poonal


Der Pressedienst poonal veröffentlicht aktuelle Meldungen und Hintergrundberichte aus Lateinamerika in deutscher Sprache.

Mit diesem Angebot machen wir seit 1991 zugänglich, was lateinamerikanische Autor*innen und Agenturen über politische Bewegungen, soziale, kulturelle und ökonomische Kämpfe bzw. Emanzipationsprozesse in Lateinamerika schreiben. Eher selten finden sich daher bei poonal Artikel von deutschsprachigen Autor*innen.

Wir arbeiten mit derzeit 20 alternativen Nachrichtenagenturen in Lateinamerika zusammen, die uns ihre Meldungen unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die Artikelauswahl trifft ein Redaktionsteam in Berlin. Ein über den ganzen Globus verstreutes Netzwerk ehrenamtlicher Übersetzer*innen sorgt für die Übertragung ins Deutsche.


Aktuelle Texte

Besitzer der Firma JBS gegenüber Justiz: Bestechungsgeldern an Temer seit 2010

Präsident Temer steckt mittendrin im Lava Jato-Skandal, treu war er dabei aber wohl eher seinem Geldbeutel / Wikimapa, CC BY 2.0

(Montevideo, 20. Mai 2017, la diaria).- Nicht umsonst war im Twitter-Account der US-amerikanischen Fernsehserie ‚House of Cards‘ am 18. Mai 2017 zu lesen, dass die politische Situation in Brasilien jegliches Erfinden neuer Fiktionen zu politischen Ränkespielen und Korruption schwierig mache. Alles deutet jedoch darauf hin, dass die Erschütterung, die am 17. Mai 2017 zu spüren war und zu einem Erdbeben anzuwachsen drohte, wenig direkte politische Konsequenzen haben wird. Lediglich über einige von der Regierung im Kongress eingebrachte Reformen wird vermutlich verspätet abgestimmt werden. […]

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Karibikstaaten im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels

Auch vom Klimawandel in der Karibik betroffen: Fischer an der kolumbianischen Karibikküste / Foto: Carlos Octavio Uranga, CC BY-NC-ND 2.0

(Lima, 16.05.2017, noticias aliadas).- Die Regeneration von Korallengärten und die Wiederbesiedlung von überfischten Gebieten gehören zu den Massnahmen, die Wissenschaftler*innen der Karibik seit einem Jahrzehnt im Kampf gegen den Klimawandel veranlassen. […]

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Ausnahmezustand und Militäreinsatz in San Marcos in Guatemala

Ausnahmezustand: Soldaten sind in der Gemeinde Ixchguán angekommen / Bildquelle: Consejo del Pueblo Maya, CPO

Von Barbara Klitzke Rozas. (27. Mai 2017, amerika21).- Der guatemaltekische Kongress hat vergangene Woche den Ausnahmezustand für die Gemeinden Ixchiguán und Tajamulco im Departement San Marcos ausgerufen. Ein Jahrzehnte andauernder Grenzzwist zwischen den Gemeinden hat schon seit längerem zur Vertreibung der Dorfbevölkerung und bewaffneten Auseinandersetzungen geführt. Ein großes Militär- sowie Polizeiaufgebot will in 30 Tagen die Schlafmohnfelder zerstören und die Verantwortlichen für den Konflikt verhaften. […]

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Rarámuri kämpfen um ihren Wald und ihr Territorium

Die Rarámuri kämpfen um ihr Territorium und um ihren Wald / Foto: Contec

Von Gerold Schmidt. (Mexiko-Stadt, 27. Mai 2017, poonal).- Die Gemeinde Bosques San Elias Repechique in der Sierra Tarahumara im Landkreis Bocoyna, Bundesstaat Chihuahua, wehrt sich gegen das Fällen Tausender Bäume auf ihrem angestammten Territorium. Die Rarámuri-Vertreter*innen klagen die mexikanische Umweltbehörde Profepa an, nur eine oberflächliche Kontrolle des Holzschlags durchzuführen und sich zu weigern, Gemeindemitglieder bei einer gründlichen Begehung des Territoriums zu begleiten. Das Umweltministerium Semarnat hat mehrere Genehmigungen für den Holzschlag im Einzugsgebiet der Gemeinde erteilt. Doch die Rarámuri machen geltend, dass dabei häufig weder vorgesehene Abstände zu Bächen und Quellen noch die vorgeschriebene Distanz zwischen den Bäumen eingehalten werden. […]

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Seichter Siggi in Mexiko – Gabriel vermeidet Kritik an Regierung

Zu solchen Zahlen sagte Gabriel öffentlich wohl nix. Nach 2 Jahren Movimiento por la Paz con Justicia y Dignidad (Bewegung für den Frieden, Gerechtigkeit und Würde) mahnt ein Plakat: 90.000 Tote und mehr als 27.000 Verschwundene / Foto: Eneas de Troya, CC BY 2.0

Von Gerd Goertz, Mexiko-Stadt. (Mexiko-Stadt, 22. Mai 2017, npl).- Ein Besuch mit diplomatischer Zurückhaltung. Kurz vor Ende des sogenannten Deutsch-Mexikanischen Jahres und wenige Wochen vor einem Mexikobesuch von Kanzlerin Angela Merkel vermied Außenminister Sigmar Gabriel bei einer Stippvisite am 18. und 19. Mai deutliche Worte zur Menschenrechtslage in Mexiko. Gabriel traf unter anderem mit Präsident Enrique Peña Nieto sowie seinem Amtskollegen Luis Videgaray zusammen. […]

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