Lateinamerika

54 Prozent der Landarbeiterinnen unterhalb der Armutsgrenze


mujeres rurales. Foto: púlsar(Rio de Janeiro, 08. März 2012, púlsar).- Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO mitteilte, befanden sich im Jahr 2010 rund 54 Prozent der Landarbeiterinnen in Lateinamerika und der Karibik unterhalb der Armutsgrenze.

Frauen machen 20 Prozent der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft in Lateinamerika und der Karibik aus; allerdings unter viel schlechteren Bedingungen als Männer, was den Zugang zu Ressourcen und Entlohnungen anbelangt.

In den letzten 15 Jahren sei der Anteil von Frauen an der Landarbeit angestiegen, so die FAO. Allerdings erkläre sich die Armut zum Teil auch durch die Beschaffenheit des Arbeitsmarktes in den ländlichen Gebieten.

Die FAO gibt an, dass in Lateinamerika und der Karibik 58 Millionen Frauen auf dem Land wohnen. Davon bilden 17 Millionen Frauen Teil der erwerbstätigen Bevölkerung. 4,5 Millionen der Landfrauen sind landwirtschaftliche Produzentinnen.

In einem kürzlich zusammen mit der Internationalen Arbeitsorganisation ILO veröffentlichen Buch erklärte die FAO: “Das gemeinsame Merkmal der Eingliederung von Frauen in den Arbeitsmarkt ist die Saisonarbeit und die lediglich geringe Präsenz in unbefristeten Arbeitsverhältnissen.”

CC BY-SA 4.0 54 Prozent der Landarbeiterinnen unterhalb der Armutsgrenze von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Keine Vermarktung von illegalem Soja Von Andreas Behn(Rio de Janeiro, 21. Juni 2016, taz).- Ein kleiner Lichtblick inmitten des Rollbacks in der brasilianischen Landwirtschaft: Soja, das auf illegal abgeholzten Gebieten in der Amazonas-Region angebaut wurde, darf weiterhin nicht kommerzialisiert werden. Das Soja-Moratorium, auf das sich Umweltorganisationen, Agrarverbände und die Bundesregierung 2006 einigten, ist im Mai auf unbestimmte Zeit verlängert worden.Nach Angaben von Greenpeace hat das Mora...
70.000 Kinder von sexueller Ausbeutung betroffen (Mexiko-Stadt, 28. März 2016, semlac).- Auf mindestens 50.000 Kinder wird die Anzahl der Jungen und Mädchen geschätzt, die laut der mexikanischen Organisation Gemeinsam gegen Menschenhandel (Asociación Unidos Contra la Trata) als Sexsklav*innen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA leben. Schätzungsweise weitere 20.000 Kinder teilen dieses Schicksal im übrigen Mexiko.Die Internationale Koalition zum Schutz von Mädchen und Frauen vor Menschenhandel in Lateinamerika CAT...
Landesweite Bauernproteste in Guatemala Von Barbara Klitzke Rozas(16. Mai 2016, amerika21.de).- Mehrere tausend Kleinbauern und Kleinbäuerinnen haben in Guatemala 29 zentrale Hauptverkehrsachsen im ganzen Land blockiert, um auf Ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Zum nationalen Streik am 11. Mai hatten die Nationale Koordination der Bauernorganisationen, das Komitee für die Bäuerliche Entwicklung (CODECA) und der Verband der Bauernorganisationen aus Vera Paz (UVOC) aufgerufen.Plurinationale verfassungs...
Schwierige Versorgungssituation (Montevideo, 29. April 2016, la diaria).- Während die Opposition Unterschriften sammelt, um ein Referendum zur Abwahl des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro einzuberufen, hat sich die Ernährungs- und Energiesituation in Venezuela verschlechtert. Laut Regierung liege das an einem von den USA geplanten Boykott-Versuch.Laut verschiedener Umfragen haben heute 90 Prozent der Venezolaner*innen weniger Lebensmittel zur Verfügung als früher, 31 Prozent nehmen wenige...
Unüberbrückbarer Graben zwischen Agrarexport und kleinbäuerlicher Landwirtschaft Von Gerold Schmidt(Mexiko-Stadt, 15. Mai 2016, npl).- Es war eine Meldung, die aufhorchen ließ. Ende März verkündete Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto, die Nahrungsmittelexporte des Landes hätten sich zur zweitwichtigsten Devisenquelle hinter dem Industrieexport entwickelt. Damit bringen die Agrarausfuhren Mexiko mehr US-Dollar ein als Erdölexporte, der Tourismus und die Zahlungen der Mexikaner*innen in den USA an ihre zurückgebliebenen Familien. Im Januar 2016 üb...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *