Lateinamerika

54 Prozent der Landarbeiterinnen unterhalb der Armutsgrenze


mujeres rurales. Foto: púlsar(Rio de Janeiro, 08. März 2012, púlsar).- Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO mitteilte, befanden sich im Jahr 2010 rund 54 Prozent der Landarbeiterinnen in Lateinamerika und der Karibik unterhalb der Armutsgrenze.

Frauen machen 20 Prozent der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft in Lateinamerika und der Karibik aus; allerdings unter viel schlechteren Bedingungen als Männer, was den Zugang zu Ressourcen und Entlohnungen anbelangt.

In den letzten 15 Jahren sei der Anteil von Frauen an der Landarbeit angestiegen, so die FAO. Allerdings erkläre sich die Armut zum Teil auch durch die Beschaffenheit des Arbeitsmarktes in den ländlichen Gebieten.

Die FAO gibt an, dass in Lateinamerika und der Karibik 58 Millionen Frauen auf dem Land wohnen. Davon bilden 17 Millionen Frauen Teil der erwerbstätigen Bevölkerung. 4,5 Millionen der Landfrauen sind landwirtschaftliche Produzentinnen.

In einem kürzlich zusammen mit der Internationalen Arbeitsorganisation ILO veröffentlichen Buch erklärte die FAO: “Das gemeinsame Merkmal der Eingliederung von Frauen in den Arbeitsmarkt ist die Saisonarbeit und die lediglich geringe Präsenz in unbefristeten Arbeitsverhältnissen.”

CC BY-SA 4.0 54 Prozent der Landarbeiterinnen unterhalb der Armutsgrenze von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Broschüre: Land, Kultur, Autonomie- Die indigene Bewegung im Cauca
24
„Land, Kultur, Autonomie, die indigene Bewegung im Cauca“ so heisst die im Januar 2019 vom Kollektiv Zwischenzeit herausgegebene Broschüre zu Kolumbien. In 22 Artikeln wird die emanzipatorische Bewegung der indigenen Gemeinschaften im Cauca im Südwesten Kolumbiens so eindringlich dargestellt, dass ich als Leser*in selbst das Gefühl habe vor Ort zu sein. In vielen Interviews kommen Sprecher*innen der indigenen Gemeinden zu Wort, über die Kämpfe gegen die Multis, die Rolle der ...
Garantiepreise und offener Markt
101
(Mexiko-Stadt, 31. Januar 2019, la jornada).- In Mexiko markieren die neuen Garantiepreise für Mais, Bohnen, Reis und Weichweizen einen Wendepunkt nach 30 Jahren neoliberaler Reformen im Landbau. Zwischen 1989 und 1994 wurden die Garantiepreise abgeschafft, um das Terrain für den Nordamerikanischen Freihandelsvertrag NAFTA zu bereiten. Die Landwirt*innen, die ihre Ernten der staatlichen Aufkaufeinrichtung Conasupo zu festen Preisen übergaben, sahen sich dieser Möglichkeit von...
Vor 90 Jahren: Massaker an den Arbeiter*innen der Bananenplantagen
191
(Medellín, 5. Dezember 2018, colombia informa).- Am 5. und 6. Dezember 1928 erschoss das kolumbianische Militär tausende Frauen, Männer und Kinder in der Gemeinde Ciénaga im nordkolumbianischen Bundesstaat Magdalena. Bekannt wurden die Morde als das „masacre de las bananeras“ (zu dt.: Massaker an den Arbeiter*innen der Bananenplantagen). Die Soldaten mordeten im Interesse des US-amerikanischen Unternehmens United Fruit Company. Der Bundesstaat Magdalena an der Karibikküste...
Pestizide: Gifte für Lateinamerika und die Welt
157
(Berlin, 15. Dezember 2018, npl).- Sie finden sich in deutschen Vorgärten ebenso wie auf großen Baumwollplantagen und Sojafeldern von Indien bis Argentinien: Pestizide. Die deutsche Bezeichnung Pflanzenschutzmittel klingt erst mal harmlos, doch tatsächlich schützen sie nur bestimmte Pflanzen, indem sie unliebsame Unkräuter zerstören, sie schädigen die Umwelt und verseuchen Boden und Grundwasser. Trotz dieser besorgniserregenden Erkenntnisse werden jedes Jahr weltweit Millione...
Umstrittene Gesetzesinitiative für Agrarentwicklungsgesetz
48
(Berlin, 4. Dezember 2018, poonal).- Die linke MORENA-Partei des neuen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador, der am 1. Dezember sein Amt angetreten hat, hat im November einen Entwurf für ein neues Agrarentwicklungsgesetz in Mexiko vorgelegt. Dieses soll laut Beschreibung der Initiator*innen dazu dienen, die Rechte und das Land indigener Bäuer*innen zu schützen. Doch die Menschenrechtsorganisation Tequio Jurídico hat den Entwurf analysiert und fordert, die Gesetzesinitiativ...