Kolumbien

Unbefristeter Streik in Kolumbien


Der neue Agrarstreik. Foto: Telesur/Colombia informa

Der neue Agrarstreik. Foto: Telesur/Colombia informa

Am Montag, den 30. Mai hat in Kolumbien ein neuer, unbefristeter Streik der sozialen Bewegungen begonnen. Bereits am ersten Tag haben bis zu 70.000 Menschen an Streiks und Blockadeaktionen in 27 von 32 Departements im ganzen Land teilgenommen: Bäuerinnen und Bauern, Kleinproduzent*nnen, Indigene, Gewerkschaften, Afrokolumbianer*innen und Studierende. Die Regierung hat sich zu Gesprächen bereit erklärt, begegnet den Streikenden aber mit harter Repression: Bisher sind drei Protestierende getötet und über 140 verletzt worden.

Grund für den erneuten, lang geplanten Streik sind nicht eingehaltene Versprechen der Regierung bzw. die Nichterfüllung zentraler Forderungen der sozialen Bewegungen. Diese fordern vor allem, am Friedensprozess beteiligt zu werden.Wir sprachen mit Marylen Serna, Sprecherin des Kongresses der Völker.

CC BY-SA 4.0 Unbefristeter Streik in Kolumbien von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Ehemaliger FARC-Kämpfer in Antioquia erschossen Der ermordete Dalaider Ortiz. Ein ehemaliger Mitkämpfer fragt: "Handelt es sich wirklich um Einzelfälle oder steckt System dahinter? Wer zahlt und wer drückt den Abzug?" Foto: Telesur (Caracas, 13. November 2017, telesur).- Der ehemalige Kämpfer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC, Dalaider de Jesús Vásquez, genannt Dalaider Ortiz, wurde in der Stadt Ituango im Depatment Antioquia von zwei Personen angegriffen und getötet. Weitere Personen wurden bei der Schie...
Kolumbiens Indigene kritisieren Polizeigewalt Während der Streikaktion blockieren indigene Gruppen auch Straßen. Foto: Telesur Caracas, 7. November 2017, telesur).- Die kolumbianischen indigenen Dachverbände, die seit Ende Oktober an einer landesweiten Streikaktion teilnehmen, haben beklagt, dass die Polizei während der Proteste exzessiv Tränengas eingesetzt habe. Das teilten der Indigene Kolumbianische Dachverband ONIC (Organización Nacional Indígena de Colombia) und der Regionalverband aus Valle del Cauca Orivac (O...
Massive Proteste der Indigenen in Kolumbien Mitglieder der Minga auf einer der Demonstrationen am 31. Oktober. Foto: Prensa Latina (Bogotá, 31. Oktober 2017, prensa latina).- Über 100.000 Indigene in 15 Departments von Kolumbien sind auf die Straße gegangen, um die Umsetzung des Ethnischen Kapitels im Friedensvertrag einzufordern und um gegen die Ermordung ihrer Anführer*innen zu protestieren. Aufgerufen von dem Regionalen Indigenen Rat im Cauca CRIC (Consejo Regional Indígena del Cauca) und der Nationalen Indig...
Yeni Navan – selbst verwaltete Kaffee-Produktion in Südmexiko Im südmexikanischen Oaxaca haben sich mehr als 900 kleine Kaffee-Produzenten zur Genossenschaft Yeni Navan zusammen geschlossen, um den Vertrieb ihres Bio-Kaffees in die eigene Hand zu nehmen. Wir haben nicht nur die Zentrale der Genossenschaft bei Oaxaca-Stadt besucht, sondern auch mit Produzent*innen in der abgelegenen Bergwelt der Cañada gesprochen. Wie diese ihre Kooperative sehen, erfahrt ihr in unserer ersten Audio-Slideshow.
Vom Guerilla-Funk zum Community-Radio – Radios als Peacemaker Von Nils Brock Radios als Peacemaker? Im Friedensprozess in Kolumbien kommt ihnen eine wichtige Rolle zu / Foto: altaír, cc by-nc-2.0 Berlin, 25. Oktober 2017, npl).- Als die kolumbianische Regierung und die Guerillaorganisation FARC im Dezember vergangenen Jahres einen Friedensvertrag vorlegten, kam auf gut 300 Seiten so einiges zusammen. Schließlich soll der Text helfen, einen seit über 50 Jahren andauernden bewaffneten Konflikt zu beenden. Doch ein nachhaltiger Frie...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.