Kolumbien

Abgestimmt: Die Gemeinden Pijao und Arbeláez wollen keinen Bergbau


Die Kleinstadt Pijao / Foto: Camilio hdo, cc by-nc-nd-2.0

Die Kleinstadt Pijao / Foto: Camilio hdo, cc by-nc-nd-2.0

(Lima, 28. Juni 2017, noticias aliadas).- Zwei Gemeinden Kolumbiens haben sich bei einem Volksentscheid am 9. Juli gegen die Förderung von Erdöl und den Bergbau insgesamt auf ihren Territorien ausgesprochen. Bei einer Abstimmung der Bürger*innen in Pijao in der zentralkolumbianischen Provinz Quindío und in der ebenfalls in Zentralkolumbien gelegenen Gemeinde Arbeláez (Provinz Cundinamarca) votierten die Einwohner*innen mit 99 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen den Bergbau.

In Pijao stimmten 2.623 Bürger*innen gegen den Abbau von Metallen. In Arbeláez votierten 4.312 Einwohner*innen gegen seismische Untersuchungen, die Erkundung und den Abbau von Kohle, Erdgas und Erdöl und gegen Großprojekte des Bergbaus.

In diesem Jahr hatten bereits die Einwohner*innen der Gemeinden Cabrera (Provinz Cundinamarca), Cajamarca (Provinz Tolima) und Cumaral (Provinz Meta) bei Volksabstimmungen gegen den Bergbau und die Erdölforderung gestimmt. Die Entscheide sind allerdings nicht rechtlich bindend.

CC BY-SA 4.0 Abgestimmt: Die Gemeinden Pijao und Arbeláez wollen keinen Bergbau von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Die finstere Seite der Kohle
308
Von Darius Ossami (Berlin, 13. Oktober 2016, npl).- Protest vor dem Kohlekraftwerk Klingenberg in Berlin. Umweltaktivist*innen demonstrieren auf dutzenden Booten und Flößen in der Rummelsburger Bucht gegen die umweltschädliche Verwendung von Kohle als Brennstoff. Ein Großteil der Kohle, die der Betreiber Vattenfall in dem Kraftwerk zu Energie macht, wird aus Kolumbien importiert. Dort wird die Kohle vor allem in der nordöstlichen Bergbauregion Cesar abgebaut. Was viele...
Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte
275
von Antje Vieth (Berlin, 27. Oktober 2015, npl).- Deutschland im Sommer 2015. Tausende fordern in einer großen Protestaktion den sofortigen Braunkohleausstieg, 1500 Menschen besetzen für mehrere Stunden die Braunkohlegrube im rheinländischen Garzweiler. In der Lausitz, im Nordosten der Republik, protestieren seit Jahren die Anwohner*innen gegen die Vertreibung aus ihren Dörfern. Aber auch fast zehntausend Kilometer davon entfernt, in Kolumbien setzen sich Gewerkschaften un...
Andrea Lammers zum Prozess wegen des Mordes an Berta Cáceres
73
Am 17. September soll der Prozess gegen die mutmaßlichen Mörder der Umweltaktivistin Berta Cáceres beginnen. Andrea Lammers vom Oekubüro für Frieden und Gerechtigkeit in München wird zum Prozess nach Honduras reisen. Wir haben mit ihr gesprochen. Jahrelang hatte Berta Cáceres sich gegen den Bau des Wasserkraftwerks Augua Zarca am Gualcarque-Fluss eingesetzt. Sie war Mitbegründerin des Rates zivilgesellschaftlicher und indigener Organisationen COPINH. Für ihren Kampf um Sch...
onda-info 441
114
Mit Nachrichten aus Kolumbien, Mexiko und Zentralamerika. Und zwei Beiträgen aus Argentinien und Chile. In der rohstoffreichen Provinz Chubut in Patagonien soll radioaktives Uran gefördert werden. In der Nähe von Buenos Aires ein Atomkraftwerk entstehen. Was das mit dem G20-Gipfel im November und den Rechten der indigenen Mapuche zu tun hat, darüber berichtet unser aktueller Beitrag aus der Reihe "Menschenrechte und Unternehmen", einer Kooperation mit dem FDCL. Demokratisch...
Megaminería in Patagonien. Auf Spurensuche in Chubut
73
Im argentinischen Patagonien schwelt seit vielen Jahren der Konflikt zwischen staatlicher Energiepolitik, Profitinteressen von Unternehmen und der lokalen Bevölkerung, die für ihre Rechte kämpft. Nachdem sich Bürgerinitiativen erfolgreich gegen verschiedene Bergbau-Projekte in der Provinz Chubut gewehrt haben, soll der russische Staatskonzern Uranium One dort nun im Auftrag der argentinischen Regierung hochradioaktives Uran gewinnen – mit gravierenden Folgen für Mensch und Um...