Honduras

Stimmen gegen Landraub – Community Radios in Honduras


Radiokabine Radio Voz Lenca kleinOb an der tropischen Karibik-Küste, im grünen Hochland oder auf einer Insel im Pazifik – Community Radios haben in Honduras Konjunktur. Es gibt sie nicht erst seit dem Putsch im Jahr 2009, als das Meinungskartell eine Nachrichtensperre verhängte. Doch seither haben die lokalen Radios bei der Bevölkerung sehr an Glaubwürdigkeit gewonnen.

Die meisten von ihnen sind während einem der zahlreichen Konflikte um Landraub und Vertreibung gegründet worden. Radios wie Faluma Bimetu der afro-indigenen Garífuna oder La Voz Lenca der indigenen Organisation COPINH setzen sich aktiv für die Rechte der indigenen Gemeinden, für den Schutz ihres Landes und der natürlichen Ressourcen ein.

Auch junge Menschen interessieren sich in Honduras für das Radiomachen, gestalten eigene Sendungen oder gründen selbst Radios. Dabei sind sie sehr erfinderisch, nutzen Autobatterien und Solarzellen, um selbst an abgelegenen Orten ihr Recht auf Kommunikation einzufordern. Den Eliten sind sie ein Dorn im Auge und sehr mutig: Seit 2009 wurden in Honduras mehr als 30 Medienschaffende ermordet.

Links
Blog der Hondurasdelegation
http://hondurasdelegation.blogspot.de

Urgent Action von amnesty international
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-244-2013/konstruierte-anklagen-gegen-indigene

Die indigene Organisation COPINH
http://www.copinh.org

Die Garífuna-Organisation OFRANEH
http://www.ofraneh.org

Radio Progreso
http://www.radioprogresohn.com

Radio La Voz de Zacate Grande
http://zacategrande.blogspot.de/

Blog Tortilla Digital
http://tortilladigital.wordpress.com/

CC BY-SA 4.0 Stimmen gegen Landraub – Community Radios in Honduras von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Prozess wegen Betrugs um Agua-Zarca-Kraftwerk in Honduras beginnt
19
(Tegucigalpa, 15. April 2019, amerika21).- Wegen betrügerischer Machenschaften im Fall des Wasserkraftwerks "Agua Zarca" in Honduras wird 16 Angeklagten der Prozess gemacht. Am 12. April ordnete ein Strafgerichtshof für Korruptionsfälle in Tegucigalpa Haft für den ehemaligen Geschäftsführer des Unternehmens Desarrollos Energéticos S.A (DESA), David Castillo Mejía an. Mejía sitzt ohnehin wegen des Mordkomplottes gegen die Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres in Untersuchu...
Indígenas aus Venezuela auf der Flucht nach Brasilien
159
(Lima, 9. März 2019, Servindi).- Die Krise in Venezuela hat viele Bevölkerungsgruppen erreicht. Das indigene Volk der Pemón, das im Süden der Region Bolivar lebt, hat es in den letzten Monaten besonders hart getroffen. Die ständigen Konfrontationen mit der Bolivarischen Nationalgarde GNB haben zur Vertreibung dieses Volkes geführt. Seit Ende Februar migrieren Hunderte Pemón-Indígenas aus Venezuela nach Brasilien. Allein in der Stadt Pacaraima sind mehr als 200 Pemones eingetr...
Befragung von Indígenas soll Gesetz werden
134
(Mexiko-Stadt, 6. März 2019, npl).- Inmitten der Diskussion über die Art und Weise, wie die neue mexikanische Regierung „Volksbefragungen“ zu Großprojekten durchführt, hat die Innenministerin Olga Sánchez Cordero die Ausarbeitung eines Gesetzes über die vorherige, freie und informierte sowie nach Treu und Glauben durchgeführte und kulturell angemessene Befragung der indigenen Völker angekündigt. Das Gesetz solle auf der Würde dieser Völker basieren und sie als Rechtssubjekte ...
Broschüre: Land, Kultur, Autonomie- Die indigene Bewegung im Cauca
149
„Land, Kultur, Autonomie, die indigene Bewegung im Cauca“ so heisst die im Januar 2019 vom Kollektiv Zwischenzeit herausgegebene Broschüre zu Kolumbien. In 22 Artikeln wird die emanzipatorische Bewegung der indigenen Gemeinschaften im Cauca im Südwesten Kolumbiens so eindringlich dargestellt, dass ich als Leser*in selbst das Gefühl habe vor Ort zu sein. In vielen Interviews kommen Sprecher*innen der indigenen Gemeinden zu Wort, über die Kämpfe gegen die Multis, die Rolle der ...
Schüsse auf Vertriebene in Chiapas
96
(San Cristóbal de las Casas, 24. Januar 2019, desinformemonos).- Nach Informationen des mexikanischen Menschenrechtszentrums Fray Bartolomé de las Casas wurde in der Gemeinde Coco des Bezirks Aldama im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas am Morgen des 22. Januar auf drei Personen geschossen. Die Personen befanden sich auf dem Weg von San Pedro Cotzilnam nach Xuxch‘en. Die Schüsse wurden aus dem Ort Santa Martha Manuel Utrilla im Bezirk Chenalhó abgefeuert. Eine Person starb,...