Salazar-López. „Seitdem er an die Macht gekommen ist, hat seine Regierung die Umweltstandards beschnitten, die grundlegend wichtig sind, um das ökologische Gleichgewicht des Amazonasgebietes und das Wohlergehen der im Wald lebenden Menschen zu bewahren.“

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