Honduras

3. März: Drei Jahre ohne Berta – Copinh kämpft weiter für Gerechtigkeit


Altar für Berta
Foto: Sonia Gerth, Cimacnoticias

(Mexiko-Stadt, 1. März 19, Cimacnoticias).- Am 3. März 2019 jährt sich der Mord an der honduranischen Menschenrechtsverteidigerin und Umweltaktivistin Berta Cáceres Flores zum dritten Mal. An diesem Tag im Jahr 2016 drangen Auftragsmörder in ihr Haus in La Esperanza, im Distrikt Intibucá ein und erschossen die Anführerin der indigenen Organisation Copinh (Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas). Der mexikanische Umweltschützer GustavoCastro, der zu Besuch war, überlebte schwer verletzt, weil er sich tot stellte.

Am 29. November 2018 fällte das Strafgericht von Tegucigalpa ein Urteil wegen Mordes an Berta Cáceres gegen sieben Angeklagte. Berta und Copinh hatten Widerstand gegen das Wasserkraftprojekt Agua Zarca und der Betreiberfirma DESA (honduranisches Energieunternehmen) geleistet. Die verurteilten Auftragsmörder handelten mit vollem Wissen und Einverständnis“ der Führungskräfte von DESA. Die Familie der Umweltschützerin und Copinh fordern jedoch weiterhin Gerechtigkeit, da es bei dem Gerichtsverfahren zu mehreren Unregelmäßigkeiten kam. Sie werfen der Staatsanwaltschaft vor, nichts über die Drahtzieher des Mordes herausgefunden zu haben, bisher sitzt von der DESA allein Roberto David Castillo Mejía in Untersuchungshaft. Darüber hinaus wurde Copinh in diesem Prozess nicht als Opfer anerkannt und die Anwälte der Familie wurden aus dem Prozess ausgeschlossen. Die Organisation befindet sich nach dem Mord an ihrer Anführerin immer noch in einer schwierigen Erholungsphase und wird nach wie vor von der Regierung unter Juan Orlando Hernández kriminalisiert.

Interview mit Lilian López von Copinh

Während einer Reise internationaler Menschenrechtsverteidigerinnen Ende Januar nach Honduras, sprach Sonja Gerth von Cimacnoticias mit Lilian López von der Copinh-Koordination über den Prozess gegen Bertas Mörder, die Stimmung und die Rolle der Frauen bei Copinh.

Sonja Gerth (SG): Fast drei Jahre nach dem Mord an Berta und im 26. Jahr des Bestehens von Copinh würde man sich wünschen, dass ihr mit so viel Solidarität von überall auf der Welt gestärkt seid. Aber ihr habt sehr schwere Zeiten erlebt, oder?

Lilian López, Copinh
Foto: Sonia Gerth, Cimacnoticias

Lilian López (LL): Ja, eigentlich schon seit 2013, als viele Konzessionen für Wasserkraftprojekte auf dem Territorium der Lencas (indigene Gemeinschaft in Honduras) vergeben wurden, wurde Copinh sehr stark verfolgt. Wir wurden als gewalttätige, bewaffnete Organisation diffamiert. Es gibt die politische Verfolgung und die rechtliche Verfolgung, und dann haben wir mit transnationalen Unternehmen und der organisierten Kriminalität zu tun, die uns verfolgen. Sie haben gedroht, dass sie uns strafrechtlich verfolgen, uns töten, insbesondere in der Gemeinde Río Blanco hat es auch schon Morde gegeben. Die Organisation wurde boykottiert, unseren Community Radios wurde der Strom abgeschaltet. Oder sie haben die Straßen blockiert, wo wir mit unseren Autos entlang fahren wollten, auf dem Weg in die Gemeinden. Und nach dem Mord an Berta war es auch eine sehr schwierige Situation, weil wir wussten, wir haben eine Anführerin verloren, eine Frau, die gekämpft hat, eine Frau, die unsere Rechte verteidigt hat. Aber das hat uns stark gemacht. Berta ist von uns gegangen, aber heute, mit der Hilfe von internationalen und anderen Organisationen, den internationalen Medien überleben wir und fordern weiterhin Gerechtigkeit und dass der Mord an Berta nicht ungestraft bleibt.

SG: Und gab es bei Copinh Leute, die gesagt haben, ‘Nein, ich habe zu große Angst, um weiterzumachen’?

LL: Ja, viele Gemeinden sind geschwächt, heute wollen viele Compañeras nicht rausgehen, sie wollen nicht weiter kämpfen, weil sie glauben, wenn sie Berta ermorden können, werden sie auch ermordet und all das bleibt straflos. Bei uns mit dabei ist der Genosse Francisco Sánchez aus der Gemeinde Río Blanco, wo er stark bedroht ist. Sie umzingeln sein Haus, es gibt Schüsse, manchmal wenn er rüber in seine Gemeinde fährt. Für uns wurden zwar Schutzmaßnahmen erlassen (es gibt einen staatlichen Schutzmechanismus, der z.B. Bodyguards vorsieht, S.G), aber das heisst nicht, dass unser Leben sicher ist. Der Compañero Sotero Echavarría ist ein langjähriger Mitstreiter und sie haben mit der Entführung seiner Enkelkinder gedroht. Seine Hunde wurden getötet, sein Haus auch umzingelt und sie haben Schüsse abgefeuert. Bei mir selbst fand letztes Jahr eine Hausdurchsuchung statt, ohne Haftbefehl. Die Polizei ist in mein Haus eingedrungen und hat gefragt, ob es Waffen gibt, versteckte Waffen. Sie haben alles gemacht, was sie wollten, sie waren ja die Staatsmacht, auch mit den Fotos von meinen Kindern, was sie in Gefahr bringt. Aber das hat uns auch nicht geschwächt, auch nicht als Frauen, wir kämpfen weiter und unterstützen und verteidigen die Rechte der Lenca.

SG: Wie wird Copinh derzeit von der honduranischen Regierung kriminalisiert?

LL: Man sagt, dass wir eine Organisation sind, die keinen Fortschritt für das Land will, die gegen Entwicklung ist. Aber das stimmt nicht, wir sind nicht gegen eine Entwicklung, sondern gegen die Art und Weise, wie die Wasserkraftprojekte in den Gemeinden innerhalb des Lenca-Gebiets durchgeführt werden. Und: Kriminalisierung besteht auch in der politischen Verfolgung, zum Beispiel sind die Autos von Copinh in der Gegend sehr bekannt und auch wir als Mitglieder. Und wo immer sie uns sehen, gibt es eine Polizeikontrolle, sie halten uns an und versuchen, uns aus den Autos zu holen. Sie lassen die Kennzeichen durchs System laufen, stellen uns viele Fragen… das ist auch eine Kriminalisierung, denn sie folgen uns, wo auch immer wir sind. Damit werden wir am Weiterkämpfen gehindert.

SG: Wie geht es weiter im Fall Berta nach dem Urteil gegen die sieben Männer?

LL: Für uns war es ein rechtswidriger Prozess. Es war ein Prozess, der im Geheimen abgehalten wurde, viele Informationen wurden nicht an uns weitergegeben. Copinh wurde nicht als Opfer anerkannt, weil sie sagen, Berta sei eine Privatperson gewesen. Aber sie war die Hauptkoordinatorin von Copinh und uns wurde die Teilnahme an dem Prozess verweigert. Die Anwälte der Familie wurden vom Fall ausgeschlossen. Und das ist Teil der Kriminalisierung gegenüber dem Lenca-Volk. Dass sie uns außen vor lassen, dass der Prozess illegal ist, weil viele juristische Einsprüche nicht einbezogen wurden. Gut, jetzt gibt es ein Urteil gegen die sieben Menschen. Aber nur die sieben Menschen, die geschossen haben. Diejenigen, die nicht verurteilt wurden, sind die geistigen Urheber. Und das ist es, was die Familie will, was Ihre Töchter wollen, was Copinh will. Es soll weiter ermittelt werden, um die wahren Auftraggeber zu schnappen. Und wir haben immer gesagt, das Unternehmen DESA ist auch Teil eines staatlichen Systems, das Berta ermordet hat. Außerdem, es ist zwar ein Erfolg, dass sie verurteilt wurden, aber wir wissen immer noch nicht, zu wie vielen Jahren.

SG: Wann wird das bekannt gegeben?

LL: Wir glauben, dass das weiter im Geheimen stattfindet, dass Sie nur sagen, sie bekommen eine Strafe, aber wir erfahren nicht, wie viel es für jeden Einzelnen sein wird. Wir würden uns wünschen, dass sie lebenslang erhalten! Dass es eine lebenslange Haftstrafe gibt, damit diese Taten nicht ungestraft bleiben und keine weiteren Menschenrechtsverteidigerinnen der Lenca ermordet werden.

SG: Und wie sieht es mit Widersprüchen, Revision, der nächsten Instanz aus?

LL: Nun, es ist bekannt, dass die Verteidiger der Angeklagten Rechtsmittel eingelegt haben, um die Mindeststrafe zu fordern. Aber wir wissen nicht, ob das in sechs Monaten behandelt wird oder in einem Jahr, drei Jahren… Das ist noch offen. Es gibt aber auch noch einen zweiten Prozess gegen David Castillo, dem ehemaligen Geschäftsführer und Präsidenten der Firma DESA. Wir hoffen, dass es dort auch ein Urteil in unserem Sinne gibt.

SG: Und wie steht es jetzt um den Fluss? Wird das Wasserkraftwerk nicht gebaut?

LL: Als Berta getötet wurde, ist der Dammbau unterbrochen worden. Aber wir wissen nur, dass er gestoppt ist, während der Prozess gegen Bertas Mörder läuft. Es könnte auch sein, dass DESA geht und stattdessen ein anderes Unternehmen kommt, das den Bau fortführt. Río Blanco konnte mittlerweile Rechtsmittel einreichen, um die Konzession für den Gualcarque Fluss endgültig aufzuheben. Wir hoffen, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichte dieses Projekt annullieren. Das wäre ein Signal für viele Gemeinden, die von Konzessionen betroffen sind. Für uns als Copinh wäre es ein Sieg, die endgültige Aufhebung der Konzession am Gualcarque zu erreichen.

SG: Themenwechsel, du hast darüber gesprochen, wie schwierig es für Frauen ist, sich in gemischten Organisationen wie Copinh oder den Gruppen in den Dörfern zu engagieren. Welche Hindernisse gibt es?

LL: Die meisten von uns kommen aus Dörfern, aus Gemeinschaften, und wir leben in einem Land, das patriarchal ist, rassistisch ist, in dem der Staat uns das Recht auf Gesundheit, Bildung und politische Teilhabe verweigert. In den Dörfern ist das nicht anders, man glaubt immer noch, dass wir Frauen von dem Moment, wo wir heiraten oder eine Lebensgemeinschaft eingehen, Kinder haben und zu Hause bleiben müssen. Ab der Heirat soll sich die Frau um den Mann und seine Kinder kümmern … Nein! Die Frau kann überall teilnehmen, wo sie will! Wenn wir Frauen unsere Stimme erheben oder mitmachen wollen, werden wir zum Schweigen gebracht, uns wird die Teilnahme verweigert. Und wenn wir es doch tun, werden wir sehr schlecht behandelt. Man sagt uns, dass wir uns auf der Straße herumtreiben, dass wir unsere Kinder verlassen, dass wir das Haus verlassen. Viele Frauen haben sogar ihre Kinder und ihr Heim verloren, weil der Mann sie rausgeschmissen hat. Weil er sagt, wir wollen uns gar nicht organisieren, wir suchen nur andere Männer. Deshalb gibt es viele Frauen, die sich nicht einmischen. Weil die Angst das ist, ich gebe meine Kinder, meine Familie auf und verliere mein Zuhause.

SG: Und wie sensibilisiert ihr sie und ermutigt sie zur Teilnahme?

LL: Nun, bei Copinh gibt es ein Fortbildungskonzept für Frauen. Wir sprechen mit ihnen, um sie zu sensibilisieren, dass sie das Wort ergreifen und sich einmischen können. Und dass sie kämpfen sollen, um vorwärts zu kommen, um nicht unter dem Patriarchat zu leiden und von einer Person abhängig zu sein, sondern dass wir lernen müssen, unabhängig zu werden. Dass wir Frauen nicht schweigen sollten, sondern Anzeige (wegen häuslicher Gewalt) erstatten und sagen sollten, was mit uns passiert. Wir fahren in die Dörfer, treffen uns, machen Schulungen, wir sprechen mit ihnen über ihre Rechte, lassen sie erzählen, und wenn nötig begleiten wir sie, wenn sie Anzeige erstatten wollen. Bei einigen Compañeras haben wir es geschafft, einen Konflikt innerhalb der Gemeinde zu lösen. Aber dann gibt es Fälle, wo wir zur örtlichen Polizeistation gehen müssen. Aber selbst dort werden wir diskriminiert, das Polizeisystem, der Anwalt, die Richterin lachen uns aus und als Erstes fragen sie uns: ‘Und warum? Hast du dich nicht genügend um ihn gekümmert oder was?’ Und sie fangen an, die Frau zu beleidigen. Deshalb schweigen viele. Das System unterstützt uns nicht. Immerhin haben wir es als Copinh geschafft, in vielen Fällen einzuschreiten. Zum Beispiel, wenn es einen Mann gibt, der seine Partnerin schlecht behandelt, dann reden wir mit ihm, sagen ihm, dies oder das ist falsch, das kann man nicht machen. Wenn du nicht willst, dass deine Partnerin alleine ausgeht, dann begleite sie! Bring sie zum Ort der Versammlung, lass sie reden! Das war eine gute Strategie für Copinh, auch mit Männern zu reden und ihnen bewusst zu machen, dass wir Frauen dieses Mitwirkungsrecht haben.

SG: Erzähl mir von der Koordination der sexuellen Vielfalt. Ich denke, das ist ziemlich einzigartig?

LL: (lacht) Ja. In Dörfern oder Gemeinden ist es sehr schwierig zu verstehen, dass es bei Copinh eine Koordination für sexuelle Vielfalt gibt. Wenn ich zum Beispiel eine lesbische Frau wäre, wäre es schwierig für mich, mich zu outen und meine Umgebung wissen zu lassen, dass ich lesbisch bin. Weil es Diskriminierung gibt, es gibt Gewalt, ‘Warum bist du so? So darfst du nicht sein!’ Also, es war ein schwieriger Prozess, aber die Person, die für die sexuelle Vielfalt zuständig ist, war schon als Kind dabei, ist mit Copinh aufgewachsen. Und Berta war eben eine von denen, die sagten, nein, JuanPa, es ist dein Recht, dich so auszudrücken wie du willst. Wir werden dir bei Copinh die Gelegenheit geben, die Koordination der sexuellen Vielfalt zu übernehmen und ein Vorbild für Leute auf dem Dorf zu sein, die sich nicht outen, weil ihre Familie das nicht akzeptiert, weil ihre Familie sie als schlecht ansieht, weil ihre Familie sie sonst verstößt.

SG: Und diese Person geht raus und hält Vorträge?

LL: Ja, eine sehr anerkannte Person, die seit ihrer Kindheit an vorderster Front des Kampfes stand und heute auf nationaler und internationaler Ebene anerkannt ist. Ihm ist jetzt alles egal, er hat seine Schwierigkeiten innerhalb von Copinh gemeistert.

SG: Letzte Frage, wie gedenkt Ihr des dritten Jahrestages von Bertas Ermordung?

LL: Ich denke wir feiern ihn mit großer Freude, viel Elan, viel Kraft, um an diese Frau, diese Anführerin, zu erinnern. Um auszudrücken, dass sie hier ist, uns diese Stärke gibt und um einen weiteren Sieg unseres Kampfes zu feiern, dass ihre Mörder eine Strafe erhalten haben, zumindest die Leute, die sie erschossen haben. Und das wird eine Party mit Berta. Um weiterzumachen, weiter für das Lenca-Volk und für andere Frauen zu kämpfen, damit sie aus dieser Gefangenschaft herauskommen, in der sie leben.

CC BY-SA 4.0 3. März: Drei Jahre ohne Berta – Copinh kämpft weiter für Gerechtigkeit von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Interview: 25 Jahre COPINH, 2 Jahre seit Berta Cáceres ´ Tod
59
(Bogotá, 16. Februar 2018, Colombia Informa).- „Das hier ist kein Wahlkonflikt, es ist die Abscheu der Bevölkerung gegenüber der Plünderpolitik, dem Tod und der staatlichen Gewalt“, sagt Berta Zúñiga Cáceres (BZC), Tochter von Berta Cáceres und Koordinatorin vom Rat der Indigenen Völker von Honduras COPINH (Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras). Im Interview mit Colombia Informa (CI) sprach sie über die aktuelle Situation in Honduras nach dem Wah...
Drahtzieher hinter dem Auftragsmord an Berta Cáceres weiterhin frei
52
(Berlin, 7. Dezember 2018, poonal).- Am 28. November hat das Gericht in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa sieben Männer wegen des Mordes an der Umweltaktivistin Berta Cáceres verurteilt. Die Aktivistin für Umwelt und indigene Rechte wurde am 2. März 2016 in ihrem Haus erschossen. Das Gerichtsverfahren wurde international sehr misstrauisch begleitet, vor allem wegen des Ausschlusses der Betroffenen und der Verzögerungen bei den Verhandlungen. Berta Cáceres hatte die P...
Honduras: Prozessauftakt im Mordfall Berta Cáceres
109
(Berlin/München, 17. September 2018, Hondurasdelegation).- Am Montag, 17. September 2018, beginnt in Honduras die mündliche Hauptverhandlung gegen acht Personen, die beschuldigt werden, den Mord an der prominenten Aktivistin Berta Cáceres vorbereitet und durchgeführt zu haben. Bereits am 19. Oktober soll die Hauptverhandlung abgeschlossen sein. Die 2015 mit dem Goldman Prize ausgezeichnete Berta Cáceres wurde am 2. März 2016 in ihrem Haus ermordet. Sie war bis zu ihrem Tod...
Andrea Lammers zum Prozess wegen des Mordes an Berta Cáceres
85
Am 17. September soll der Prozess gegen die mutmaßlichen Mörder der Umweltaktivistin Berta Cáceres beginnen. Andrea Lammers vom Oekubüro für Frieden und Gerechtigkeit in München wird zum Prozess nach Honduras reisen. Wir haben mit ihr gesprochen. Jahrelang hatte Berta Cáceres sich gegen den Bau des Wasserkraftwerks Augua Zarca am Gualcarque-Fluss eingesetzt. Sie war Mitbegründerin des Rates zivilgesellschaftlicher und indigener Organisationen COPINH. Für ihren Kampf um Sch...
Mord an Berta Cáceres – 16 Monate später
85
Von Erika Harzer (Berlin, 25. Juli 2017, npl).- Mitte Juni 2017 verkündete die honduranische Staatsanwaltschaft den baldigen Prozessbeginn gegen vier der acht Untersuchungshäftlinge im Mordfall Berta Cáceres. Die weit über ihre Landesgrenzen hinaus bekannte Feministin, Menschenrechts- und Umweltaktivistin und Anführerin des Rates der indigenen Völker von Honduras COPINH, war am 2. März 2016 in La Esperanza, Intibucá, ermordet worden. Die Betreiberfirma DESA verkündete ...