poonal


Der Pressedienst poonal veröffentlicht aktuelle Meldungen und Hintergrundberichte aus Lateinamerika in deutscher Sprache.

Mit diesem Angebot machen wir seit 1991 zugänglich, was lateinamerikanische Autor*innen und Agenturen über politische Bewegungen, soziale, kulturelle und ökonomische Kämpfe bzw. Emanzipationsprozesse in Lateinamerika schreiben. Eher selten finden sich daher bei poonal Artikel von deutschsprachigen Autor*innen.

Wir arbeiten mit derzeit 20 alternativen Nachrichtenagenturen in Lateinamerika zusammen, die uns ihre Meldungen unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die Artikelauswahl trifft ein Redaktionsteam in Berlin. Ein über den ganzen Globus verstreutes Netzwerk ehrenamtlicher Übersetzer*innen sorgt für die Übertragung ins Deutsche.


Aktuelle Texte

Zwischen Waffen und Behutsamkeit: Der Alltag der kolumbianischen Guerilla ELN

Fortsetzung der Chronik aus den Wäldern des Chocó. Journalist*innen von Marcha, Brasil de Fato, Peoples Dispatch, und Colombia Informa haben sich in das unwegsame Gelände aufgemacht, um die Frauen und Männer kennenzulernen, die in einer der ältesten Widerstandsgruppen der Welt aktiv sind. […]

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Bertolucci im lakandonischen Regenwald

EZLN

Die Feier des 25. Jahrestages der bewaffneten Erhebung der EZLN ist keine Inszenierung einer sozialen Bewegung. Es ist die Machtdemonstration einer politisch-militärischen Kraft, die über Ordnung, Disziplin, Zusammenhalt, Geschicklichkeit, logistische Kapazität, soziale Basis, Befehlsgewalt und Kontrolle über ein Territorium verfügt. Während die Zapatist*innen in den vergangenen Jahren bei ihren öffentlichen Auftritten ihr ziviles und volksnahes Gesicht gezeigt hatten – durch Seminare, Kolloquien, Kunstfestivals, kleine Kurse (die zapatistischen „escuelitas“), und Filmvorführungen -, so stellten sie an diesem 31. Dezember ihr militärisches Antlitz in den Vordergrund. Eines, das nicht automatisch bedeutet, zur Waffe zu greifen, aber sehr wohl Widerstand zu leisten. Die symbolische Botschaft ihres Aufgebotes hätte nicht deutlicher sein können. […]

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„Volkswagen stoppen!“: Autokonzern erhält Negativpreis für seine Kooperation mit der brasilianischen Militärdiktatur

Mit der unrühmlichen Auszeichnung „Black Planet Award“ werden jedes Jahr Personen innerhalb eines Unternehmens geehrt, die von Krieg, Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen, Zerstörung der Natur und sozialem Elend profitieren. Im vergangenen Jahr ging dieser Negativpreis an führende Vertreter des Volkswagen-Konzerns. Ein Grund: die mangelhafte Entschädigung der Opfer und Hinterbliebenen der Militärdiktatur in Brasilien, mit der VW kooperierte. […]

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Neue Auseinandersetzung um die CICIG

Die Auseinandersetzung um die Internationalen Kommission gegen die Straflosigkeit CICIG (Comisión Internacional Contra la Impunidad en Guatemala) zwischen Guatemalas Präsidenten Jimmy Morales und dem Verfassungsgericht geht in die nächste Runde. Anfang der zweiten Januarwoche verwies Jimmy Morales die Mitglieder der CICIG des Landes. Diese Entscheidung wurde nur zwei Tage später durch den Verfassungsgerichtshof wieder aufgehoben. Die Richter*innen erklärten die einseitige Kündigung der mit der UN geschlossenen Vereinbarung über die Einrichtung der Kommission gegen die Straflosigkeit für ausgesetzt. […]

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Parlament berät über Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs

Das Parlament von Ecuador hat Anfang Januar über Pläne zu einer Lockerung des Abtreibungsverbots diskutiert. Diese sind Teil einer Initiative zur Reform des Strafrechts, zu der auch andere Themen wie die Bekämpfung von Korruption oder die Verwendung von Cannabis zu therapeutischen Zwecken gehören. In Ecuador erlaubt das aktuelle Recht die Abtreibung aus zwei Gründen: Wenn das Leben der Frau in Gefahr ist, oder wegen Vergewaltigung eine Frau mit einer Behinderung. Die Justizkommission des Parlaments ist nach längeren Beratungen zu einem Vorschlag über die Erweiterung der Gründe gekommen. […]

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