Dominikanische Republik Haiti

225 HaitianerInnen abgeschoben


Sie berichtete auch, dass später weitere 136 HaitianerInnen (90 Männer, 34 Frauen und zwölf Kinder) von einer Militärstreife in Haft genommen wurden. Die Streife führte eine Kontrolle in der Gemeinde Clavellina durch. Die Einheit für Grenzüberwachung fügte hinzu, dass am Vorabend des 10. Januar 2015 bereits 100 illegalisierte MigrantInnen nach Haiti zurückgeschickt worden waren, die sich in den Bergen der nordwestlichen Provinz Dajabón versteckt gehalten hatten. Auch hier handelte es sich um Frauen, Männer und Kinder.

Häuser angezündet

In der südwestlichen Provinz Pedernales wurden am Freitag, 09. Januar 2015, weitere 18 undokumentierte MigrantInnen festgenommen, die sich in einem Haus versteckt hielten und darauf warteten, in die Hauptstadt der Dominikanischen Republik oder in andere Städte weiterzureisen. In diesem Falle handelte es sich um sechs Frauen, sechs Kinder und sechs Männer, die nach der Festnahme in die haitianische Stadt Anse-à-Pitre zurückgesandt wurden, die an der Grenze zu Pedernales liegt.

Die digitale Zeitung almomento.net berichtete außerdem, dass in der südwestlichen Provinz Barahona Unbekannte die Wohnstätten zweier haitianischer Familien niedergebrannt hätten, die in Batey Altagracia in der Gemeinde Fundación lebten. Laut almomento.net kämpften Feuerwehrleute, Angehörige des Militärs und Nachbarn gegen das Feuer, dass die Wohnungen komplett zerstört habe. Der Bürgermeister, Miguel Ángel Segura, ordnete die Übergabe von Lebensmittelrationen an die zu Schaden gekommenen Familien an.

CC BY-SA 4.0 225 HaitianerInnen abgeschoben von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

onda-info 460
89
Hallo und willkommen zum onda-info 460. Diese Sendung hat mal wieder einen Mexiko-Schwerpunkt. Kein Wunder, denn langsam nimmt die Politik der neuen Regierung Konturen an, die nicht jedem gefallen. So soll mit dem Tren Maya ein gigantisches Infrastrukturprojekt realisiert werden, dass nicht nur Naturschutzgebiete beeinträchtigt, sondern auch das Leben der indigenen Maya-Gemeinden. Mexiko ist nach Brasilien der zweitgrößte Treibhausgasproduzent in Lateinamerika. Obwohl d...
USA: Zahl inhaftierter Migrant*innen erreicht neuen Rekord
39
(Montevideo, 13. Mai 2019, la diaria).- US-amerikanische Behörden haben allein im April 2019 rund 100.000 Migrant*innen an der Grenze Mexiko-USA festgenommen. Das ist die höchste Zahl an Festnahmen der letzten sechs Monate, die die Zoll- und Grenzschutzbehörde der Vereinigten Staaten CBP (United States Customs and Border Protection) veröffentlicht hat. Die Migrationspolitik von Donald Trump, die vom ersten Tag seiner Regierungszeit an über Dekrete bestimmt wurde, verschärft d...
„Telón de Arena“: Theater über Wiedersehen in der Mitte des Río Grande
36
Am Sonntag, 12. Mai hatte das Stück „A la Orilla del Rio“ (Am Ufer des Flusses) der mexikanischen Theatergruppe Telón de Arena Weltpremiere in München. Am Donnerstag, 16. und Freitag, 17. Mai ist es in Berlin im ACUD-Theater und danach in Bremen, Hamburg und Bielefeld zu sehen. Nach Jahren der Trennung begegnen sich an der Grenze zwischen Cuidad Juárez in Mexiko und dem US-amerikanischen El Paso Migrantinnen und Migranten, die in Mexiko leben und ihre Familienangehörigen a...
Verschärftes Vorgehen gegen Migrant*innen an Mexikos Südgrenze
69
(Mexiko-Stadt, 3. Mai 2019, desinformémonos).- Als Antwort auf die humanitäre Krise an der mexikanischen Südgrenze habe die Regierung des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador (AMLO) nur "Verfolgung und Kriminalisierung" der zentralamerikanischen Migrant*innen parat, krisitisierte ein Dachverband von 200 Organisationen und Einzelpersonen. Mit der Festnahme von Kindern habe die Regierung zudem "schwere Menschenrechtsvergehen" begangen. Nach Angaben der Organ...
Die Gemeinsamkeiten von Orchideen und Migrantinnen vom Land
55
(Los Angeles, 25. März 2019, UNAM).- Es gibt viele Vorurteile in der Welt. Eines das großen Schaden anrichtet ist der Blick auf Migrantinnen aus dem mexikanischen ländlichen Raum, die auf der Suche nach einem besseren Leben in die Vereinigten Staaten kommen. Diese Frauen werden oft als unqualifizierte Arbeitskräfte angesehen. Aufgrund ihrer unsicheren Rechtslage werden sie zum Ziel von Lohndumping, starren Arbeitsbedingungen und sind gar nicht oder nur unzureichend sozial abg...