poonal


Der Pressedienst poonal veröffentlicht aktuelle Meldungen und Hintergrundberichte aus Lateinamerika in deutscher Sprache.

Mit diesem Angebot machen wir seit 1991 zugänglich, was lateinamerikanische Autor*innen und Agenturen über politische Bewegungen, soziale, kulturelle und ökonomische Kämpfe bzw. Emanzipationsprozesse in Lateinamerika schreiben. Eher selten finden sich daher bei poonal Artikel von deutschsprachigen Autor*innen.

Wir arbeiten mit derzeit 20 alternativen Nachrichtenagenturen in Lateinamerika zusammen, die uns ihre Meldungen unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die Artikelauswahl trifft ein Redaktionsteam in Berlin. Ein über den ganzen Globus verstreutes Netzwerk ehrenamtlicher Übersetzer*innen sorgt für die Übertragung ins Deutsche.


Aktuelle Texte

Autoritärer Umbau von Staat und Justiz

Kämpft gegen den undemokratischen Umbau von Staat und Justiz: Die ehemalige Richterin Tirza Flores / Foto: Hondurasdelegation

Von Jutta Blume. (Berlin, 23. Juli 2017, npl).- Im November finden in Honduras Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Der amtierende Präsident Juan Orlando Hernández wird sich dabei zur Wiederwahl stellen, obwohl die Verfassung das bislang verboten hatte. Da Hernández‘ Nationale Partei die staatlichen Institutionen weitgehend kontrolliert, gilt seine Wiederwahl als wahrscheinlich. Bald könnte auch ein neues Strafgesetzbuch zur Kontrolle Andersdenkender und sozialer Proteste missbraucht werden. […]

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Übertragung des HIV-Virus von infizierten Schwangeren auf ihre Kinder eingedämmt

(Lima, 28. Juni 2017, noticias aliadas-poonal).- Nicaragua veröffentlichte am vergangenen 13. Juni einen Bericht zur Situation von HIV-Aids im Land. Der erste Fall war 1987 bekannt geworden. Seither wurden im Land 12.157 Menschen mit HIV registriert. Dabei handelte es sich in 65 Prozent der Fälle um Männer, 35 Prozent der Infizierten waren Frauen. […]

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NAFTA: Die Zuckerbarone, Teil 1*

Die Diamenten der Zuckerbarone / Foto: el digitalgt, CC BY 2.0

Von Ana de Ita. (Mexiko-Stadt, 20. Juli 2017, la jornada-poonal).- Am vergangenen 5. Juli akzeptierte die US-Zuckerindustrie widerwillig die Vereinbarung, zu der die Regierungen ihres Landes und Mexikos einen Monat zuvor gekommen waren, um den Konflikt über den Zuckerhandel zu lösen. Obwohl Mexiko ohne Murren alle Forderungen der USA akzeptierte, erschien den „Big Sugar“ die Vereinbarung als nicht vorteilhaft genug. Angeführt von den „Zuckerbaronen“ Alfonso und José Fanjul hatte die US-Zuckerindustrie begierig darauf gewartet, dass Präsident Donald Trump sich der aus Mexiko kommenden Importe annehmen würde. […]

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Bundesstaat Coahuila: Morde, Verschwindenlassen und Folter sollen vor den Internationalen Strafgerichtshof

Mexiko Bundespolizei jesus-villaseca-perez-CC BY-NC-SA 2.0-flickr

(Mexiko-Stadt/Berlin, 23. Juli 2017, poonal).- Am 6. Juli übergab die Internationale Föderation für Menschenrechte FIDH (International Federation for Human Rights) gemeinsam mit mehr als 100 mexikanischen Organisationen dem Internationalen Strafgerichtshof in den Haag (IStGH) einen detaillierten Bericht* über die schwerwiegenden Verbrechen, die zwischen 2009 und 2016 im mexikanischen Bundesstaat Coahuila (im Nordosten des Landes an der Grenze zu Texas) begangen wurden. FIDH und mexikanische Organisationen, die in den Taten Verbrechen gegen die Menschlichkeit sehen, bitten den Internationalen Strafgerichtshof um eine Vorprüfung für die mögliche Einleitung eines Verfahrens in Den Haag. Der Bericht dokumentiert über 500 Fälle von willkürlicher Inhaftierung, Folter und gewaltsamen Verschwindenlassen als Teil eines systematischen Angriffs gegen die Zivilbevölkerung in diesem Bundesstaat. […]

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Hunderte Verfahren gegen Monsanto wegen Krebs durch Glyphosat

Mit oder ohne Einsatz von Glyphosat angebaut? / Foto: Cimmyt, CC BY-NC-SA 2.0, flickr

Von Silvia Ribeiro*. (Mexiko-Stadt, 8. Juli 2017, la jornada).- Seit dem 7. Juli hat der US-Bundesstaat Kalifornien Glyphosat in die Liste der krebserregenden Substanzen aufgenommen. Glyphosat ist der Hauptinhaltsstoff des Pflanzengiftes RoundUp von Monsanto (enthalten ebenfalls in Faena, Rival, Machete und anderen Marken). Innerhalb eines Jahres muss es in Kalifornien als potentiell krebserregendes Mittel etikettiert werden. Monsanto hat diese Entscheidung angefochten. Das Unternehmen führt eine Schädigung seiner Vermarktungsinteressen an und versichert, es gäbe keine Beweise für die krebserregende Eigenschaft. Dabei zeigen eigene Studien des Unternehmens Anfang der 1980er Jahre das Gegenteil. […]

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