Peru

3 Millionen Menschen droht Hunger


Mädchen mit Ackerfrucht / Servindi(Lima, 24. November 2012, servindi-poonal).- Momentan sind elf Prozent der peruanischen Bevölkerung von Hunger bedroht. Diese alarmierenden Zahlen präsentierte Carlos Anderson, Vorsitzender der Abteilung „Planung und strategische Studien“ der landesweiten strategischen Planungsbehörde CEPLAN (Centro Nacional de Planeamiento Estratégico) auf dem zweiten Zukunftsforum (Foro del Futuro) unter dem Motto „Ernährungssicherheit zum Jahr 2050“.

Während des Forums wurden vier Leitlinien deutlich, an denen man in Zukunft mehr arbeiten sollte: Die Ernährungssicherung in der Kindheit und eine effiziente Nutzung von Boden, Wasser und Technologien seien Faktoren, die hierbei von größter Bedeutung sind.

Zugang zu Wasser und Boden

Die Forums-Teilnehmer*innen betonten die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung in der frühen Kindheit, vor allem in ländlichen Gegenden, wo die staatliche Unterstützung bisher nicht ausreichend sei.

Auch der Zugang zu Wasser und Boden müsse für alle in der Landwirtschaft Beschäftigten gewährleistet sein. Des Weiteren planen die Teilnehmer*innen Programme, die Familien über eine gesunde Ernährungsweise aufklären und diese fördern.

Forderung nach besserer Zusammenarbeit

Zuletzt betonten sie auch, dass eine bessere Zusammenarbeit und Koordination zwischen den verschiedenen Sektoren und Regierungsorganen mit privatwirtschaftlichen Unternehmen angestrebt werden solle. Auch die Universitäten sollen dabei künftig eine größere Rolle spielen.

An dem Forum nahmen unter anderem Vertreter*innen von UN-Einrichtungen wie dem Kinderhilfswerk UNICEF und der Welternährungsorganisation FAO teil, Mitarbeiter*innen von Organisationen wie OXFAM und Vertreter*innen von Universitäten und des Landwirtschaftsministeriums und des Gesundheitsministeriums sowie Unternehmer*innen.

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